Friday the 13th: A New Beginning (1985)

Freitag, der 13. Teil 5 - Ein neuer Anfang

Friday the 13th: A New Beginning (1985) Freitag, der 13. Teil 5 - Ein neuer Anfang

Oder: Was hat ein Sequel mit einer Serie zu tun?

Friday the 13th: A New Beginning

Das Fleisch fürs Grillfest ist angekommen.

Der inzwischen zum Teenager gewachsene Tommy Jarvis (John Shepherd) hat seinen Kampf als 12-Jähriger gegen den Killer Jason Vorhees immer noch nicht verarbeitet. Seit dem Vorfall wurde er in unzählige psychiatrische Kliniken eingewiesen. Dabei haben die Drogenbehandlungen nicht nur positive Veränderungen bewirkt. Die Drogen haben irreparable Schäden hinterlassen und es ist ein Wunder, dass er überhaupt noch sprechen kann. In diesem Zustand und mit vielen Wahnvorstellungen über Jason im Gepäck, wird Tommy in eine Anstalt eingeliefert, wo er für den Wiedereintritt in die Gesellschaft vorbereitet werden soll.

Dies geht gut, bis einer der Insassen den anderen beim Holzhacken brutal zerstückelt. Ab da scheint auf dem sonst so friedlichen Hof, wo Tommy und die anderen einquartiert sind, nichts mehr so zu sein, wie es einmal war. Plötzlich geschehen rund um die Irrenanstalt grässliche Morde. Tommy glaubt immer wie mehr, dass Jason ihn endgültig eingeholt hat, um Rache zu nehmen. Wird der gnadenlose Killer mit der Hockeymaske diesmal zu stoppen sein?


DVD-Rating

Nachdem die Saga um den Camp Crystal Lake-Killer nach The Final Friday eigentlich abgeschlossen war, beschloss Paramount, die Serie weiterzuschleppen und lieferte mit Teil 5 den sinnlosesten Beitrag, sowie auch die grösste Verarschung der Fans ab.

Nachdem in den bisherigen Teilen kaum eine Figur zweimal gegen Jason antrat, nimmt diesmal Tommy Jarvis - der bereits als 12-Jähriger in The Final Friday dabei war - nochmals den Kampf gegen den Serienkiller auf. In A New Beginning wird auch gleichzeitig ein komplett neues Kapitel in der Saga gestartet, in der Jason vom ursprünglich lebenden Killer über die kommenden Filme mehr und mehr zum unaufhaltsamen, übernatürlichen Zombie mutiert. Dabei sollte Tommy wärend des Übergangs der rote Faden sein, doch sein Zustand nach den vielen Dogenbehandlungen macht ihn zu einer völlig unbrauchbaren Leadfigur: Was bringt schon ein komischer Kauz, der sich nur mit seinem nicht vorhandenen Schauspieltalent ausdrücken soll und sonst keinen Satz auf die Reihe kriegt? Die anderen Mitbewohner des Irrenhauses hinterlassen ebenfalls keinen besseren Eindruck und schon kurz nach Beginn sehnt man sich einen Jason herbei, der kräftig aufräumt.

Die Handlung selber beginnt sehr gemütlich. Gemächlich fährt Tommy in der neue Anstalt ein, gemächlich werden die neuen Opfer - sorry - Protagonisten vorgestellt und noch gemächlicher *schnarch* kommt es schliesslich zum ersten Mord. Ab da beginnt sich das Mordlotto zu drehen. Sinnloser den je, werden kurzerhand irgendwelche Figuren, die man vorher noch nie gesehen hat, in die Story geschrieben und anschliessend kreativ umgebracht. Mehr Opfer sollen ja bekanntlich die Spannung erhöhen. Fehlanzeige. Die in wenigen Sekunden vorgestellten Opfer interessieren den Zuschauer überhaupt nicht, und so schlägt man sich mit langweiligen und ruck zuck abgefertigten Fliessband-Kills, nicht vorhandener Spannung und grottigen Dialogen herum. Kostprobe gefällig? "Fuck him", "Fuck you.", "Exactly. Fuck me. Come on!" Traumhaft nicht?

Die Handlung lässt während der ganzen Laufzeit keine Horrorklischees aus und fackelt vom Auto, das nicht startet bis hin zu Regen und Gewitter alles ab, was man erwartet. Ja, A New Beginning schlägt seine Vorgänger - aber nicht in Qualität sondern in der Anzahl Klischees und in Sachen Logiklöcher und Dämlichkeit: Wie kommt es zum Beispiel, dass Tommy - der brutal seine Mitinsassen wegen einem schlechten Witz zusammenprügelt - in eine Anstalt mit minimalsten Sicherheitsvorkehrungen kommt?

Fazit: A New Beginning ist von der Story her, der Handlung wie auch von den Figuren und den Schauspielern unter aller Sau. Einen Sinn sucht man definitiv vergebens. Obwohl Tommy eigentlich der rote Faden wäre, versagt er kläglich und ist als Leadfigur schlichtweg nicht zu gebrauchen. Bis auf wenige gelungene Momente herrscht allgemeiner öder Leerlauf, der mit unspektakulären Fliessbandkills gefüllt wurde. Der "überraschende" Schlusstwist macht schliesslich die Katastrophe perfekt.

Die DVD bietet wenigstens den Film zum ersten Mal, seit Paramount übernommen hat, in einer Qualität, die man auch anschauen kann. Der Ton bleibt weiterhin eine Katastrophe. Das Bonusmaterial besteht immer noch nur aus einem kümmerlichen Trailer.

1.9 Sterne 0.6 Sterne
1.9 Sterne (13 Bewertungen) | 2 Kommentare

11
02.02.2008 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 13.03.2002

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1 Anamorph
  • Sprachen: English: Dolby Digital 1.0 (Mono), Français: Dolby Digital 1.0 (Mono), Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Italiano: Dolby Digital 1.0 (Mono), Español: Dolby Digital 1.0 (Mono)
  • Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Hebräisch, Griechisch, Holländisch, Isländishc, Italienisch, Kroatisch, Nrowegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
  • Extras: Kinotrailer