Legend (1985)
Legende
Legend (1985) Legende
Oder: Scientology im Märchenwald
Das "Böse" will die Herrschaft über die Welt erklimmen. In Form des Herrn der Dunkelheit (Tim Curry - fast nicht zu erkennen) will es Schatten über die Wesen der fantastischen Welt bringen. Dazu müssen aber die Hörner der letzten Einhörner zerbrochen werden. Und aus diesem Grund schickt der Meister seine Kobolde und Goblins aus, diesen Auftrag zu erledigen.
Gleichzeitig streift Prinzessin Lilly (Mia Sara) durch den Zauberwald und sucht nach Jack (Tom Cruise). Er ist ein Waldläufer. Ein Einsiedler. Einer, der mit den Tieren zu sprechen vermag. Mit ihm verbindet Lilly eine starke, aber unschuldige, Liebe, die noch zum zentralen Thema werden wird.
Als Jack seiner Freundin etwas "Neues" zeigen will, kommt die Sache ins Rollen. Denn Lilly kann sich beim Anblick der herrlichen Einhörner nicht beherrschen und berührt diese Wesen, was sie selber zum Ziel des Bösen macht. Sie wird entführt, einem Einhorn das Horn abgeschlagen und die Welt, so wie Jack sie kennt und liebt, gerät aus dem Gleichgewicht.
Es beginnt zu schneien und Jacks Suche nach seiner Prinzessin bekommt ungeahnte Unterstützung. Der Waldmagier Gump (David Bennent) und seine lustige, aber herzensgute Truppe von Zwergen, sowie eine Elfe, schliessen sich Jacks Suche an, die sie bald mal in die Tiefen der Burg des Bösen führt. Dort, zwischen all den schrecklichen Gestalten und dunklen Gängen wird sich entscheiden, welche Seite schlussendlich das bessere Ende für sich behalten kann.
DVD-Rating
Ridley Scott ist ein bekannter Regisseur und Produzent. Aus seinen Händen kamen Filme wie Gladiator, Black Rain oder auch American Gangster. Der Mann hat sich einen guten Ruf erarbeitet und steht inzwischen für (meistens) qualitativ hochstehendes und interessantes Kino. 1985 war das auch schon der Fall. Zwar hatte er damals bereits Alien auf die Leinwand gebracht und der Blade Runner war auch noch in den Köpfen der Menschen, da präsentierte der Mann einen jungen Schauspieler, der mit Risky Business grad angesagt war. Einen blutjungen und für seinen Bekanntheitsgrad kämpfenden Mann mit dem fetzigen Namen Tom Cruise.
Legend hiess das Märchen, das die Geschichte eines jungen Waldläufers erzählt, der auf der Suche nach seiner grossen Liebe sich im wahrsten Sinne mit dem Teufel anlegen muss. In einer fantastisch-kitschigen Welt machte sich ein langhaariger Tom Cruise auf, Mia Sara (Timecop, Ferris Buellers Day Off) aus den Fängen von Tim Curry zu retten, der unter roter Farbe und mit mächtigen Hörner zu Unkenntlichkeit geschminkt wurde.
Unterstützung bekam unser Held von Waldmenschen, die vom kleinwüchsigen David Bennent (Die Blechtrommel) angeführt wurden und die aussahen, als seien sie direkt aus dem Atelier von Jim Henson ausgebrochen. Dazu kamen wunderbare Einhörner, eine sehr kitschige Kulisse (es schneit viel, manchmal durch Blätter und Blüten und natürlich auch durch Kunstschnee) und ein schöner Showdown in der dunklen und gfürchigen Burg des Bösewichts.
Man kann viel über Legend sagen, aber langweilig ist das Teil sicher nicht. Auch wenn der Film einige Minuten braucht, um in Fahrt zu kommen und der Kitsch doch ein bisschen penetrant zelebriert wird, so macht vor allem der junge Tom Cruise eine überzeugende Figur. Und auch Tim Curry darf einmal mehr so richtig böse sein. Und das kann er ja bekanntlich am besten.
Fazit: Legend ist natürlich kein Vergleich zu den aktuellen und bombastisch angelegten Fantasyfilmen. Dafür punktet er mit guten Schauspielern, schönen Bilder und lustigen Kreaturen, die mit dem abgebrochenen Horn des Einhorn so manchen Schabernack anstellen. Das überbrückt dann auch die einzelnen Hänger in der Geschichte, der man ihr Alter schon anmerkt. Die Erzähltstruktur hat sich in den letzten Jahren halt geändert. Vor allem im Bezug auf Fantasy- und Märchenfilme.
Als Extra auf der vorliegenden DVD ist leider nur der Trailer zum Film abrufbar. Es werden zwar verschiedene Audioversionen geliefert, jedoch kann keine so richtig überzeugen. Dafür ist die Ausstattung zuwenig Up-to-Date. Auch das Bild ist Gewöhnungssache, schleichen sich doch regelmässig Unklarheiten und kleinere Schmierereien auf den Bildschirm.
![]()
3.6 Sterne (9 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.05.2002
- Bildformat: 1.33:1 (4:3)
- Sprachen: Englisch (Stereo 2.0), Deutsch (Stereo Surround), Spanisch (Stereo Surround)
- Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Trailer



