Angel Heart (1987)

Angel Heart (1987)

Oder: Viel Regen, viel Voodoo und ein bisschen Blut...

Angel Heart

Röbbie mal bös' und mit Bart!

Harry Angel (Mickey Rourke) ist ein schmutziger, kleiner Privatdetektiv aus Brooklyn. Von einem äusserst gut bekleideten, scheinbar wohlhabenden Typen mit dem bezeichnenden Namen Louis Cyphre (Robert DeNiro) erhält er den Auftrag, einen gewissen Johnny Favorite ausfindig zu machen. Nachdem er in seiner Heimatstadt ersten Spuren nachgeht, führt ihn Suche führt ins feuchtschwüle New Orleans, doch irgendwas stimmt nicht. Jeder Zeugen, den er befragt, erlebt den nächsten Tag nicht. Alles fauler Zauber, Voodoo oder was?


DVD-Rating

Angel Heart ist eine schwüle, düstere und recht kompromisslose Detektivstory, angesiedelt im Voodoo/Seelenverkäufer-Metier. Das Thema an sich ist so wie es Alan Parker hier zeigt, ein nicht unumstrittenes. Einige der Aussagen des Films waren für seine Zeit, 1987, recht mutig, Angel Heart machte voab grossen Wind. Nicht zuletzt traf das Lisa Bonet, die zu jener Zeit als niedliche Bill-Cosby-Show-Tochter im ganzen Land bekannt war und der man die Teilnahme an diesem makabren Film ganz und gar nicht gutheissen wollte. So wurde sie als Konsqeunez für einige Staffeln aus der Cosby-Show geschmissen. Prüde war Amerika schon damals.

Mickey Rourke war seinerzeit auf der Höhe seiner Popularität. Frisch vom Erfolg mit 9 1/2 weeks wurde er als Kassenmagnet gehandelt und besetzt. Freilich wurde auch hier für Rourke eine freizügige Bettszene eingebaut (mit der äusserst attraktiven Lisa Bonet natürlich) und sein tough guy Image, gepaart mit Loosermentalität konnte der damals knapp 30 jährge wunderbar in den Film einbringen. Gross in Form war auch Robert DeNiro, dem die Rolle des Luzifers in persona zu Teil wurde. Die spielt er genüsslich und alleine die Szene, wie er ein Ei schält, ist es wert, den Film anzuschauen.

Alan Parker hat durchaus bessere Filme gedreht, allen voran sein angesehenes Rassendrama Mississippi Burning würde ich um Weiten über seinem sonstigen Gesamtwerk einstufen. Angel Heart ist sicher ein gelungener, unterhaltsamer Film mit viel Symbolik, manchmal mit etwas zu viel Vehikel für Rourke und hie und da zu träge.

Die DVD: Das Bild der DVD ist nicht sauber. Gröbkörnigkeit und eine ausgesprochene Blassheit in den Farben (die so nicht auf des Regisseurs Mist gewachsen ist) vermiesen den optischen Genuss. Auch Probleme mit der Schärfe und Schlierenbildungen finden sich zuu Hauf. Gelungener ist der Ton, wenn auch nur in 2.0 Dolby Digital zu finden. Der synthielastige Soundtrack von Trevor Jones lässt den Film allerdings ziemlich 80er-mässig erscheinen. Die Extras sind wirklich recht massig vorhanden, wobei nicht ales Gold ist was da so glänzt. Einiges über die Voodoo-Thematik ist zwar interessant, läuft sich aber mit der Zeit doch tot, auch weil die Aufsplittung in diverse Teile Wiederholungen mit sich bringt. Für Fans des Films okay, für andere Filmfreaks eher von mässigem Interesse.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

28.03.2006 / pb

Community:

Bewertung: 4.6 (22 Bewertungen)

 

 

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