Aliens (1986)
Aliens - Die Rückkehr
Aliens (1986) Aliens - Die Rückkehr
Oder: This Time it's War
Jahre nach der ersten Begegnung mit dem Alien befindet sich Ellen Ripley (Sigourney Weaver) wieder auf der Erde. Mit Entsetzen erfährt sie von der zwischenzeitlichen Besiedlung des Planeten, auf dem die ersten Eier der bösartigen Ausserirdischen entdeckt wurden. Nach eine länger andauernden Funkstille zwischen der Erde und den Siedlern auf Planet LV-426, beschliesst man einen Zug amerikanischer Marines zwecks Lageanalyse zu entsenden.
Ripley begleitet die Truppe in einer Beraterfunktion. Bei der Ankunft erweist sich der Planet als menschenleer. Bald schon muss sich auch Ripley mit der Ausbildung am schweren Geschütz befassen, um gegen ganze Heerscharen von Aliens ankämpfen zu können. Dieses Mal nicht nur gegen Exemplare der Gattung Krieger, sondern auch gegen eine eierlegende Königin...
DVD-Rating
Wie Ridley Scott im ersten Teil, wurde die Arbeit für Aliens wiederum einem hoffnungsvollen Jungregisseur überlassen. James Cameron machte sich gerade mit The Terminator einen Namen, nachdem er sich bei Roger Corman die Sporen abverdient hatte. Für den zweiten Teil wollte Cameron, der auch als Drehbuchautor fungierte, die Geschichte erweitern und der verbesserten Tricktechnik Tribut zollen. Beides ist ihm gelungen, indem er die beiden gegeneinander antretenden Seiten, Mensch vs. Alien, entscheidend aufwertete.
Natürlich muss die stärkste Armee der Welt ihre besten Leute in den Kampf schicken, wenn es gegen einen Feind dieses Kalibers geht. Die amerikanischen Marines in Aliens sind denn auch richtige Kampfsäue. Allen voran die Soldatin Vasquez, die Mutter aller Machas. Die Einbindung dieses martialischen Elements macht das Sequel actionreicher als sein Vorgänger. Die Stimmung ist immer noch klaustrophobisch, weil die Darsteller sich auch jetzt wieder mit den Kontrahenten auf kleinstem Raum bewegen müssen. Da sich Cameron aber Anleihen aus dem Kriegsfilm holt, funktioniert der Film auch als actiongeladene Achterbahnfahrt. Ripley bleibt davon nicht verschont und übt schon bald mit Flammenwerfer und Maschinengewehr umzugehen.
Was die menschliche Spezies macht, können die Aliens schon lange. Auch sie treten nun in verstärkter Formation an. Die Aliens vermehren sich nach der Art der Bienen, mit Arbeitern und einer Königin. Neben den drei Lebensphasen der Kriegeralien, die man schon aus dem ersten Teil kennt, kommt nun noch eine ausgewachsene Königin zum Zug, die um einiges grösser als ihre männlichen Artgenossen ist. Und natürlich kommt es zum finalen Kampf Frau gegen Frau zwischen dieser Riesenbitch und Ripley. Wobei Ripley auch ihr Trauma überwinden kann, das sie in ihren allnächtlichen Albträumen plagt. Ganz nebenbei rehabilitiert Cameron auch noch die Androiden, an denen im ersten Teil gar kein gutes Haar gelassen wurde und sorgt so für eine weitere spannungsgeladene Szene.
Es ist bekannt, dass Cameron ein Faible für starke Frauenfiguren hat. Sarah Conner aus T2 und Rose aus Titanic zeugen davon. Es verwundert daher nicht, dass er von der Figur der Ripley fasziniert ist. Cameron verleiht der Figur weitere Tiefe, indem er ihre Mutterinstinkte verstärkt. Die im Kino gezeigte kürzere Fassung des Film verschweigt eine Tochter, die die Rückkehr Ripleys zur Erde nicht mehr miterleben konnte. Newt, das von den Aliens zur Waise gemachte Findelkind, kommt ihr gelegen, um ihre Mutterliebe auszuleben. Der "Director's Cut", den Cameron schon 1986 in die Kinos gebracht hätte, verstärkt den Aspekt der Mutterliebe der Figur Ripley mit weiteren Szenen während ihrer Zeit auf der Erde noch mehr. Die Alien Quadrilogie erlaubt zum ersten Mal den direkten Vergleich der beiden Versionen.
Eine genauen Überblick der beiden Fassungen bietet die im deutschen Sprachraum in diesen Dingen führende Webseite www.schnittberichte.com.
Aliens gehört mit Sicherheit zu den besten Sequels der Filmgeschichte. Ein Film, der es schafft die Stimmung des ersten Teiles zu wiederholen und in eine neue Dimension zu bringen. Dass der Film auch für sich alleine bestehen kann, macht ihn noch besser.
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5.3 Sterne (97 Bewertungen) | 11 Kommentare
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 29.04.2004
- Bildformat: 1,85:1 (anamorphic Widescreen)
- Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1
- Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
- Extras: Audiokommentare, mehrstündiges Making-of, Deleted Scenes


