Friday the 13th Part 2 (1981)
Freitag, der 13. - Jason kehrt zurück
Friday the 13th Part 2 (1981) Freitag, der 13. - Jason kehrt zurück
Oder: Todernste Ausbildung
Alles beginnt in einem Ausbildungscamp, welches Paul Holt (John Furey) organisiert und zusammengerufen hat. Innerhalb zwei Wochen sollen die Teilnehmer lernen, was es heisst, in einem Ferienlager als Leiter tätig zu sein und welche Verantwortung damit verbunden sind. Das Lager findet in der Nähe des berüchtigten "Camp Blood" statt, also dem Camp Crystal Lake, wo vor einigen Monaten eine ganze Gruppe Jugendlicher abgeschlachtet worden ist. Holt prägt seinen Schützlingen ein, dass sich niemand dem Camp nähern soll, da es dort nicht sicher sei.
Sie quartieren sich im Lager ein und bald streunen auch schon die Ersten aus, um den See und die Umgebung zu erkunden. Vorläufig bleibt es ereignislos, die Teenager toben sich aus, baden im See und in den Hormonen. Bald beschliessen zwei der Teilnehmer, das berüchtigte Camp Blood aufzusuchen, wo sie prompt von einem Polizisten aufgegabelt und wieder zurück in ihr Lager gefahren werden. Der Polizist belässt es bei einer Verwarnung und verzieht sich wieder - ein schwerer Fehler.
Mit dem Aufsuchen von Camp Crystal Lake haben sie den dort bisher ungestört hausenden Killer Jason Vorhees aufgeschreckt, der seit dem Tod seiner Mutter nur auf neue Opfer gewartet hat. Wie ein Orkan braust jetzt der gnadenlose Killer über das Camp hinweg und eröffnet eine blutige Hetzjagd. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
DVD-Rating
Bereits zwei Tage nach dem riesigen Erfolg von Friday the 13th begann die Diskussion über ein mögliches Sequel. Paramount hatte Blut geleckt. So führte das sonst eher seriöse Unternehmen ihr schwarzes Schaf in die zweite Runde und knüpfte damit nahtlos an den ersten Teil an.
Nachdem im ersten Teil der eigentliche Killer (Jasons Mutter) geköpft wurde, wird jetzt die Geschichte mit dem Jungen weitergeführt: Der junge Jason Vorhees ist vor vielen Jahren im See ertrunken und jetzt ist er auferstanden, um seine Mutter zu rächen. Dies wird auch in den ersten Minuten nochmals erklärt und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, dass sich Adrienne King, die Hauptdarstellerin von Friday the 13th, in einer spannungsgeladenen Szene von den Fans verabschieden kann. Nach Adrienne Kings Auftritt in Friday the 13th heftete sich ein Stalker an ihre Fersen und machte ihr Leben zur Hölle. Dieser Kurzauftritt ist ihr letztes Mitwirken in einem Film gewesen.
Friday the 13th Part 2 arbeitet nach dem simplen Prinzip "mehr". Mehr Jason Hintergrundstory, mehr Idioten, mehr Opfer und noch mehr Klischees. Nach dem klassischen Sex = Tod, kommt im zweiten Teil das Nacktbaden und das "bin gleich zurück" dazu. Zwei Elemente, die ab hier in beinahe allen weiteren Friday Sequels auftauchen. Zusätzlich spielt Regisseur Steve Miner geschickt mit den Erwartungen, welche die Fans an das Sequel haben und nützt diese, um die Ungewissheit und die Spannung hochzuschaukeln. Oftmals wird der Zuschauer dabei gnadenlos auf den Holzweg geführt. Dennoch haben diese Formeln schon klare Abnützungserscheinungen. Vieles wirkt bereits jetzt berechenbar und das ewige Rennen durch den Wald mit dem immer gleich kreischenden Soundtrack wirkt inzwischen mehr ermüdend als wirklich beängstigend.
Jason Vorhees, der im ersten Teil ein kleiner Junge war, ist inzwischen zu einem erwachsenen Mann herangewachsen, der wild im Wald herumzieht und alles umbringt, was in sein Territorium eindringt. Ein Sack verdeckt sein grausam missbildetes Gesicht, er kennt weder Gnade noch Gewissen. Doch wie im ersten Teil, sieht man ihn nur für recht kurze Zeit wirklich im Bild, was zwar die Ungewissheit schürt, aber nicht hilft, den Killer zu fürchten. Die kurze Screentime des Killers ist in diesem Falle jedoch ganz gut, denn Jason ist noch weit von der eindrücklichen, furchteinflössenden Erscheinung entfernt, die er später haben sollte.
Fazit: Friday the 13th Part 2 ist ein klassisches Sequel, dass auf allen Ebenen versucht mehr zu bieten. Mehr Opfer, mehr nackte Haut, mehr Spannungsmomente und mehr Hintergrundgeschichte. Einiges vermag er auch erfüllen und kann sogar die noch sehr jungfräuliche Jason Legende weiter ausbauen. Die Handlung drumherum ist leider genau so unausgegoren wie die Dialoge oder die Schauspielkunst der Darsteller. Obwohl der zweite Teil in Hinsicht auf Jasons Entwicklung recht interessant ist, kann man den Film nur als mittelmässigen Slasher einordnen, der lange nicht die Brutalität des ersten erreicht und auch nicht mehr vom Pionierbonus profitieren kann.
DVD: Man merkt, dass Paramount damit begonnen hat, die DVDs selber zu vertreiben, denn die Qualität ist jämmerlich. Der Kontrast ist so schlecht, dass man in den düsteren Szenen kaum etwas erkennen kann und der Ton plärrt so flach und Mono aus den Boxen heraus, dass sich die Nackenhaare nur so sträuben. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf einen Trailer. Schade.
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3.4 Sterne (14 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 22.01.2002
- Bildformat: Widescreen 1.78:1 Anamorph
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Französisch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Italienisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
- Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Holländisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slovenisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
- Extras: Kinotrailer



