Yellowbeard (1983)

Kapitän Dotterbart

Yellowbeard (1983) Kapitän Dotterbart

Oder: Spass ist eine Frage der Betrachtung

Yellowbeard

Karneval?

Der gefürchtetste Pirat der Weltmeere köpft seine Gegner, schläft mit ihren Frauen und köpft diese dann auch grad noch. Sein Name ist Programm, denn wenn jemand die furchterregende Fratze von Yellowbeard (Graham Chapman) zu Gesicht bekommt, ist es schon fast zu spät. Nun hat ihn die königliche Armee geschnappt und in den Knast geworfen. Nicht fürs Töten oder Rauben, sondern wegen Steuerhinterziehung! Doch damit nicht genug: Sein einziger leiblicher Sohn Dan (Martin Hewitt) will lieber Gärtner als Pirat sein und jetzt wird Yellowbeard auch noch einen Tag vor seiner Entlassung zu weiteren 140 Jahren Gefängnis verurteilt.

Yellowbeard

Der Showdown

Dass kein Pirat diese Ungerechtigkeit auf sich sitzen lassen kann, ist klar. Yellowbeard bricht aus dem Gefängnis aus und merkt nicht, dass genau das der Plan seines Verfolgers, Commander Clement (Eric Idle), war. Denn nur so soll der flüchtige Pirat die Armee zum grossen Schatz führen, von dem nur Yellowbeard selber weiss, wo er vergraben liegt. Allerdings sind die Verfolger nicht allein: auch der ehemalige Verbündete der Piratenlegende, Bootsmann Moon (Peter Boyle), will an den Schatz und aus dem alles Hörenden, aber nichts Sehenden Harvey Pew (John Cleese) gibt's auch noch einiges herauszupressen.


DVD-Rating

Yellowbeard stammt aus dem Jahr 1983 und wurde vielerorts als "Monty Python auf hoher See" betitelt. Dass man damit natürlich die Käufer anlocken wollte, war eine intelligenter Marketingstrategie, spielen doch die Pythons Graham Chapman, Eric Idle und John Cleese in diesem Schwank mit, wobei allerdings letztere beide nur kleine Parts übernommen habe und Cleese betont, dies aus reiner Freundschaft zu Chapman gemacht zu haben. Das Drehbuch zu Yellowbeard sei eines der Schlechtesten gewesen, das er je gelesen hätte...

Und Mister Cleese hat damit gar nicht mal so unrecht. Zwar gibt es immer wieder kurze Geistesblitze, in denen der alte, freche und scharfe Python-Humor aufblitzt, aber mehrheitlich plätschert diese Piratensause vor sich hin. Trotz illustren Namen wie Peter Boyle (Young Frankenstein) oder Marty Feldman (ebenfalls Young Frankenstein), der allerdings beim Dreh zu Yellowbeard leider verstarb. Sie beide bringen diesen Klamauk leider nicht auf ein richtig glattes Level und wenn dann noch das Kifferduo "Chech und Chong" (Cheech Marin und Tommy Chong) auftaucht, driftet das Ganze schon in die etwas gar blöden und dämlichen Komödientiefen ab.

Fazit: Yellowbeard verspricht viel, kann aber kaum was davon halten. Ein paar Witze, davon einige allerdings ziemlich gut, und ein wild fuchtelnder Graham Chapman mit blondem Mop im Gesicht machen noch keine gute Komödie und so müssen wir feststellen, dass Captain Jack Sparrow wohl weiterhin der Name bleibt, an dem sich die etwas depperten Piraten der Filmgeschichte messen müssen.

Die der Rezension vorliegende DVD von Yellowbeard hat leider keinerlei Extramaterial zu bieten und macht auch in technischer Hinsicht eine mehr als dürftige Figur. Das Bild hätte dringend einen Überarbeitung nötig und der Ton wird nur im recht schwach abgemischten Mono geliefert. 2009 wurde eine leicht überarbeitete Fassung veröffentlicht, die immerhin mit einem Dolby Digital 1.0 Sound aufwartet.

2.2 Sterne 1.8 Sterne
2.2 Sterne (3 Bewertungen) | 0 Kommentare

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12.02.2011 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 04.08.2006

  • Bildformat: 1.85:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (Mono); Englisch (Mono); Französisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch: Englisch; Englisch für Hörgeschädigte; Französisch; Schwedisch; Türkisch; uvm.
  • Extras: Keine