The Fox and the Hound (1981)
Cap und Capper
The Fox and the Hound (1981) Cap und Capper
Oder: Niedlich ist nur der Vorname
Ein kleines Fuchsbaby wird von seiner Mutter an einem Gartenzaun ausgesetzt. Die Mutter wird gejagt, und der kurz darauf folgende finale Schuss macht das kleine Füchslein zum Waisen. Big Mama, die bemutternde Eule, wird auf das Häufchen aufmerksam, und mit Unterstützung ihrer zwei Vogelfreunde alarmiert sie die Witwe Tweed, die das rote Knäuel gerne bei sich aufnimmt. Getauft wird es auf den Namen Tod.
Gleichzeitig hat der Jäger Amos, der sein Häuschen grad in der Nähe hat, eine Überraschung für seinen in die Jahre gekommenen Jagdhund Boomer: einen Nachwuchsjäger namens Copper, der auf den ersten Blick tollpatschig und verspielt daherkommt und den alten Haudegen Boomer schon in kürzester Zeit um den Finger wickelt. Einen Jagdhund soll er aus dem kleinen Welpen machen. Na dann, viel Spass...
Bald begegnen sich die zwei neugierigen Jungtiere. Von Natur aus eigentlich Feinde, freunden sich die zwei an, plantschen, spielen, schnüffeln und geniessen die schönste Zeit ihres Lebens. Sie bleiben Freunde, für immer und noch viel länger - bis Copper mitsamt Jäger und Boomer während eines Winters ins Jagdtraining fahren muss. Und wenn er zurückkommt wird er auf der Seite stehen, die ihm Mutter Natur vorbestimmt hat.
Dass künftige Konfrontationen zwischen Hund und Fuchs nur eine Frage der Zeit sind, dürfte klar sein. Und während bei den ersten, inzwischen feindlichen Begegnungen die Freundschaft noch überwiegt, kommt es bald zum ultimativen Showdown, in dem entschieden wird, wie weit Freundschaft gehen kann und was die beiden inzwischen über das Leben und Lebenlassen gelernt haben.
DVD-Rating
Nachdem The Rescuers aus dem Kino verschwanden und bevor man den düstersten Film des Hauses, The Black Cauldron, veröffentlichte, brachte man einen Film auf die Leinwand, der einen Wendepunkt der Tradition darstellen sollte. Alte Meister, die verantwortlich für die beliebten Klassiker wie Bambi oder ähnliche Werke waren, setzten sich zur Ruhe und übergaben den Animierstift den "jungen Wilden". Diese brachen aber keinesfalls mit der angesprochenen Tradition, sondern legten mit The Fox and the Hound sozusagen den Grundstein für kommende Welterfolge wie Aladdin oder Lion King.
In The Fox and the Hound gehts um klassische Werte wie Freundschaft, Vertrauen, Liebe und Zugehörigkeit. Zwei Tiere, die von klein auf die besten Freunde sind, müssen feststellen, dass dies keinesfalls die ihnen von Mutter Natur zugeteilten Rollen im Leben sind. Inmitten von Banjoklängen, klassisch schönen Liedern und herrlichen Hintergründen entwickeln sich die beiden so gegensätzlichen Figuren und treffen im grossen Showdown aufeinander.
Jeder (und damit meine ich wirklich alle) hat in seiner Kindheit Disney-Filme gesehen. Jeder hat DEN einen Film aus dem House of Mouse, mit dem er Kindheitserinnerungen in Verbindung bringt. The Fox and the Hound war nicht mein erster Disneyfilm (das war, soweit ich mich erinnern kann The Great Mousedetective, aber derjenige von dem ich auch heute noch mit Fug und Recht behaupte, dass er in meiner persönlichen Liste der besten Filme aller Zeiten in den Top 5 steht. Den Grund dafür kann ich nicht mal genau detaillieren. Ist es die zuckersüsse Art, wie die beiden Welpen miteinander umhertollen? Sind es die lustigen Sidekick-Vögel, die verzweifelt versuchen eine der kultigsten Raupen zu schnappen? Oder etwa doch die wunderschönen Lieder? Ich kanns nicht sagen. Denn der Film passt mir von A-Z und tief, tief innen hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir irgendwann mal wieder solch schöne Zeichentrickfilme zu sehen kriegen. Dass es zu diesem Film nun sogar eine Fortsetzung geben soll, nervt zwar schon bevor überhaupt bekannt wird, um was es darin geht, muss aber leider in der heutigen Zeit des schnellen Mammons akzeptiert werden.
Die DVD bringt eine schöne, kurze Doku, welche den angesprochenen "Generationenwechsel" ein bisschen näher beschreibt. Ein Fotoalbum zeigt unter anderem einen jungen Kurt Russell, der dem erwachsenen Jagdhund die Stimme leiht. Für musikalisch Begabte empfiehlt sich das "Sing-along", das einen Song aus dem Film Karaoketechnisch präsentiert. Ein Kurzfilm mit Disneys Pluto und eine Geschichte zum mitlesen (oder vorlesen lassen), sowie ein paar Trailers runden das solide Angebot ab.
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4.8 Sterne (24 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: 1:1,33
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Italienisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Koratisch, Slowenisch
- Extras: Hinter den Kulissen, Das Fotoalbum, Sing mit uns, Kurzfilm "Der Zauberhund", Abenteuerbuch, Trailershow



