Eat the Rich (1987)
Eat the Rich (1987)
Oder: Gibt's da auch noch Nachtisch?
Alex (Alan Pellay) arbeitet als Kellner im Nobelrestaurant "Bastards". Dort, wo die Reichen dinieren und das Gefühl haben, ihnen gehöre die Welt, sind die Angestellten täglich Beleidigungen und Demütigungen ausgesetzt. Als sich Alex eines Tages zur Wehr setzt, findet er sich auf der Strasse wieder. Wütend und frustriert sammelt er eine Gruppe Gleichgesinnter um sich und macht sich auf, das Restaurant zu übernehmen. Die Reichen sollen an ihresgleichen ersticken, denn das neue Hauptmenü wird Menschenfleisch sein....
Gleichzeitig will der Generalsekretär Nosher (Nosher Powell) an die Macht kommen und seine speziellen Ansichten ins Parlament tragen. Dass er allerdings mächtige Gegner hat, zeigt die Tatsache, dass mit einem General (Dave Beard) und dem Rocker Spider ("Motörhead"-Frontmann Lemmy Kilmister) ein Duo auf ihn angesetzt wurde, das versuchen soll, den Mann am Erfolg zu hindern. Und da kommt ihnen die anarchistische Meute im neuen Restaurant unfreiwillig zu Hilfe. Denn aus dem "Bastards" wird das "Eat the Rich", wo der Name Programm ist.
DVD-Rating
Peter Richardson ist einer der vielen lustigen Engländer, der schon in jungen Jahren Comics gezeichnet und dann im Fernsehen witzige Sachen produziert hat. 1987 schrieb, produzierte und agierte er in einem Film, der heutzutage Kultcharakter erlangt hat und damals der steifen Gesellschaft fast im Hals stecken blieb. Eat the Rich ist anarchistisch, laut und obszön. Dass dabei die Qualität des Ganzen auf der Strecke bleibt, ist nebensächlich.
Natürlich ist Eat the Rich hauptsächlich ein Vorwand, um Lemmy Kilmister eine Plattform für sein beschränktes schauspielerisches Können zu geben, denn immerhin haben er und seine Band von "Motörhead" diesen Film in die Welt getragen. So wird dann auch zu jeder passenden Gelegenheit harter Rocksound gespielt, und der Soundtrack ist klar das Stärkste an dieser Produktion.
Die Story kommt nicht richtig in die Gänge, die Schauspieler sind eher peinlich als witzig, und wer ein bisschen genauer guckt, bemerkt die Gastauftritte von Paul McCartney oder "Rolling Stones"-Musiker Bill Wyman. Beides sind nette "Aha"-Effekte, bleiben aber ohne grossen Erinnerungswert. Auch Robbie Coltrane kommt ebenso wenig zum Zug wie Miranda Richardson.
Fazit: Eat the Rich ist Blödsinn, der chaotisch dargestellt und durch schlechte Darsteller unterstützt wird. Wer zudem mit der Rockmusik von "Motörhead" nichts anfangen kann, wird nach einigen Minuten eine andere Beschäftigung suchen, als diesen Film zu gucken. Verpassen tut man nicht viel, auch wenns zwischendurch makabere Situationen zu sehen gibt. Aber das reicht nicht, um aus Eat the Rich zu einem sich lohnenden Film zu machen.
Die DVD kommt in sehr schlechtem Ton daher. Die englische Fassung ist dumpf und undeutlich, während man diesen Film aber auch nicht in der deutschen Synchro gucken kann. Da zudem noch Untertitel fehlen, wird der Zuschauer auf eine harte Probe gestellt. So oder so. Die Extras drehen sich ganz und gar um die Musikgruppe, welche den Soundtrack liefert und hier in zwei Berichten vorgestellt wird. Dazu ein paar Kommentare von Lemmy Kilmister und die Trailer zum Film. That's it. En Guete.
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2.6 Sterne (7 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.12.2004
- Bildformat: 4:3
- Sprachen: Deutsch (DD 2.0); Englisch (DD 2.0)
- Untertitel: keine
- Extras: Motörhead Special; Trailers; Bildergalerie



