Trading Places (1983)

Die Glücksritter

Trading Places (1983) Die Glücksritter

Oder: Here comes the Money!

Trading Places

Immer schön lächeln

Als Geschäftsführer des "Duke & Duke"-Imperiums lebt es sich nicht schlecht. Louis Winthorpe, der Dritte (Dan Aykroyd), hat alles, was man sich wünschen kann. Einen Butler, Coleman (Denholm Elliott), der ihn am Morgen weckt, einen gut bezahlten Job, eine Verlobte und natürlich der Eintritt in den edlen "Heritage Club", in dem nur die Creme de la Creme der Wirtschaft verkehrt.

Ganz anders ergeht es da dem schwarzen Bettler Billy Ray Valentine (Eddie Murphy). Er mimt einen Kriegsveteranen ohne Beine, bettelt Leute an, wird erwischt und rennt auf der Flucht ausgerechnet den reichen Schnösel Winthorpe über den Haufen. Als er sich inmitten geladener Kanonenläufe sieht, wird er von der Polizei verhaftet.

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Auch Heidi ist mit von der Partie

Randolph (Ralph Bellamy und Mortimer (Don Ameche) Duke haben sich inzwischen auf eine spezielle Wette geeinigt. Sie sind sich sicher, dass der Mensch nicht von Grund auf schlecht ist, sondern durch seine Umwelt dazu gemacht wird. Also wetten sie, um den "üblichen" Einsatz von einem Dollar", dass sie Ziehsohn Winthorpe mit dem schwarzen Plauderer Valentine auswechseln können. Sie jubeln dem Opfer ein paar Drogen unter, lassen ihre Verbindungen spielen und schwupps, sitzt Valentine auf dem Chefsessel und Winthorpe landet in der Gosse.

Was sie aber nicht wissen, Valentine hat seine Ohren gespitzt und von der Wette Wind bekommen. Er macht sich auf die Suche nach Winthorpe, der inzwischen bei der Prostituierten Ophelia (knackig: Jamie Lee Curtis) wohnt und als Trio schmieden sie einen Racheplan, der die Gebrüder Duke in den Ruin stossen soll.


DVD-Rating

Der Regisseur war verantwortlich für die Blues Brothers oder das Kentucky Fried Movie. Dan Aykroyd war einer dieser Blues Brothers und sollte ein Jahr danach als Mitglied der Ghostbusters zum grossen Star werden. Und Eddie Murphy war noch ein Weilchen vom Beverly Hills Cop entfernt, aber bereits als Dauerquassler vom Dienst bekannt. Diese drei Herren taten sich 1983 zusammen und hatten danach einen riesigen Kinohit zu Verantworten. Trading Places ist zum Kultfilm geworden und wird auch noch fast 25 Jahre später mit schöner Regelmässigkeit im Fernsehen gezeigt.

Die Geschichte an sich ist natürlich auf seine Hauptdarsteller zugeschnitten. Einer landet vom Millionärstischchen in der Seitengasse und dreht durch, während der andere den umgekehrten Weg geht und auch ganz an der Spitze nicht aufhört, mit dummen Sprüchen um sich zu schmeissen. Dazu wurden mit den Figuren der beiden Dukes Charaktere geschaffen, die sogar Jahre später in Coming to America (der wiederum ebenfalls von John Landis als Regisseur und Eddie Murphy in der Hauptrolle ins Kino gebracht wurde) nochmals einen kleinen Cameo-Auftritt haben, wo sie als Bettler ein Bündel Geld erhalten und ein fröhliches "We're Back" in die Runde rufen.

Es ist schon lustig, wenn man den Einsatz, den Enthusiasmus und den Willen eines Eddie Murphy von damals mit demjenigen von heute vergleicht. Gut, der Mann hatte damals noch keine Millionen auf dem Konto, aber so gut wie in Trading Places war er danach nur noch vereinzelt wieder. Auch Dan Aykroyd hatte zwar danach noch ein paar Hits (Ghostbusters, Sneakers oder Dragnet), aber heutzutage kräht niemand mehr nach dem lustigen Kanadier.

Eine weitere Hauptrolle spielte damals Jamie Lee Curtis, die ohne Scham ihre Brüste präsentierte, in heissem Nutten-Outfit durch die Gegend stöckelte und in der Zugszene so herrlich naiv agierte. Sie durfte ja noch ein paar Mal gross absahnen (True Lies, A Fish called Wanda, Freaky Friday) bevor es dann endgültig in den Sumpf der Halloween-Filme ging.

Fazit: Trading Places ist ein verdammt lustiger Film, der nicht mit flotten Sprüchen spart und zwischendurch auch mal ein bisschen Gesellschaftskritisch ist. Die Darsteller sind gross in Fahrt, die Geschichte macht Spass und (mehrheitlich) Sinn und wer eh auf die "guten alten Komödien" steht, der dürfte sich diesen Film eh schon lange im Regal stehen haben. Wer das noch nicht hat, sollte es dringend nachholen.

Von Trading Places sind momentan zwei Versionen erhältlich. Auf der "Money Edition" kriegt man ein Making-Of und diverse Filmdokumentationen zu sehen, während die hier zur Rezension vorliegende, "normale", Version leider keine Extras zu bieten hat. Auch technisch werden keine Bäume ausgerissen, obwohl die Originalfassung in akzeptablem Digital Sound abrufbar ist. Die Synchro-Versionen gibts nur in Mono. Das ist insofern schade, als dass für einmal die deutsche Fassung sehr gelungen ist und die Sprüche über "Kamelsülze" halt schon lustig sind.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

30.11.2007 / muri

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