Conan the Destroyer (1984)

Conan der Zerstörer

Conan the Destroyer (1984) Conan der Zerstörer

Oder: Einer gegen alle!

Blendend weisse Zähne!

Blendend weisse Zähne!

Conan (Arnold Schwarzenegger), der muskelbepackte Krieger, den so leicht nichts aus den Schuhen haut, wird von Schergen der Königin Taramis (Sarah Douglas) überredet, doch bei der Herrscherin vorbei zu schauen. Dort wird ihm erzählt, dass die Nichte Jehnna (Olivia D'Abo) von einem bösen Zauberer entführt wurde. Der will mittels der schönen Jungfrau ein Horn besitzen, das einen Gott erwecken kann. Als Versprechen nimmt Conan der Königin ab, dass bei erfolgreicher Beendigung der Mission, seine Liebe Valeria von den Toten auferstehen wird.

Conan macht sich mit Kumpel Malak (Tracey Walter) und einem königlichen Vertreter auf die Suche. Bald schon vergrössert sich die Truppe, als ein Zauberer aus einer Notsituation befreit wird und sich auch noch die Amazone Zula (Grace Jones) der Gruppe anschliesst. Das erste Hindernis, das auf die Freunde wartet, ist ein Spiegelschloss, in dem Jehnna gefangen gehalten wird. Der dortige Zauberer stellt unserem Muskelpaket eine Falle, die sich gewaschen hat.

Nieder mit dem Terminator!

Nieder mit dem Terminator!

Ausserdem findet Conan heraus, dass Jehnna nach ihrer Rückkehr zum königlichen Palast als Menschenopfer dienen soll und die teuflische Königin Taramis mit falschen Karten spielt. Ausserdem wartet eine Begegnung auf den Krieger, in der er sich mit einem wahrlich göttlichen Ungetüm anlegen muss. Und wenn das noch nicht alles wäre, entdeckt Conan auch noch, dass sich in den eigenen Reihen ein Verräter befindet, der ihn töten soll, sobald der königliche Auftrag erfüllt ist...


DVD-Rating

Muskelmann Arnold Schwarzenegger schaffte 1982 mit Conan the Barbarian seinen endgültigen Durchbruch in Hollywood. Die Rolle des wortkargen Hühnen mit den eindrücklichen Oberarmen war auf ihn zugeschnitten und so dauerte es kaum zwei Jahre, bis mit Conan the Destroyer eine Fortsetzung in die Kinos kam. Angereichert mit mehr Witz, mehr Nebenfiguren und einer Krull-ähnlichen Story vermochte diese Trash-Orgie zwar nicht mehr mit dem Original mitzuhalten, kann aber mit ein paar schönen Ideen punkten.

Natürlich ist Conan the Destroyer ein Schwarzenegger-Film, wie er im Buche steht. Der Österreicher steht im Mittelpunkt, sein Akzent ist im Original lachhaft und die Gegner, so kostümiert und furchterregend sie auch sein mögen, werden schnurstracks abgewatscht. Dabei wird Arnold Schwarzenegger mehr als einmal sehr gut in Szene gesetzt und darf seinen (damals noch) stählernen Körper präsentieren. Manchmal machts aber den Eindruck, dass man dem Riesen zwar nicht mit Schwert und Faust den Garaus machen kann, aber mit einer spitzen Nadel. So aufgepumpt sieht das Ganze aus...

Die Story ist zwar nett und Gruppenreisen durch mysthische Gefilde machen sich immer gut, aber so richtig warm wird man nicht mit der Gruppe. Das hat natürlich damit zu tun, dass sich die Charaktere mehrheitlich an der Oberfläche bewegen und auch Grace Jones ausser Kampfschreien und "coolen" One-Linern nicht viel von sich geben darf. Den Rest der Crew kann man schnellstens vergessen, denn zur Story haben sie nicht viel beizutragen. Ausser, in der Person des Magiers, ein paar mal rumzufuchteln und einen angestrengten und konzentrierten Eindruck zu machen.

Fazit: Conan the Destroyer ist für Fans der Figur und des Hauptdarstellers natürlich inzwischen ein Kultfilm geworden. Nüchtern betrachtet bietet der Film Trash pur, ein paar schöne Kampfszenen, lustige Akzente und einen Auftritt von Andre the Giant, dem inzwischen verstorbenen Riesen aus dem Wrestling-Ring. Aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten, oder?

Zwei verschiedene Audiokommentare sind abrufbar, von denen beide eigentlich recht interessant sind. Einmal wird aus der Sicht des Regisseurs gesprochen, das andere Mal von den Schauspielerinnen. Ein kurzer Bericht über die Comic-Vorlage dürfte vor allem die Fans davon interessieren und schlussendlich wird auch noch über Basil Poleduris und seine Musik berichtet. Nette Bildergalerien runden das Angebot ab, das ausserdem eine Menge Untertitelspuren zu bieten hat.

Technisch hört und sieht man dem Film sein Alter an. Die Bilder sind vielfach undeutlich und verschmiert, der Ton mehrheitlich dumpf. Hier wäre mal eine Überarbeitung nötig. Wer weiss, vielleicht gibts ja zum Filmstart von Conan eine neue Version des Films. Zu gönnen wärs ihm.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

15.09.2008 / muri

Community:

Bewertung: 2.7 (16 Bewertungen)

 

 

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