Rambo: First Blood (1982)

Rambo: First Blood (1982)

Oder: Noch ganz unamerikanisch!

Rambo: First Blood

Nicht empfohlene Motorradbekleidung!

John Rambo (Sylvester Stallone) will einen Freund aus dem Vietnamkrieg besuchen. Als er erfährt, dass dieser vor einiger Zeit gestorben ist, macht er sich wieder auf den Weg, der ihn durch ein unbescholtenes Kaff führt, wo man Fremde und Landstreicher nicht unbedingt gerne sieht. Der örtliche Sheriff (Brian Dennehy) packt Rambo in seinen Wagen und setzt ihn am Ende der Kleinstadt ab. Doch Rambo lässt sich nicht gerne etwas vorschreiben und macht sich schnurstracks auf den Weg zurück in das beschauliche Örtchen. Der Sheriff verhaftet den "Eindringling" kurzum. Als dieser von seinen Hilfssheriff misshandelt wird und schliesslich fliehen kann, hetzt eine ganze Meute hinter ihm her.

Rambo: First Blood

"Gurgel..."

Die Polizisten ahnen nicht, dass Rambo der Spezialeinheit Green Berets angehörte und als gnadenlose Killermaschine ausgebildet wurde. In den Bergen findet der Veteran ein ideales Tummelfeld um es mit seinen Verfolgern aufzunehmen, bis schliesslich auch die Nationalgarde aufgeboten wird um Rambo zu stoppen.


DVD-Rating

Ted Kotcheffs Film hebt sich ganz deutlich von den Sequels ab, die klebrig amerikanischen Patriotismus der Reagan-Ära auf die Leinwand brachten und aus John Rambo eine dumpfbackene Kampfmaschine machten, der gegen den bösen, bösen Kommunismus ankämpfte. First Blood ist ein ganz anderes Kaliber, insofern als dass ein unerwünschter Aussenseiter, der angeblich den Dorffrieden stört, wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt und wie Wild gejagt wird. Die Misshandlungen wecken bei Rambo Erinnerungen und lösen den Killerinstinkt aus, den er sich jahrelang für seine Kampfeinsätz antrainiert hat. Bis dahin ist er das fromme Lamm, dem übel mitgespielt wird.

Die Actionszenen sind bodenständiger Art, erst am Schluss, wenn Rambo sinnbildlich mit einer Maschinenkanone unter dem Arm (es wird zum typischen Ramboklischee) die Kleinstadt fast dem Erdboben gleichmacht, streift der Film Comicgefilde, die er in Rambo: First Blood Part II und Rambo III zur Genüge bedienen bzw. es masslos übertreiben wird. Von allen Rambo-Filmen ist das Original auch weit weniger brutal als ihm immer wieder zugesprochen wurde. Für seine Zeit war Rambo: First Blood ein keineswegs brutalerer Actionfilm als andere Genrefilme.

Sylvester Stallone hat nicht viel zu reden - und das ist auch gut so. Ihm gegenüber steht mit Brian Dennehy ein hervorragender Charakterdarsteller, der als verbissener Scheriff der alten Schule (dies ist meine Stadt und hier herrscht Ruhe!) seine Art von Recht durchsetzen will - bis zum allerletzten. Schauspielveteran Richard Creena spielt Rambos Mentor und Ausbilder und David Caruso ist in einer frühen Rolle als Deputy Sheriff zu sehen. Ganz famos ist die Filmmusik von Jerry Goldsmith, der hier seiner Reputation als hervorragender Actionkomponist mit dem Gefül für ein wunderbares Hauptthema gerecht wurde. Nicht unerwähnt bleiben soll auch Andrew Laszlos stimmungsvolle Kameraarbeit.

Rambo: First Blood ist mit Abstand der beste und intelligenteste Film der Rambo-Trilogie, die ja alsbald nochmals erweitert werden soll, was auch immer man davon halten mag.

Extras: Nur in der Box, die alle drei Filme enthält, ist auch eine Menge an Zusatzmaterial zu finden. Ausser Teaser und Trailer gibt's hier nichts. Die Bildqualität ist leider nicht von erster Güte, das Bild ist schlierig, pixelig und allgemein zu dunkel. Die Tonspur ist als frontlastiges Stereo zu erkennen, im Deutsch sogar nur in Mono.

4.9 Sterne 1.8 Sterne
4.9 Sterne (50 Bewertungen) | 7 Kommentare

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
04.11.2007 / pb


DVD-Infos

DVD erschienen am 10.11.2000

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch (DS)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Portugiesisch
  • Extras: Teaser, Trailer