A Nightmare on Elm Street (1984)
Nightmare - Mörderische Träume
A Nightmare on Elm Street (1984) Nightmare - Mörderische Träume
Oder: Kräuseln mal ganz anders
Alles beginnt ganz harmlos mit einem Alptraum, den jeder einmal haben kann. Dieser ist jedoch anders: Als Tina (Amanda Wyss) am Morgen aufwacht, findet sie ihr Nachthemd aufgeschlitzt. Als sie sich bei ihren Freunden erkundigt, stellt sich heraus, dass alle vom gleichen Monster geträumt haben. Einem Mann in rot-grünem Pullover, fürchterlich verbrannt und mit messerscharfen Rasierklingen als Finger, mit denen er markerschütternde Geräusche macht.
Sie denken sich allerdings nicht viel dabei und versammeln sich bei Tina zuhause, da sie Angst hat alleine einzuschlafen. Anfänglich läuft alles gut, doch dann geschieht das Unfassbare: Sie wird brutal ermordet und regelrecht zerfetzt. Der Verdacht fällt auf Tina's Freund, der noch in derselben Nacht vorbeikam. Nancy (Heather Langenkamp) glaubt allerdings an seine Unschuld, doch sie kann niemanden davon überzeugen, dass etwas anderes ihre Freundin ermordet hat.
Der Alptraum lässt Nancy allerdings nicht los, und schon als sie das nächste Mal einschläft, ist der Mann wieder hinter ihr her. Er terrorisiert sie nicht nur mit fürchterlichen Bildern ihrer verstorbenen Freundin, sondern jagt sie auch durch einen düsteren, alten Boilerraum, wo sie die sterblichen Überreste seiner anderen Opfer findet. Nur mit Mühe kann sie seinen Attacken entgehen und rettet sich in die Wirklichkeit zurück. Doch Fred Kruger, wie der Kindermörder wirklich heisst, wartet nur darauf, dass sie wieder einschläft, damit er sie in Stücke zu schneiden kann.
Für Nancy beginnt ein Tagtraum, der nahtlos mit dem immer lauernden Alpraum verschmilzt, der weder ihr noch ihren Freuden gegenüber irgendwelche Gnade zeigt. Wird sie es rechtzeitig schaffen, den Mörder zu stoppen, bevor er alles zerfetzt, was ihr lieb und teuer ist....
DVD-Rating
Nightmare on Elm Street ist einer der Kult-Horrorfilme der 80er Jahre, welche bis in die heutige Zeit mit mehr oder weniger guten Sequels präsent sind. Der erste Teil der Freddy Krueger Saga, der unter der Aufsicht von Wes Craven entstanden ist, ist zudem auch einer der besten Teile der Serie, dessen Qualität nur noch vom dritten Teil wirklich erreicht wurde.
Wes Craven stellt in Nightmare on Elm Street ein neues Szenario vor, nämlich die Verschmelzung zwischen Realität und Traum. Das gibt ihm auch die Möglichkeit, die physischen Regeln zu brechen, welchen die anderen Killer unterstellt sind, und so kann Freddy auch auf viel sadistischere Art mit seinen Opfer spielen und ihnen einen noch qualvolleren Tod bereiten. (Pinhead aus Hellraiser ausgenommen). Was den ersten Teil über alle anderen heraushebt, ist die hohe Qualität, die er auch im Bereich der Hintergrundstory hat. So kann er die wüste Vergangenheit des Kindermörders erkunden und wie es möglich ist, dass er nach all den Jahren immer noch Fleisch zerfetzen kann.
Die Figur Freddy basiert zum einen auf einem Artikel über einen Mann, den Wes Craven einmal gelesen hatte, der aus einem Umsiedlungscamp aus Asien in die USA gekommen ist und später, im Verlauf eines Alptraumes, schreiend im Schlaf gestorben ist. Das zweite Element ist eine Kindeserinnerung an eine Begegnung mit einem alten Mann, der einen Hut trug, der ihm eine schreckliche Angst eingejagt hat. Er hat Wes von der Strasse aus beobachtet und kam schliesslich in sein Haus. Diese beiden Elemente bildeten schliesslich den Kern von Freddy Krueger, der im ersten Teil aber noch primär stumm war und sich erst in den Sequels zum sadistischen Sprücheklopfer wurde.
Was den Film vor allem tückisch macht, ist der teilweise nahtlose Übergang in die Traumwelt und dass an jeder Ecke Freddy lauern könnte. Allerdings haben sie es gut gelöst und reihen nicht einfach wahllos Traumsequenzen aneinander, um möglichst viel Blood and Gore zu zeigen, wie es in anderen Filmen praktiziert wird. Wes Craven platziert die Übergänge sehr gut in der Story, was dem Film auch eine gute Struktur verleiht und nicht übertrieben wirken lässt. Insgesamt bleibt Nightmare on Elm Street aber auch recht Dialoglastig und obwohl Freddy immer wieder sein blutiges Unwesen treibt, spielt der Film lange am Tag, was den Gruselfaktor auch vermindert. Allerdings schafft er es mit einem düsteren Soundtrack und den unerwarteten, teilweise recht intensiven Traumsequenzen eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen. Überraschend gut fällt der Cast aus und obwohl mich von den Jungschauspieler nur Nancy (Heather Langenkamp) wirklich überzeugte, blieb der junge Johnny Depp schon damals recht farblos.
Fazit: Nightmare on Elm Street gehört sicher zu einem Meilenstein im Horrorgenre und eröffnete eine ganz neue Möglichkeit des Terrors. Heute hat er wohl etwas an Schockfaktor verloren, liefert aber trotzdem einen gelungenen Film, der eine gute Story erzählt und mit düsterer Atmosphäre und einigen genialen Szenen sicher einen Kauf wert ist.
Die DVD kommt in einer sehr guten Qualität daher, bietet für das Alter der Filmes gleich gute Ton- wie Bildqualität und ist auch mit einer umfassenden Dokumentation über die Entstehung des Konzeptes ausgestattet. Allerdings gibt es wenig Filmmaterial über die praktische Entstehung der Maske oder der Sets. Insgesamt aber gute Qualität der DVD, die deutsche Synchronisation von Freddy ist allerdings nicht zu gebrauchen. Also, wenn möglich auf Englisch geniessen. Ein Audiokommentar der beteiligten Schauspieler und des Regisseurs und ein Trailer runden die Bonus Features ab.
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4.8 Sterne (31 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 17.01.2008
- Bildformat: 1.85:1 (Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (Digital Surround), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Audiokommentar von Wes Craven / Heather Langenkamp / John Saxon und dem Kameramann, Dokumentation "Willkommen zur besten Sendezeit, Dokumentation "Die Herstellung des Handschus", Dokumentation "Das sich drehende Zimmer", Verstecktes Special, Trailer



