Commando (1985)

Das Phantom Kommando

Commando (1985) Das Phantom Kommando

Oder: You're a funny man, I like you. That's why I'm going to kill you last.

Commando

Schau mal, laut der Anleitung müssen wir nur hier drücken...

John Matrix (Arnold Schwarzenegger) hat sich schon länger aus dem aktiven Dienst in einer Elitetruppe des Militärs zurückgezogen und versucht, mit seiner Tochter in einem Haus irgendwo in den Bergen ein normales Leben zu führen. Doch jetzt holt ihn seine Vergangenheit wieder ein. Ein unbekannter Attentäter metzelt sich durch die Mitglieder seiner alten Einheit, die inzwischen mit neuer Identität ein normales Leben als Zivilisten geführt haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie John aufspührten, und deshalb gibt ihm sein ehemaliger kommandierender General, Franklin Kirby, zwei Soldaten als Bodyguards.

Commando

Was ist das? Mein Zahnstocher!

Dies nützt allerdings wenig. Kaum ist Kirby wieder abgeflogen, wird Johns Haus von fremden Soldaten attakiert und seine Tochter wird entführt. Nach einer wilden Verfolgungsjagd wird John überrumpelt und erhält später vom eigentlichen Drahtzieher seinen Auftrag: Er soll den Präsidenten von Val Verde umbringen, dem er ursprünglich geholfen hat, das Amt zu erreichen. Nur wenn er dies tut, erhält er seine Tochter zurück. Widerwillig akzeptiert John den Auftrag, doch kaum befindet er sich auf dem Flugzeug Richtung Val Verde setzt er sich ab und muss jetzt innerhalb elf Stunden seine Tochter finden. Ein gnadenloser Kampf gegen die Zeit beginnt...


DVD-Rating

Nachdem Arnold Schwarzenegger mit The Terminator bereits Weltruhm erreichte, machte er mit Red Sonja noch einen letzten Ausflug in die Gefilde von Conan der Barbar, nur um dann mit Commando definitiv in die Action-Schiene umzuwechseln. Commando war zudem das erste Mal, wo Schwarzeneggers Name gross auf dem Poster stand und enthielt zudem viele Elemente, die seine künftigen Rollen prägen sollten. In den Kinos kam die Mischung aus unaufhaltsamer Kampfmaschine, köstlichen One-Linern sowie Bombastaction sehr gut an, und Commando wurde ein Erfolg.

Ob jetzt erfolgreich an den Kinokassen oder nicht, Commando ist klar ein Actionfilm aus den 80er und somit etwa qualitativ mit den Filmen zu vergleichen, welche heute mit Schauspielern wie Steven Seagal direkt fürs DVD-Regal produziert werden. Dennoch, gerade weil Commando aus der Zeit kommt, verzeiht man ihm auch viele dieser üblichen B-Movie Fehler und findet die durchwegs gleich klingenden Knarren, die Endlosmagazine sowie die nicht existierende Story wieder sympathisch. Allerdings muss man, um seinen Spass zu haben, nicht allzuviel Toleranz aufbringen, denn Commando ist eine sehr kurzweilige Achterbahnfart, welche nur die ersten zehn Minuten benötigt um das bisschen Hintergrundstory zu erzählen, und bietet dann bis zum Finale nonstop Action.

Auch wenn Commando klar einer der vielen Trashfilme seiner Zeit ist, dank Schwarzenegger kann er sich aus der Masse herausheben, denn der gebürtige Österreicher dominiert die Leinwand vom ersten Moment an und prägt den Film mit seinem ganz eigenen Charme. Ihm nimmt man den Elitekämpfer ab und wenn er wieder einen der Gangster mit einem trockenen Spruch abfertigt, stören einige der übertriebenen Sequenzen kaum noch. Sein obligatorischer Side-Kick Cindy (Rae Dawn Chong), bringt das weibliche Element in die Handlung und pendelt zwischen Nervensäge und völlig überforderte, sympathische Teilnehmerin mitten in einem überbrutalen Racheplan. Der Rest des Casts ist aber die übliche Auswahl aus mässigen B-Movie-Schauspielern, welche kaum mehr als solide bis peinliche Routine liefern.

Fazit: Commando ist klar ein Film seiner Epoche und hat sicher seinen Beitrag zu Schwarzeneggers Erfolg beigesteuert. Kurzweilige, trashige Testosteron-Action mit dem scheuen Hauch einer Story, die sich keine Minute Verschnaufspause gönnt und bis zum Bombastfinale mit lockeren Sprüchen und viel Explosionen bei Laune hält.

Die DVD passt sich dem Film an und liefert kaum mehr als Durchschnitt ab: Körniges, unscharfes Bild, welches aber noch so gut ist, dass es den Filmgenuss nicht stört. Der Sound hingegen ist eine Symphonie aus dumpfen Soundeffekten, welche primär aus der Center-Boxe gurgeln. Aber mehr hat man auch nicht erwartet. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf einen Trailer, auch da keine Überraschung.

3.0 Sterne 2.2 Sterne
3.0 Sterne (18 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.53.5
29.12.2008 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.01.2001

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1
  • Sprachen: Englisch (DD 2.0); Deutsch (DD 2.0); Spanisch (DD 2.0)
  • Untertitel: Englisch, Spanisch, Deutsch für Hörgeschädigte
  • Extras: Trailer