Bloodsport (1988)

Bloodsport - Eine wahre Geschichte

Bloodsport (1988) Bloodsport - Eine wahre Geschichte

Oder: Socken ausziehen und losprügeln

Ups

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Frank Dux (Jean Claude Van Damme) ist ein junger Mann, der eine kampftechnische Ausbildung bei einem weisen Mann genossen hat und es nun in der Army zum erfolgreichen Soldaten geschafft hat. In Hongkong findet immer wieder ein geheimes Kampfturnier statt, das sogenannte Kumite. Das ist zwar höchst illegal, weil immer wieder Teilnehmer liegen bleiben und bei ihren Einsätzen sterben. Da Frank aber seinem ehemaligen Meister die Teilnahme (und den Gewinn) dieses Turniers versprochen hat, steht er da bald am Start.

Das passt der US-Army keineswegs, und so werden zwei Agenten (u.a. Forest Whitaker) abgestellt, die Dux unter Kontrolle halten sollen. Natürlich nur mit geringem Erfolg, denn der Mann seilt sich immer wieder ab und steht auch prompt beim Start des Turniers auf der Matte. Mit dem Boxer Jackson (Donald Gibb) hat Dux sogar einen Kollegen gefunden, mit dem er nun auch mitfiebern kann, wenn der die Gegner platt macht.

Hei, was wotsch?

Hei, was wotsch?

Das grosse Hindernis zu einem Sieg im Kumite ist der Champion des Turniers: Chong Li (Bolo Yeung), der knallhart, brutal und unfair gegen seine Gegner vorgeht und auch bald schon gegen Jackson auf die Matte muss. Was nun passiert, stachelt Frank Dux nur noch mehr an, dieses Ding hier zu gewinnen. Denn wenn der Champion schon über Leichen geht, dann darf der beste Kämpfer dieses Turniers ebenfalls einen Zahn zulegen.


DVD-Rating

1988 kam der Kino-Durchbruch für Jean Claude Van Damme, der sich mit seinen Aktionen in Bloodsport zum filmischen Kampfspezialisten emporarbeitete und nebenbei noch eine Story erzählte, die anscheinend auf wahren Begebenheiten beruhte. Allerdings wurde dies immer wieder bestritten, auch wenn der "echte" Frank Dux dem Film als Berater zur Seite stand. Nichtsdesto trotz wurde Bloodsport über die Jahre zum Kultfilm und ist nicht für wenige Leute einer der besten Kampffilme aller Zeiten.

Wenn sich ein Film um eine geheimes und brutales Turnier dreht, so darf man auch erwarten, dass die Mehrheit der Szenen auf einer Matte oder in einem Ring spielen. In Bloodsport ist das glücklicherweise der Fall, die Begegnungen werden schön spannend in Szene gesetzt und sind hervorragend choreographiert. Dass dazwischen auch ein hübsches Fräulein als Affäre, zwei überforderte Bundesagenten und ein bisschen weiteres Füllmaterial nicht fehlen dürfen, verkraftet man. Denn eins ist sicher, auf der Matte geht die Post ab, und genau dafür wird Bloodsport geliebt.

Der junge Jean Claude Van Damme darf seine Muskeln zeigen, Spagate springen und natürlich den widrigsten Umständen und unfairen Gegnern trotzen. Die verschiedenen Kampfstile der Teilnehmer sind ein bisschen gar klischiert (der Afrikaner hüpft wie ein Affe, der grossmäulige Boxer walzt einfach alles nieder, der Böse bescheisst usw.), machen aber einen sehr guten Eindruck. Es wird einem immer was geboten, Langeweile ist ein Fremdwort und Van Dammes Schauspiel beschränkt sich eher auf den physischen Part.

Fazit: Natürlich hat sich Bloodsport über die Jahre fast totgelaufen. Durch die Ausstrahlungen im Fernsehen kennt inzwischen jeder Interessierte die Story und die Hintergründe. Das, und das ist das Erfreuliche an diesem Film, hat dem Teil jedoch nicht geschadet und dem Unterhaltungswert keinen Abbruch getan. Bloodsport hält noch immer, was er verspricht und gehört definitiv in die Reihe der tollsten Kampffilme. Zu Van Dammes Höhepunkten gehört er sowieso....

Extras sucht man auf der vorliegenden DVD von Bloodsport leider vergeblich. Auch in Sachen Technik ist eine Überarbeitung dringend nötig. Der Ton kommt im matten Monosound daher, und auch das Bild macht einen verschmierten und undeutlichen Eindruck. Was bei einem Film von 1988 zwar durchaus verständlich ist, aber leider den heutigen Standards keinesfalls mehr genügt.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

27.11.2009 / muri

Community:

Bewertung: 3.8 (23 Bewertungen)

 

 

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