Children Of The Corn (1984)

Kinder des Zorns

Children Of The Corn (1984) Kinder des Zorns

Oder: Diesmal sind die Erwachsenen die Opfer

Children Of The Corn

Du hast ein Problem...

Alles begann vor drei Jahren. Die Bewohner des kleinen Dörfchens Gatlin hatten gerade die Messe verlassen und versammelten sich an den üblichen Sammelorten wie Kneipen und Kaffees. Doch dann geschah das Unglaubliche: Die anwesenden Kinder zogen Sichel und Messer und begannen die Erwachsenen niederzustrecken. Die kleine Sarah (Anne Marie McEvoy) und ihr älterer Bruder Job (Robby Kiger) konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen, verloren aber im anschliessenden Gemetzel ihre Eltern.

Children Of The Corn

... das ist mit dem letzten passiert.

Drei Jahre sind seither vergangen. Die Erwachsenen sind komplett ausradiert und das ursprünglich belebte Dorf Gatlin ist jetzt eine Geisterstadt. Zu der Zeit sind auch Vicky (Linda Hamilton) und Burt (Peter Horton) mit dem Auto zu Burts nächsten Arbeitsort unterwegs und kommen in diese Gegend. Ein fataler Fehler, denn bald haben sie sich verfahren und überrollen beim Kartenlesen sogar noch ein Kind, das mitten auf der Strasse steht. Unter Schock sammeln sie dessen Körper ein und fahren ins nächste Dorf, um dort das Telefon zu benützen. Doch es dauert nicht lange, da schweben sie in Lebensgefahr, denn die Kinder sind immer noch da und warten nur auf neue Opfer...


DVD-Rating

Children of the Corn basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King, die im Jahre 1978 erschienen ist, und wurde dann 1984 fürs Kino adaptiert, als das Label "Stephen King" mit The Shining oder Christine bereits zu einem Kassengarant geworden war. Children of the Corn wurde dann auch zu einem Erfolg und spielte mit einem Budget von 300'000 US-Dollar rund 14 Millionen US-Dollar in den Kinos ein. Es folgten sechs Sequels, von denen aber die meisten Straight-to-DVD produziert wurden.

Mit über hundert Filmen, welche mehr oder weniger auf seinen Werken beruhen, gehört King zu den am meisten verfilmten Schriftstellern und hat auf diesem Weg schon einige sehr gute Filme ermöglicht. Children of the Corn hat sich über die Jahre sicher einen Platz in den vorderen Rängen dieser Adaptionen erspielt und bietet schon in den ersten Minuten einen spektakulären Auftakt, wenn sich die Kinder mit Sicheln und Messer auf die Erwachsenen stürzen. Allerdings geht Regisseur Fritz Kiersch nicht den Weg der Effekthascherei sondern blendet die eigentliche Brutalität hauptsächlich aus und lässt vieles im Kopf abspielen. Doch so verschenkt er auch viele Möglichkeiten, wirklich makabere und eindrückliche Momente wie in The Children zu bieten.

Dennoch, langweilig ist Children of the Corn noch lange nicht. Selbst wenn einiges aus heutiger Sicht recht berechenbar ist, kann Regisseur Kiersch mit dem verlassenen Dorf und den fanatischen Kindern doch eine ordentliche Spannung aufbauen, welche dann auch zu einem packenden Finale führt. Doch es wird auch sehr viel Zeit mit Fahren und Herumlaufen vertrödelt, wo es kaum vorangeht und so natürlich auch viel von der Intensität flöten geht. So kann zwar mit Children of the Corn ein über weite Strecken gut konstruierter Grusler geboten werden, doch Kiersch hat es schlichtweg verschlafen, einen wirklich intensiven und spannenden Thriller zu machen. Dafür hätte es nämlich doch etwas mehr benötigt als einige überreligiöse Kinder, ein paar gelungene Dialoge und zwei erwachsene Hauptdarsteller.

Fazit: Natürlich bemerkt man hinter Children of the Corn die routinierte Feder von Stephen King, denn das Szenario, die Botschaft dahinter wie auch einige Dialoge sind sehr gelungen. Die Geschichte wird zwischendurch auch spannend und wurde zudem noch atmosphärisch umgesetzt. Eine langes Intro, viel Leerlauf und viele verschenkte Momente machen Children of the Corn aber schliesslich zu einem spannenden Thriller mit viel Potential, welches jedoch nicht ausgereizt wurde.

Für die 20-Jahre-Edition wurde der Film digital überarbeitet, was ihm eine für den heutigen Standard ganz akzeptable Qualität ermöglicht. Allerdings kann er das Alter auch nicht verstecken, und so bleiben die Bildqualität auch körnig und der Ton flach. Das Bonusmaterial besteht aus einer neu erstellten Dokumentation über den Film und dessen Entstehung, bei dem auch einige der beteiligten Schauspieler zu Wort kommen. Audiokommentare, das komplette Script sowie Fotos vom Set runden das sehr umfassende Paket ab.

3.7 Sterne 3.4 Sterne
3.7 Sterne (6 Bewertungen) | 2 Kommentare

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18.10.2009 / db


DVD-Infos

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1 (Anamorph)
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1); Englisch (DD 2.0)
  • Extras: Harvesting Horror: Children Of The Corn; Audio Kommentar; Theatrical Trailer; Original Storyboard Art; Original Title Sequence Art; Poster and Still Gallery; Original Screenplay