The Day After (1983)

Der Tag danach

The Day After (1983) Der Tag danach

Oder: Ein Denkanstoss auf Fernsehniveau

Spezies: Schmutzfink

Spezies: Schmutzfink

Kansasa City gibt es nicht mehr. Vom Tode gezeichnet steht Dr. Oates (Jason Robards) in den Trümmern seiner Heimatstadt. Der Tag nach dem atomaren Schlagabtausch von zwei Supermächten bietet ein Bild des Grauens: Sämtliche Versorgungssysteme sind zusammengebrochen, die Krankenhäuser überfüllt, die Ärzte überfordert. Wer den Feuersturm überlebt hat, kämpft jetzt ums nackte Überleben, um Wasser und Brot für die nächste Mahlzeit.


DVD-Rating

Der TV-Film The Day After war mir als beklemmende Endzeitapokalypse in Erinnerung. Und dieses Gefühl der Ohnmacht bleibt auch, zumindest in der ersten Hälfte, Jahre nach der Aufsehen erregenden Fernsehausstrahlung Mitte der Achtziger Jahre bestehen. Das Aufquellen des "Krisenherds" West- und Ostdeutschland ist zwar nicht mehr aktuell, aber wenn man sich an die Zeiten des Kalten Krieges zurückerinnert gar nicht mal so abwegig. Es ist schockierend realitätsnah, wie die Nachrichtensender von Krise zu Krise berichten, bis einer tatsächlich den verherrenden Knopf drückt und die Menschen in und um Nevada ungläubig den aufsteigenden Atomraketen nachstarren, wissend, was in den nächsten Minuten über sie hereinbrechen wird.

Sicher hält The Day After heutigen Massstäben in Sachen Spezialeffekte nicht mehr stand (das war allerings nie der Reiz des Films) und er verliert sich in der zweiten Hälfte auch ab und an in klischeehaftes Katastrophenfilmgeplänkel und schräger Dramaturgie. Ausserdem sind einige der Zeitsprünge nicht immer nachvollziehbar und Charaktere gehen plötzlich verloren. Mitunter wirken Darsteller fast verzweifelt "verzweifelt", obwohl Pfeiler wie Jason Robards oder Steve Guttenberg routiniert spielen. Trotzdem: Fernsehniveau halt.

The Day After hinterlässt aber nach wie vor ein unwohliges Gefühl in der Magengegend und vermag immer noch aufzuzeigen, wie scheinbar unzulänglich sich die bitteren und endgültigen Konsequenzen eines Atomkriegs in die Köpfe der Menschen gesetzt hat.

Der Bildtransfer ist leider saumässig schlecht, die Originaltonspur nur in Mono vorhanden. Leider fehlen auch jegliche Hintergrundinfos zum Film, nur gerade einige Infos zu Cast & Crew sind auf Lesetafeln zu finden.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

03.02.2003 / pb

Community:

Bewertung: 3.5 (12 Bewertungen)

 

 

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