9½ Weeks (1986)
9½ Wochen
9½ Weeks (1986) 9½ Wochen
Oder: Knutschen bei vollem Kühlschrank
Elizabeth (Kim Basinger) arbeitet in einer Kunstgalerie und ist seit längerem auf der Suche nach dem richtigen Mann. Bislang hat's nicht hingehauen, und irgendwie macht es nicht den Eindruck, als ob die Dame demnächst ihren "Mister Perfect" finden würde. Bis ihr eines Tages der schöne John (Mickey Rourke) über den Weg läuft. Die Intensität der Blicke, die physische Anziehung, da kann keiner widerstehen. Die beiden verknallen sich auf den ersten Blick, und die so unterschiedlichen Menschen werden ein Paar.
Nach den ersten Treffen folgt der erste Sex. Und der hat es in sich. Die körperliche Attraktivität der beiden zueinander wird zur Sucht, und die Liebesspiele werden immer ausgefallener. Normaler Matratzensport ist zu einfach, und so muss auch mal der Inhalt des Kühlschranks dran glauben, damit sich die beiden verwöhnen können. Elizabeth wird ihrem Freund immer höriger und muss bald merken, dass sie sich in einer Situation befindet, aus der ein einfacher Ausstieg nicht mehr möglich ist.
DVD-Rating
1986 war Kim Basinger zwar eine bekannte TV-Darstellerin, aber auf der grossen Leinwand hatte sie, ausser der Rolle als Betthäschen in Never say Never again, nicht viel zu bieten. Gleiches galt für Mickey Rourke, der damals noch ein schönes und unverbo(to)xtes Gesicht hatte. Als Regisseur Adrian Lyne (Fatal Attraction) damals aber Darsteller für sein Erotik-Drama 9½ Weeks suchte, sollte für beide Jungstars die Tür nach Hollywood weit aufgehen.
Ehrlich gesagt: Der Film würde sich nicht wirklich lohnen, wenn das Duo Basinger/Rourke sich nicht an die Wäsche gehen würde. Die Geschichte startet wie gewohnt, indem sich zwei Menschen treffen. Während in 90 Prozent der normalen romantischen Filme danach das Gefühlschaos losgeht, wird in 9½ Weeks auf die Kombination Erotik und Musik gesetzt. So wird "You can Leave your Hat on" von Joe Cocker spätestens beim Abspann zum Mitsummtitel, und die Szenen vor dem Kühlschrank wurden ja bekanntlich in Hot Shots herrlich parodiert.
Darstellerisch setzt man ebenfalls nicht auf Qualität, sondern eher auf Optik. Kim Basinger ist jung, knackig und verführerisch, besonders wenn sie in Unterwäsche tanzt. Ihr Kollege Mickey Rourke kommt ebenfalls attraktiv daher und hat halt schon so gar nichts mit dem Kerl aus The Expendables gemeinsam. Was Schönheitswahn und Boxkämpfe nicht alles verhunzen können.
Fazit: Nein, 9½ Weeks ist kein guter oder spannender Film. Er lebt von der Erotik der beiden Darsteller sowie der Verschmelzung von Musik und Bild. Lässt man das jedoch weg, bleibt eine simple Geschichte, die man immer wieder sieht und die mit der Zeit recht langweilig ist. Aber einen solchen Film guckt man ja auch nicht der Geschichte wegen, oder?
Die vorliegende DVD hätte dringend eine technische Überarbeitung verdient. So wird uns ein typisches Achtzigerjahre-Bild präsentiert, das vielfach mit Weichzeichner arbeitet und mittendrin auch mal recht fleckig ist. Tontechnisch wird recht dumpfes 2.0 Digital geboten, welches das Alter des Films nicht verbergen kann. Als Bonusmaterial gibt's leider nur den Kinotrailer.
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3.6 Sterne (10 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 06.09.2001
- Bildformat: 1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (2.0 Stereo); Englisch (DD 2.0); Spanisch (2.0 Stereo)
- Untertitel: Englisch; Spanisch; Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Trailer



