A Nightmare On Elm Street Part 2: Freddy's Revenge (1985)
Nightmare 2 - Die Rache
A Nightmare On Elm Street Part 2: Freddy's Revenge (1985) Nightmare 2 - Die Rache
Oder: Playtime!
Jesse (Mark Patton) zieht mit seiner Familie in das Haus 1428 an der Elm Street, das schon seit einer längerer Zeit leer gestanden hat. Die Familie hat keine Ahnung von der dunklen Vergangenheit des Hauses und denkt sich auch nicht viel dabei, dass Jesse Nacht für Nacht von schrecklichen Albträumen geplagt wird und jeden Morgen schreiend aufwacht. Jesse seinerseits versucht sich in der Schule einzugliedern und erlebt nicht gerade die angenehmste Zeit. Er wird von seinen Mitschülern, wie auch von seinem Trainer schikaniert. Lisa Webber (Kim Myers), welche er jeden Morgen in die Schule fährt, ist da noch eine der wenigen Lichtblicke.
Jesse's Alpträume werden immer intensiver und plötzlich taucht darin ein schrecklich verbrannter Mann auf, der in einem rot-grünen Pullover und mit einem Hut herumläuft und Jesse auffordert, für ihn zu töten. Anfänglich wehrt sich Jesse mit allen Kräften, doch langsam verschmilzt die Realität mit der Traumwelt und sein Widerstand schrumpft. Inzwischen hat sich Jesse enger mit Lisa Webber angefreundet, die ihm auch helfen will. Lisa beginnt mit Hilfe von Nancy's Tagebuch, das sie beim Aufräumen gefunden hat, Nachforschungen darüber anzustellen, was sich genau hinter den wüsten Träumen verbirgt.
Während Lisa langsam einem Kindermörder Namens Freddy Krueger (Robert Englund) auf die Spur kommt, wird die erste Leiche gefunden. Der Baseballtrainer wurde in der Dusche regelrecht aufgeschlitzt. Jesse versteht die Welt nicht mehr, was geschieht mit ihm, hat er den Trainer umgebracht? Bald wird er sich gegen Freddys Attacken nicht mehr wehren können, dann wird Lisa die einzige sein, die ihn noch retten kann....
DVD-Rating
Nachdem Wes Craven sich selber und auch dem Horrorgenre mit Nightmare on Elm Street ein Monument gesetzt hat, hat New Line Cinema Blut geleckt und erkannt, dass sich das damals noch kleine Filmunternehmen durchaus mit dem Horror-Genre über Wasser halten kann. Also beauftragte man David Chaskin, der seither nichts Nennenswertes mehr geschaffen hat, ein Script zu schreiben. Wes Craven wollte allerdings nichts mehr damit zu tun haben und überliess es Jack Sholder aus dem Script das beste herauszuholen. Das Resultat entwickelte sich jedoch zum Tiefpunkt der Serie.
Warum Tiefpunkt? Aus dem simplen Grund, weil er als Sequel zu Nightmare on Elm Street gelten will und gleichzeitig jede Regel und alles, was im ersten Teil etabliert wurde, mit Füssen tritt. So haben sie für diesen Teil nicht nur eine männliche Lead-Figur, sondern auch ein völlig neues Szenario, welches vorsieht, dass Freddy in die echte Welt kommen WILL und jemanden braucht, der für ihn mordet. So folgen wir dem ebenso blassen wie auch langweiligen Jesse (Mark Patton), der immer mehr Freddy verfällt. Dies führt auch dazu, dass immer mehr wahllos Traum und Realität ineinander übergehen, bis man keine Ahnung mehr hat, was jetzt echt ist und was nicht. Bald hat man das Gefühl, als ob die Traumsequenzen nur eingebaut wurden, um wieder einen der schlechten Gore-Effekte zeigen zu können.
Die Qualitäten "Grusel", "Bodycout", "Spannung" und "Atmosphäre", welche zu einem grossen Teil die Qualität eines Horrorfilmes bestimmen, sind beim zweiten Teil der Freddy-Saga sehr niedrig. Trotz einiger düsterer Szenen und zwei, drei ganz coolen Gore-Szenen bietet er wenig und vor allem in Sachen Spannung und Atmosphäre sinkt er völlig ab. Die Mordszenen sind lasch und einfallslos und lange nicht so visuell genial wie im ersten.
Wie auch in den anderen Sequels werden wieder ein paar Informationen über Freddy Kruegers Vergangenheit erzählt, was letztendlich noch das Interessanteste am Film ist, denn das Szenario, welches vorsieht, dass Freddy Jesse's Körper übernimmt, funktioniert überhaupt nicht und wird spätestens dann lächerlich, wenn Freddy als Partycrasher eingesetzt wird und dort sinnlos Teenies abschlachtet. Wo ist der sadistische Freddy geblieben, der in Teil eins vorgestellt wurde? So plätschert Freddy's Revenge spannungslos dahin, bis er in einem Finale endet, welches langweiliger nicht sein könnte.
Fazit: Eines der schlechtesten Sequels, das so gut wie nichts mit dem ursprünglichen Konzept zu tun hat, Freddy zu einem simplen 08/15 Teeniekiller demontiert und über weite Strecken weder eine Spannung aufbauen noch eine wirklich interessante Story erzählen kann. Die Hauptdarsteller erwecken weder Mitgefühl noch irgendwelche Sympathien, was dem Film noch die letzen Pluspunkte raubt. Meine Empfehlung: Finger weg!
Die DVD bietet im Film gute Bild- und Tonqualität, wirkt aber, wie es immer so ist, in der deutschen Synchronisation arg lustlos und ist vor allem bei Freddy Krueger unbeeindruckend bis lächerlich geraten. Daher empfehle ich auch hier, unbedingt die englische Version anschauen. Das Bonusmaterial bietet umfassende Interviews mit den Personen in den Schlüsselpositionen der Produktion und der Umsetzung. Allerdings gibt es keine Einsicht in die eigentlichen Dreharbeiten. Ansonsten rundet ein Trailer das Bonusmaterial ab und liefert insgesamt eine ordentliche DVD
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2.3 Sterne (18 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: 1.85:1 (Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (Digital Surround), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Dokumentation "Helden und Schurken", Dokumentation "Psycho Sexual Circus", Dokumentation "Psycho Sexual Circus", Dokumentation "Freddy auf der 8th Avenue", Trailer



