Gremlins (1984)
Gremlins - Kleine Monster
Gremlins (1984) Gremlins - Kleine Monster
Oder: that's why I hate Christmas
Weihnachten, die Zeit der Geschenke, die Zeit der Freude. Die Zeit, in der man das Haus dekoriert, Kekse bäckt oder einfach die Ferien geniesst. Der erfolglose Erfinder Randall Peltzer (Hoyt Axton) will seinem Sohn Billy ein ordentliches Geschenk mitbringen und findet in einem Trödelladen in Chinatown ein kleines, plüschiges und herziges Tier. Sofort kauft Randall das als "Mogwai" bezeichnete Tier und nimmt es mit nach Hause. Bevor er jedoch heimkehrt, werden ihm drei Regeln eingehämmert, die er auf keinen Fall missachten soll:
1. Nicht hellem Sonnenlicht aussetzen, das bringt ihn um.
2. Nicht nass oder feucht werden lassen. Vor allem kein Bad geben.
3. NIE nach Mitternacht füttern!
Randall denkt sich nicht viel dabei und geht mit dem Tier nach Hause. Dort ist Billy (Zach Galligan) natürlich ausser sich vor Freude und spielt begeistert mit seinem neuen Haustier. Als dann ein tollpatschiger Freund vorbeikommt und aus Versehen Wasser über das inzwischen auf den Namen Gizmo getaufte Tier leert, löst er eine Kettenreaktion aus, die kaum mehr aufzuhalten ist: Sofort springen mehrere Fellknäuel aus Gizmo heraus und entpuppen sich als weitere Gizmo-artige Kreaturen. Diese sind jedoch um einiges bösartiger als Gizmo und mischen Billys trautes Heim ordentlich auf.
Dies ist allerdings erst der Anfang: Versehentlich füttert Billy die fünf Nachkommen nach Mitternacht und die knuddeligen Gizmo-ähnlichen Tiere werden zu grünen, einen halben Meter grossen Kobolden, die sich sofort daran machen, in der ruhigen Kleinstadt nach Herzenslust zu randalieren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und Billy muss alles dran setzen, um die Kobolde zu stoppen, bevor das Dorf komplett den Kobolden zum Opfer fällt.
DVD-Rating
Betrachtet man die Filmgeschichte, so gibt es wenige Filme, bei denen Puppen zu Kultfiguren aufgestiegen sind. E.T. ist einer, Chucky gehört sicher auch dazu und kaum wegzudenken sind auch die Gremlins. Der kleine, pelzige und herzige Gizmo ist inzwischen zum absoluten Kultpuppenmonster aufgestiegen und jeder kennt die grünen bösartigen Gremlins. Joe Dante hatte tatsächlich ein glückliches Händchen mit diesen grünen Kobolden und präsentiert zusammen mit Produzent Steven Spielberg einen kurzweiligen und absolut amüsanten Weihnachtsfilm "für die ganze Familie".
Warum "für die ganze Familie"? Der Grund ist simpel: Während der kleine, plüschige Gizmo zwar sehr gut für die jüngeren Zuschauer geeignet ist, zeigen seine ausgewachsenen, bösartigen Artgenossen auch ihre dunkle Seite und gehen bei ihren fiesen Streichen nicht gerade zimperlich vor. Dennoch, für die älteren Zuschauer ist es natürlich eine teuflische Freude, wenn die kleinen Zwerge der alten Schreckschraube zuerst ein Liedchen singen und diese dann mit dem Lift ins Nirwana katapultieren oder kurzerhand die lokale Bar in ein Partylokal umfunktionieren und dabei alles kurz und klein schlagen. Eine der eher härteren - aber nicht weniger amüsanteren - Szenen ist die, in der Billys Mutter ihre Küche gegen die grünen Kobolde verteidigt und dabei Mixer und Mikrowelle einsetzt, um sie zurück zu drängen. Da erhält der kurze Satz "Get out of my kitchen!" eine ganz andere Bedeutung.
Was Joe Dante, wie auch schon Spielberg bei ET am besten gelungen ist, sind die Gremlins selber. Diese bestehen zu 100% aus handgesteuerten Puppen und sind dabei so gut gemacht, dass man beinahe glaubt, sie seien real. Die Kobolde sind nicht nur sehr gut animiert, nein, man hat sich liebevoll bemüht und beinahe jedem Kobold eine eigene Personalität zu geben. Obwohl man zwischendurch sieht, dass sie von der Technologie her arg an die Grenze des Möglichen stiessen, stört dies kaum und lindert den Spass nicht im geringsten.
Über die Gremlins selber kann man natürlich ganze Aufsätze füllen. Eine interessante Mischung aus Märchensatire und einigen anderen Sagenrefrenzen bilden das Grundkonzept der Gremlins. Die drei Regeln zeigen auch, dass hinter den Kobolden durchaus ein System steckt, was den Hauptdarstellern eine ernsthafte Chance gegen die Kobolde gibt. Die Jungschauspieler geben sich recht Mühe. Obwohl die Tollpatschigkeit etwas aufgesetzt wirkt, bleiben sie sympathisch und gehen lange nicht so auf die Nerven, wie bei anderen Produktionen mit Kindern. Die obligatorische Lovestory rundet das Paket ab und es gibt sogar ein Wiedersehen mit Tommy Jarvis aus Friday the 13th Part 4.
Fazit: Gremlins gehört wohl zu den absoluten Kultpuppenfilmen, die nicht nur einen Heidenspass machen, sondern auch auf den anderen Ebenen überzeugen. Die Schauspieler sind passend zu ihren Rollen ausgesucht. Die Kobolde sind sehr gut gemacht und der immer wieder aufblitzende schwarze Humor gefällt sicher auch Zuschauern der älteren Generation. Für die Jüngeren könnten einige Szenen etwas zu hart sein. Abgesehen davon ist Gremlins jedem zu empfehlen.
Die DVD hingegen hinterlässt einen weniger begeisternden Eindruck. Das Bild ist schlecht, hat unübersehbaren Schnee, der Sound ist dumpf. Bonusmaterial sucht man vergebens, wenigstens gibt es eine englische Tonspur.
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4.7 Sterne (36 Bewertungen) | 5 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 28.03.2000
- Bildformat: Widescreen (1.85:1 - anamorph)
- Sprachen: Dolby Digital 5.1 Deutsch, Dolby Digital 5.1 Norwegisch, Dolby Digital 5.1 Spanisch
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch
- Extras: -



