Friday the 13th Part III (1982)
Friday the 13th Part III (1982)
Oder: Gestorben wird auch in 3D
Ein Jahr nachdem Chris (Dana Kimmell) von einem monströs verunstalteten Mann angegriffen wurde, kehrt sie mit ein paar Freunden zum Ort des Geschehens zurück. Ein kleines Ferienhaus am Rande eines Sees, mit einer Scheune und vielen Schlafzimmern, soll den Freunden über das Weekend als Partyarena, Liebesnest und Kifferloch dienen. Chris ist überhaupt nicht wohl dabei ist, wieder zum Haus zurückzukehren. Dennoch versucht sie, das Beste daraus zu machen und sich mit Rick (Paul Kratka) - ihrem Ex - zu versöhnen.
Soweit scheint alles gut zu sein. Doch als Shelly (Larry Zerner), ein Freund von Chris, die lokale Bikergang anrempelt, beginnen die Probleme. Shelly wird von den Bikern bis zurück zum Ferienhaus verfolgt. Während sich die Biker mit Benzinkanister und Feuerzeug an der Scheune zu schaffen machen, vergnügen sich die anderen im Haus mit Sex, Kiffen und anderen unsauberen Aktivitäten. Was keiner von ihnen weiss: Auch der gnadenlose Killer Jason Vorhees ist in der Gegend und hat die Jagd auf die Teenager eröffnet.
Während Chris noch immer mit Rick im Auto unterwegs ist und nichts von den tödlichen Ereignissen im Ferienhaus weiss, schreitet Jason zur Tat. Als Chris schliesslich das Ferienhaus erreicht, findet sie ihre Freunde aufgeschlitzt, aufgespiesst und in Stücken vor. Ein zweites Mal muss sie sich dem Alptraum stellen, der sie über ein Jahr verfolgt hat. Wird es ihr diesmal gelingen, das Monster zu stoppen?
DVD-Rating
Zum zweiten Mal übernimmt Steve Miner die Regie in der Friday-the-13th-Franchise. Dies hat den Vorteil, dass er genau versteht, worum es im noch recht jungen Teenieslashergenre geht und wie man Jason Vorhees weiterentwickeln kann. Zur grossen Enttäuschung reicht dies allerdings nicht aus, um einen guten Film abzuliefern.
Friday the 13th Part 3 knüpft nahtlos an den vorangehenden Film an und nutzt die ersten paar Minuten, um den Zuschauer nochmals mit dem Finale von Friday the 13th Part 2 zu fesseln. Ab da verkommt der Streifen zu einem Klon des zweiten Teils. Er stellt nicht nur den neuen Cast nach den bereits mehrmals gebrauchten Kriterien zusammen, sondern er klaut auch bei den Morden fleissig von den vorangehenden Filmen. Unter den neuen Schauspielern finden sich entsprechend die gleichen Deppen, die schon im ersten Teil nervten, und sie sterben auch auf die gleiche Weise.
Was ist also neu? Der Film wurde in 3D gedreht. Dummerweise merkt der Zuschauer wenig davon, da die 3D-Version gar nicht auf der DVD enthalten ist. Was also bleibt von einem 3D-Film, der gar keiner ist? Nicht viel. Einzig, dass die ganze Zeit sinnlos Gegenstände wie Messer, Mistgabeln und Stöcke in die Kamera gehalten werden, welche den Zuschauer normalerweise erschrecken würden. Wenigstens haben die Filmemacher nach dem blutleeren Part 2 tief in die Kunstblutkonserve gegriffen und lassen es bei den Splatterszenen spritzen. Die wirken für ihr Alter ganz gut und lassen erahnen, was man noch alles hätte daraus machen können.
Was hinsichtlich der Hintergrundgeschichte aber am meisten stört, ist, dass sich Steve Miner nicht einmal bemüht, Camp Crystal Lake zu erwähnen. Er lässt Jason völlig unmotiviert überall auftauchen und Leute aufschlitzen. Dies widerspricht der Jason-Legende, die einzig Camp Crystal Lake zum Territorium hat. Wenigsten wird Jason gleich von Anfang an in voller Aktion gezeigt und zum ersten Mal in der Friday-Saga mit der berühmten Hockeymaske. Im Vergleich zu späteren Filmen wirkt Jason aber noch hektisch und unkontrolliert. Dies nimmt ihm viel seiner Präsenz und erweckt mehr den Eindruck eines unbeholfenen Prügelknaben als den des unaufhaltsamen Killers.
Fazit: Friday the 13th Part 3 versucht mit dem ganzen 3D-Theater - von dem wir leider nichts haben - zu überzeugen und scheitert dabei kläglich. Das Resultat ist ein Slasher, der eine beinahe identische Castzusammenstellung hat wie die beiden Teile zuvor. Wer Teil 1 und 2 gesehen hat, muss sich darüber hinaus auch nochmals die beinahe identische Handlung anschauen. Überraschungen gibt es kaum. Auch wenn Miner zwischendurch ein Schockmoment gelingt, macht sich bald berechenbare Langeweile breit.
Die DVD bietet den Film in einer sehr schlechten Bildqualität. Selbst der platte Ton kann nicht überzeugen. Das Bonusmaterial fällt mit nur einem Trailer enorm düftig aus.
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2.9 Sterne (10 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: Widescreen 2.35:1 Anamorph
- Sprachen: English: Dolby Digital 1.0 (Mono), Français: Dolby Digital 1.0 (Mono), Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Italiano: Dolby Digital 1.0 (Mono), Español: Dolby Digital 1.0 (Mono)
- Untertitel: Arabic, Bulgarian, Croatian, Czech, Danish, Dutch, English, English for the hearing impaired, Finnish, French, German, Greek, Hebrew, Hungarian, Icelandic, Italian, Norwegian, Polish, Portuguese, Romanian, Slovenian, Spanish, Swedish, Turkish
- Extras: Theatrical Trailer



