The Thing (1982)
Das Ding aus einer anderen Welt
The Thing (1982) Das Ding aus einer anderen Welt
Oder: Du mit Ding oder ohne?
Wir befinden uns in der Antarktis, kurz vor Winterbeginn. Die Mannschaft der staatlichen wissenschaftlichen Station 4 bereitet sich auf die kommenden Monate vor, während denen sie komplett von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Das heisst aber auch, dass sie sehr ereignislose Monate erwarten können. Deshalb sind sie auch umso überraschter, als plötzlich ein fremder Helikopter angebraust kommt, dessen Besatzung wie wild auf einen Schlittenhund feuert, der durch die Eiswüste rennt. Verwundert beobachtet MacReady (Kurt Russell) das Spektakel, doch als einer der Norweger das Feuer auf ihn eröffnet, schiesst er zurück. Ein zerstörter Helikopter und zwei Leichen bleiben zurück. Was hat die Piloten so erschreckt, dass sie mit dem Helikopter quer durch die Eiswüste jagen und einen Hund verfolgen, der völlig harmlos wirkt?
Sie beschliessen, der Sache auf den Grund zu gehen, und so fliegen MacReady und Dr. Copper, trotz der schlechten Wetterbedingungen, zum norwegischen Camp. Dieses finden sie aber komplett zerstört vor. Ein Teil der Mannschaft hat Selbstmord begangen, doch die meisten finden McReady vor der Anlage in Form eines Haufens verkohlter Leichen, die in aller Eile verbrannt worden waren. McReady steht vor einem Rätsel und nimmt eine der Leichen zurück mit ins Lager, um sie näher zu untersuchen. Stück für Stück versuchen sie sie, das zuerst unglaubliche Bild zusammen zu setzen. Was genau ist hier geschehen, weshalb sind die teilweise verbannten Leichen aus dem norwegischen Lager so abartig entstellt? Diese Fragen sind nicht einmal ansatzweise beantwortet, als sie plötzlich aus dem Hundegehege, ein schreckliches Geräusch hören...
DVD-Rating
The Thing gehört neben Halloween klar zu einem der Signaturfilme, die John Carpenter in den 80er Jahren gedreht hat. Auch wenn er an den Kinokassen schlechte Einspielergebnisse hatte, auf dem Videomarkt und heute auf dem DVD Markt wurde er nachträglich zum Horrorklassiker. Allerdings ist Carpenters The Thing nicht eine Eigenkreation, es ist das Remake von The Thing from another World, ein Horrorfilm von Christian Nyby aus dem Jahre 1951, welcher auf dem Buch "Who goes there" von John W. Campbell basiert, das im Jahre 1938 erschienen ist. Carpenters Film gilt jedoch als die bessere Adaption des Buches, als die Version von Nyby.
Auch wenn der Film im Jahre 1982 gedreht worden ist, wirkt er durch die sehr sorgfältige und saubere Produktion, beinahe zeitlos und überzeugt von Anfang an mit seinem düsteren und brutalen Realismus. Durch den unverbrauchten Handlungsort, die vielen Hinweise und unbeantworteten Fragen wird schrittweise eine unheilschwangere Atmosphäre aufgebaut, die sich klar als eine der vielen Qualitäten von The Thing etabliert. Da lange nicht klar ist, was genau die Gefahr ist und erstmals erforscht werden muss, was die Norweger so erschreckt hat, wird ein Gefühl der Unsicherheit erzeugt, die es ermöglicht, den eher ruhigeren ersten Drittel trotz vieler Dialoge und dem Vorstellen der verschiedenen Personen ohne Langeweile zu überbrücken.
Die wirklichen Stärken zeigt The Thing aber ab dem Moment, als sich die verschiedenen Mitglieder der Forschungsstation gegenseitig verdächtigen, ein Alien zu sein, denn dies wird von dem Cast grossartig gespielt. Da selbst der Zuschauer nicht mehr genau weiss, wer jetzt sauber ist und wer nicht, kann eine enorme Spannung aufgebaut werden, die richtig mitreisst und bis zum Schluss fesselt. Hier helfen auch die, für die Zeit, genial gemachten Splattereffekte, welche nicht nur sehr blutig sind, sondern auch sehr gut aussehen. Das gibt dem Film eine Qualität die ihn weit über den üblichen Horroroutput aus der Zeit heraushebt und zur Recht zum Horrorklassiker werden liessen.
Fazit: Mit The Thing hat John Carpenter einen Horrorklassiker abgeliefert, der selbst 25 Jahre später immer noch überzeugen und fesseln kann. Mit der klaustrophobische Atmosphäre, durchwegs sehr guten Schauspielern und viel genial gemachten Gore-Effekten kann The Thing punkten und macht ihn durch die sehr gute Umsetzung zeitlos. Wer sich also für Klassiker und etwas für Old-School-Horror interessiert, wo es noch keine CGI gegeben hat und alles von Hand gemacht werden musste, der ist hier genau richtig.
Die DVD ist die ungeschnittene Budget-Edition, welche überhaupt kein Bonusmaterial enthält und auch in Sachen Bild und Ton kaum mehr als solide bezeichnet werden kann. Doch inzwischen ist auch eine Steelbook Special Edition in den Läden, welche diese Schwächen behoben haben sollte.
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4.4 Sterne (26 Bewertungen) | 7 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 27.09.2005
- Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorphisch)
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 2.0 (Stereo), English: Dolby Digital 2.0 (Stereo)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailershow



