A Nightmare On Elm Street 3: Dream Warriors (1987)
Nightmare 3 - Freddy lebt
A Nightmare On Elm Street 3: Dream Warriors (1987) Nightmare 3 - Freddy lebt
Oder: Vom Kampf träumen und echt sterben
Kristen (Patricia Arquette), ein unscheinbarer Teenager, hat eine von Schrecken gezeichnete Vergangenheit. Sie ist nicht nur schon bei vielen Psychiatern gewesen, sondern wird auch jede Nacht von schrecklichen Alpträumen geplagt, die sie schon mehrmals zu Selbstmordversuchen getrieben haben. Als Kristen eines Tages von der Mutter mit aufgeschlitzten Pulsadern gefunden wird, wird sie in die Western Hills Psychiatrie für traumatisierte Jugendliche eingewiesen.
In der Klinik befinden sich weitere sieben Jugendliche mit ähnlichen Symptomen, die den behandelnden Ärzten ein Rätsel nach dem anderen aufgeben. Die Mediziner vermuten eine Massenpsychose und schieben die Alpträume - offenbar bei allen Insassen die selben - der Beseitigung von Schuldgefühlen zu. Das macht bis zu einem gewissen Punkt Sinn, denn die Jugendlichen haben alle eine düstere Vergangenheit. Die Ärzte glauben ihnen nicht so recht, doch die Teenager haben schreckliche Angst vor ihren Träumen und einer schneidet sich sogar die Augenlieder ab, um nicht mehr schlafen zu müssen. Denn immer wenn sie einschlafen, setzen sie sich den Attacken eines grauenvoll verbrannten Mannes in einem grün-roten Pullover aus, der alles daran setzt, die jungen Menschen zu töten.
Einige Jahre sind seit dem Massaker an der Elm Street vergangen und die einzige Überlebende, Nancy Thompson (Heather Langenkamp), hat sich der Psychologie zugewandt. Im Laufe der Jahre konnte sie grosse Durchbrüche im Bereich der Traumforschung verzeichnen, wodurch sie auch Bekanntheit erlangte. Kaum startet Nancy mit der Betreuung der Teenager, stürzt sich einer der Patienten, der fürs Schlafwandeln bekannt ist, vom höchsten Turm der Klinik. Die Vorfälle häufen sich: Ein Patient nach dem anderen wird unter mysteriösen Umständen ermordet. Die Verbleibenden müssen sich zusammenschliessen, um gemeinsam gegen den Schlächter in ihren Träumen vorzugehen, denn Kristen kann andere Personen in ihren Traum hineinziehen.
Werden sie es gemeinsam schaffen, den Mörder zu stoppen, bevor er den letzen von ihnen erwischt hat?
DVD-Rating
Nach dem unbrauchbaren Freddy's Revenge - ein genauso schlechtes wie unpassendes Sequel - kehrte Freddys Schöpfer Wes Craven zum zweiten Mal zur Serie zurück und lieferte die Grundlage für eines der letzten Sequels, das noch die Qualität und die düstere, beklemmende Atmosphäre des ersten Films erreicht.
Der zweite Bonuspunkt des dritten Teils ist jener, dass Regisseur Chuck Russell alle überlebenden Personen des ersten Teils nochmals vor der Kamera vereinen konnte, um die letzten offenen Handlungsbögen abzuschliessen. So kehrt auch Heather Langenkamp als weibliche Leadfigur Nancy in die Serie zurück und stellt sich ein weiteres Mal ihrem Erzfeind. Freddy seinerseits geniesst das Quälen seiner Opfer in vollen Zügen und wird immer mehr zum Showmaster, der mit seinen One-linern immer wieder für Schmunzler sorgt. Der Cast ist insgesamt sehr gut zusammengestellt und selbst die jungen Darsteller vermögen ihre Rollen überzeugend zu spielen, obwohl sie zwischendurch hölzern wirken, was aber wenig stört.
Was vor allem stark die Handschrift von Wes Craven trägt und wohl auch von Regisseur Chuck Russell geprägt wurde, ist die dichte Story. Sie schliesst beinahe nahtlos an den ersten Teil an und bietet einen tiefen Einblick sowohl in Freddys düstere Vergangenheit, wie auch in das Konzept des Mörders in den Träumen. Dieses Konzept und wie die Teenager mit dem nächtlichen Terror umgehen und den Schlaf überleben können, wird beinahe wissenschaftlich erkundet. Obwohl das Konzept sehr theoretisch ist, bleibt es nachvollziehbar und durchaus glaubhaft. Alle Elemente, die in Dream Warrios vorgestellt werden, wurden in den späteren Sequels ausgeschlachtet, ohne viel Neues einzubringen.
Punkto Splatter und Gore hält sich der dritte Teil zurück und bietet weniger Blutorgien, dafür gut platzierte, teilweise recht intensive Szenen, die auch die Übermacht von Freddy sehr gut zeigen. Einziger Wermutstropfen ist der zwar gut gelungene, aber recht abrupte Schluss, der die Handlung abwürgt und überstürzt wirkt. Trotzdem hätte man die Freddy-Serie ohne Probleme nach dem dritten Teil abschliessen können, denn es wurde alles gesagt und auch glaubwürdig abgeschlossen.
Fazit: Dream Warriors ist mit Abstand eines der gelungensten Sequels der Nightmare On Elm Street-Reihe und vereint nicht nur den etablierten Cast des ersten Teils in sich, sondern führt auch die Story und das Szenario des Traumkillers sehr glaubhaft und schlüssig weiter. Durch die dichte und durchdachte Story ist der Streifen, trotz der recht düsteren und packenden Atmosphäre, textlastig und teilweise recht träge. Das mindert seine Qualität aber wenig und bietet einen würdigen Abschluss der originalen Freddy Mythologie. Eines der besten Sequels, welches die Nightmare-Serie hervorgebracht hat.
Die DVD ist mit einigen Interviews ausgestattet, die über die Produktionsschwierigkeiten berichten, darüber, wie der Satz "Welcome to Prime Time Bitch" entstanden ist und über die Entstehung des Scripts. Obwohl viel gesagt wird, sind die Infos recht dürftig und bieten keine Einsicht in die Produktion. Ein Trailer und ein Musikvideo runden das Bonusmaterial ab. Die Synchronisation ist zum ersten Mal einigermassen gelungen und wirkt nicht mehr so lustlos, wie in den ersten beiden Teilen.
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5.1 Sterne (14 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: Widescreen 1.85:1 / anamorph
- Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch (DD Surround)
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Musikvideo "Dream Warrior", sieben Originaldokumentationen, Trailer




