Friday the 13th: The Final Chapter (1984)

Freitag, der 13. Teil 4 - Das letzte Kapitel

Friday the 13th: The Final Chapter (1984) Freitag, der 13. Teil 4 - Das letzte Kapitel

Oder: Jason ist tot - lang lebe Jason

Friday the 13th: The Final Chapter

Schau mal Jasons Unterwäsche...

Jason ist tot, nach 22 getöteten Teenagern hat es ihn endlich erwischt. Noch am selben Abend haben die Polizisten den Tatort umstellt. Die völlig verstörte Chris, welche nur knapp das Gemetzel überlebt hat, wurde bereits von den Beamten abgeführt, und die Leiche des Killers ist gesichert. Sie wird ohne grosse Umstände ins Leichenhaus verfrachtet und vom schleimigen Axel (Bruce Mahler) empfangen. Axel kann jedoch nur kurz mit der Leiche des angeblich getöteten Massenmörders angeben: Kaum hat er sich an eine der Krankenschwestern herangemacht, erhebt sich der Killer von Crystal Lake vom Totenbett, ermordet die beiden Turteltauben und verschwindet aus dem Leichenhaus.

Friday the 13th: The Final Chapter

Du siehst wieder einmal blendend aus...

In der Zwischenzeit lebt die Familie Jarvis gemütlich und abgeschottet auf dem Land und weiss nur sehr wenig, was rund um sie abläuft. Als sie jedoch einige Teenager in ihr Ferienhaus einladen, holen sie nicht nur die Party in die Umgebung, sie rufen auch Jason Vorhees auf den Plan, der es wie immer auf sündige Teenies abgesehen hat. Es dauert nicht lange, da haben sich die Teenager im Ferienhaus einquartiert und geniessen nicht nur die Freizeit, sondern auch das Bier und die Präsenz der Frauen.

Was jedoch wie üblich als feucht fröhliches Fest beginnt, mit dem Ziel, bei den Frauen zu landen, nimmt rasch eine tödliche Wendung: Die Jungs und Mädels sind so mit sich selber beschäftigt, dass sie nicht bemerken, dass Jason das Ferienlager erreicht und bereits den ersten Blutzoll geholt hat. Doch der Alptraum ist noch nicht zu Ende. Nicht nur für die Teenager, sondern auch für die Familie Jarvis wird dies die längste und oft letzte Nacht ihres Lebens...


DVD-Rating

Nachdem Steve Miner beinahe zwei identische Beiträge abgeliefert hat, übernahm Joseph Zito das Steuer hinter der Kamera und brachte den nötigen frischen Wind in die bereits in der Routine festgefahrenen Serie. Das Resultat ist nicht nur der bis zu dem Zeitpunkt brutalste und blutigste Beitrag der Serie, sondern auch der erste, wirklich würdige "Abschluss" der Saga, der alle Stärken in einem Film vereint.

Mit Friday the 13th: The Final Chapter hätte klar der Schlusspunkt der Friday the 13th-Serie markiert werden sollen. Nach einem trailermässigen Rückblick auf Jasons Charakterentwicklung und seine besten Kills, setzt sich der Fleischwolf der inzwischen gut eingearbeiteten Teenieslashermaschine in Gang. Zum ersten Mal seit Friday the 13th haben sie sich bemüht, den Cast nicht nach der bisher immer wieder verwendeten Charakterkonstellationen zusammen zu stellen und obwohl es immer noch hormongetriebene, sexhungrige Teenager sind, wirken sie um einiges natürlicher. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie deswegen besser schauspielern können oder bessere Dialoge haben. Nein, hölzern hampeln sie sich durch die verschiedenen Szenen und reden permanent über Sex.

Vom Frischfleisch her also wenig Überraschungen. Jason selber haben sie zum ersten Mal wirklich eindrücklich hingekriegt. Die ersten Verwesungsmerkmale werden deutlich und geben dem stummen Killer ein viel düsteres Erscheinungsbild als bisher. Aus dem mongoloiden Jungen, der durch den Wald rennt, wird mehr und mehr die unaufhaltbare Killermaschine. Dies gibt dem vierten Teil auch einen entscheidenden Bonuspunkt, genau so wie die äusserst brutalen Kills und die sadistischen Spiele, die Jason mit seinen Opfern treibt. Joseph Zito bemüht sich jedoch gar nicht erst, Ungewissheit mit falschen Fährten aufzubauen, sondern geht linear, schnörkellos und ohne viel Drumrum auf die Teenager los. Dies nimmt ihm jeglichen Überraschungsmoment, was dem Slasher durchaus gut getan hätte.

Obwohl Friday the 13th: The Final Chapter etwas Zeit braucht, um eine Spannung zu entwickeln, steigert er sich gegen Ende mehr und mehr und zeigt schliesslich mit roher Brutalität, was geschieht, wenn Jason mit dem Aufräumen beginnt. Alles in allem, trotz den üblichen Logiklöchern und ansonsten recht platten Handlung, sicher einer der besten Friday-Episoden.

Fazit: Mit Friday the 13th: The Final Chapter versuchten die Produzenten, die Serie ein erstes Mal abzuschliessen und dabei nochmals alle Stärken der Saga in einem Film zu vereinen. Bekanntlicherweise wurde die Serie nach diesem Film noch weitergeführt, doch mit Teil vier wurde sicher einer der düstersten, rohsten und brutalsten Beiträge abgeliefert, der Jason endgültig als gnadenlose Killermaschine etabliert hat. Neben dem ersten und sechsten Teil, ein Pflichtkauf in der Serie.

Über die DVD lohnt sich gar nicht erst, viele Worte darüber zu verlieren. Paramount liefert die Scheibe in einem absoluten Low-Budget Format ab und foltert den Zuschauer mit grottiger Augenkrebsbildqualität und einem platten Mono-Sound. Das Einzige Bonusmaterial ist, wie üblich, ein langweiliger Trailer.

4.3 Sterne 1.4 Sterne
4.3 Sterne (10 Bewertungen) | 1 Kommentar

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15.02.2008 / db


DVD-Infos

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1 Anamorph
  • Sprachen: English: Dolby Digital 1.0 (Mono), Français: Dolby Digital 1.0 (Mono), Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Italiano: Dolby Digital 1.0 (Mono), Español: Dolby Digital 1.0 (Mono)
  • Untertitel: Arabic, Bulgarian, Croatian, Czech, Danish, Dutch, English, English for the hearing impaired, Finnish, French, German, Greek, Hebrew, Hungarian, Icelandic, Italian, Norwegian, Polish, Portuguese, Romanian, Slovenian, Spanish, Swedish, Turkish
  • Extras: Theatrical Trailer