Supergirl (1984)

Supergirl (1984)

Oder: Blond fliegt gut

Neiiin! Supermaaaan!

Neiiin! Supermaaaan!

Auf Krypton lebt Kal-Els Cousine Kara (Helen Slater), die mit ihrem Mentor Zaltar (Peter O'Toole) gerade ein Ding in den Händen hält, das man Omegahedron nennt. Dass diese Kraftquelle allerdings kein Spielzeug ist, merkt Kara, als sie das Teil verliert und ihre Heimat somit in den Untergang stürzt. Sie will den Kristall wieder haben und folgt ihm auf die Erde.

Dort macht sie eine erstaunliche Entdeckung: Sie hat Superkräfte. Und genau die will sie nun brauchen, um die verlorene Energiequelle zu suchen und nebenbei auch noch den armen Menschen zu helfen, die sich durch den gefährlichen Alltag kämpfen müssen. Bald schon hat Kara herausgefunden, wo der Omegahedron ist. Nämlich im Besitz der Hexe Selena (Faye Dunaway), die mit dessen willkommener Hilfe nun angefangen hat, ihre Magie zu verstärken und Unheil zu verbreiten.

Im Kampf gegen die Windmaschine

Im Kampf gegen die Windmaschine

Kara/Supergirl nimmt die Identität von Linda Lee an, macht sich mit den Gepflogenheiten dieses Planeten vertraut, lernt das Küssen und macht sich mit der Unterstützung ihrer Verbündeten auf in die finale Schlacht gegen die böse Hexe. Die hat nämlich nicht nur die Herrschaft über die Welt im Sinn, sondern auch ein Auge auf den jungen Herrn geworfen, der sein Herz der schüchternen Linda Lee geschenkt hat. Und das hätte sie nunmal nicht tun dürfen...


DVD-Rating

Nachdem mit Superman bereits der bekannteste Bewohner von Krypton eine Filmreihe organisiert bekam, die ein paar mehr oder weniger gute Fortsetzungen nach sich zog, wurde auch seine Cousine auf die Leinwand gelassen. Unter dem Namen Supergirl kam 1984 Frauenpower in die Kinos, blieb aber an den Kinokassen leider hinter den Erwartungen zurück. Der Mann mit Schmalzlocke blieb die Nummer Eins von Krypton.

Natürlich erinnert die Stoy von Supergirl an diejenige des grossen Cousins. Eine Kryptonierin kommt auf die Erde, entdeckt ihre Kräfte und menschliche Gefühle und muss gegen einen Gegner antreten, der (oder die) ihr während des ganzen Films die Show stiehlt. Denn das "Duell" zwischen der jungen Helen Slater und der herrlich bösen Faye Dunaway endet zwar auf dem Bildschirm mit einem Sieg der Guten, wobei in Sachen Unterhaltung die Dunaway halt schon klar dominiert.

Am Rand dieses Zweikampfes mischen auch noch Peter O'Toole (Lawrence of Arabia) und Mia Farrow (Rosemary's Baby) mit und verleihen dem bunten Comicfilm etwas Dramatik und Gefühl. Auch an den Link zu Superman wurde gedacht, so mischelt auch hier der Fotograf Jimmy Olsen kräftig mit.

Fazit: Supergirl ist ein typischer Comicfilm aus den 80ern und widerspiegelt die glänzende, aber recht langweilige Welt von DC wieder, die mit wenigen Ausnahmen auch heute noch damit zu kämpfen hat, dass ihre Filme nicht mit der Konkurrenz mithalten können. Eine recht lahme Story, viel Weichzeichner und kämpfende Frauen machen aus diesem Film leider nichts, was irgendwie gross in Erinnerung bleiben könnte.

Ausser dem informativen Audiokommentar hat die DVD von Supergirl leider keine Extras zu bieten. Der macht zwar Spass und bringt einige Infos mit, aber ein bisschen mehr Bildmaterial zur Umsetzung vom Comic zum Film wären nett gewesen. Aber für mehr Infos muss man hier zur "Limited Edition" greifen. Dort dürfte auch der Ton ein bisschen besser abgemischt sein, und der angesprochene Weichzeichner geht hier mit der Zeit recht auf den Keks.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

17.10.2009 / muri

Community:

Bewertung: 2.9 (8 Bewertungen)

 

 

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