Big (1988)

Big (1988)

Oder: Aus Klein mach Gross

Big

Nur für Erwachsene

Nicht mal auf die Achterbahn darf der kleine Josh (David Moscow) und sein Ärger über diese Ungerechigkeit wird immer grösser. Ständig ist er zu klein und muss warten, bis er mal gross ist. Nichts darf er und jetzt reichts! Er will erwachsen werden! Und genau das äussert er, als er auf dem Rummelplatz an einen Wunsch-Automaten gelangt. Schwupps, die Münze eingeworfen und den Vorfall auch schon fast wieder vergessen.

Am Morgen danach ist jedoch nichts mehr, wie es einmal war. Josh (jetzt Tom Hanks) ist ein erwachsener Mann geworden und das gilt es erst mal vor seiner Mutter zu verstecken. Die (einzige?) Lösung des Problems heisst New York. Dahin fährt das Kind im Manne nämlich, und zusammen mit Kumpel Billy (Jared Rushton) wird überlegt, wie man denn aus dieser Misere wieder rauskommen könnte.

Big

Ich mag dein Haar

Doch vorher gilt es Kohle zu machen. Josh bewirbt sich in einer Spielzeugfirma. Mit seiner kindlichen Natur und dem Gespür für die Interessen eines Kindes weckt er die Neugier seiner Kollegin Susan (Elizabeth Perkins), die sich langsam aber sicher für diesen sonderlichen Mann zu interessieren beginnt.

So toll das Erwachsenenleben auch ist (und Susan ist ja auch eine ganz Herzige), will Josh eigentlich nur wieder nach Hause. Und das wenn möglich in seinem angestammten Körper. Doch dies scheint schwieriger, als es sich die Jungs vorgestellt haben.


DVD-Rating

Er hat schon ein bisschen was zeigen müssen, bevor er zum Megastar wurde. Tom Hanks, einst ein gefeierter Comedian mit grosser Zukunftsperspektive, spielte sich durch diverse TV-Rollen und schaffte dann mit einem Film namens Splash einen ersten Achtungserfolg. Es folgten ein paar weitere Komödien (Dragnet, Nothing in Common), bevor er sich mit Big endgültig bemerkbar machte. Und seit dieser Komödie über das Kind im Manne läuft die Karriere des Tom Hanks wie geschmiert.

Big ist ein sehr unterhaltsamer Film geworden. Natürlich ist er vollgestopft mit Requisiten, Kleidern oder Musiken der 80-er Jahre, was der lässigen Grundgeschichte allerdings keinen Abbruch tut. Dass Kinder sich wünschen, erwachsen zu sein, ist nicht erst seit gestern. Diese Körpertauschthematik gibt es inzwischen vielfach in der Filmwelt. Freaky Friday oder 13 going 30 zeigen genau diese Geschichten. Für Tom Hanks waren aber die Szenen, in denen er als Mann so agieren kann, wie wenn er erst Zwölf wäre, eine Offenbarung. Mit seinem kindlichen Blick, der unschuldigen Miene und der Möglichkeit, so richtig die Sau rauszulassen, war er eine optimale Besetzung.

Die Story an sich ist überraschenderweise kein Aneinanderreihen von irgendwelchen Gags und Pseudowitzen, sondern entpuppt sich als gut ausgearbeitete Geschichte über einen Jungen, der sich in der Erwachsenenwelt nur bedingt bewegen kann. Und als dann auch noch eine schöne Frau auftaucht, wirds doppelt kompliziert. Sie wird von Elizabeth Perkins gespielt, die in den Flintstones ihre wohl bekannteste Rolle gespielt hat.

Neben den sympathischen Witzchen, den lustigen Szenen (Tom Hanks im Spielzeugladen ist ein Klassiker) und der gelungenen Geschichte fallen einem auch ein paar der Nebendarsteller auf. Jon Lovitz (Southland Tales) oder Robert Loggia (Independence Day) und natürlich noch einige mehr, von denen der eine oder andere heute einen schönen Bekanntheitsgrad hat. Der "junge" Josh, David Moscow, verschwand übrigens nach Big wieder in den Tiefen der erfolglosen Schauspieler und agiert vorwiegend in B- oder C-Filmen. Aktuell wahrscheinlich in der Fortsetzung von Vacancy.

Fazit: Big ist eine schöne Komödie, die glatt, sympathisch und gleichzeitig auch ein bisschen dramatisch ist. Getragen von überzeugenden Darstellern und angereichert mit einen guten Touch der 80er Jahre, gelingt es dem Film auch heute noch, gute Laune zu verbreiten und den Zuschauer über den Grossteil der Filmlänge zu unterhalten.

Der DVD merkt man die Jahre extrem an. Nicht nur, dass, der Trailer ausgenommen, keinerlei Bonusmaterial zu sichten ist, auch die Bild- und Tonqualität lässt zu wünschen übrig. Typische 80er-Jahre-Schmierereien und nur Stereoton. Dies schadet zwar der Qualität von Big nicht, aber in der heutigen Zeit der digitalen Überarbeitung hätte man da schon mehr erwarten dürfen.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

09.04.2008 / muri

Community:

Bewertung: 4.0 (23 Bewertungen)

 

 

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