The Evil Dead (1981)

Tanz der Teufel

The Evil Dead (1981) Tanz der Teufel

Oder: Freunde sind die besten Zombies

The Evil Dead

Übertriebenes Lifting

Eigentlich wollten Ash (Bruce Campbell) und seine Freunde nur ein paar erholsame Tage verbringen und einfach etwas ausspannen. Nachdem sie lange kreuz und quer durch die Landschaft gefahren waren, erreichten sie schliesslich die verlassene und marode aussehende Hütte. Schon von Anfang an scheint hier jedoch einiges faul zu sein. Nachdem sich der Wagen bereits auf der Hinfahrt selbständig gemacht hatte, stehen plötzlich die Uhren still oder die Schaukel vor dem Haus donnert gegen die Wand, obwohl es überhaupt nicht windet. Ungeachtet dessen, setzen sich die Freunde hin um ihr Abendessen einzunehmen, als auch schon die Falltüre zum Keller klappert.

The Evil Dead

Groovie!

Sofort erkunden die Freunde den Keller, um herauszufinden, was da faul ist und finden dort ein Tonband und ein eigenartiges Buch. Natürlich blättert Ash sofort durch das komisch eingefasste Buch, und sie hören sich auch das Band an, welches wissenschaftlichen Experimente mit einem so genannten "Buch der Toten" dokumentiert. Obwohl die Frauen dagegen sind, hören sie das Band weiter an, bis eine bösartige Beschwörung zu hören ist. Das ist der Anfang einer Nacht ohne Schrecken, bei der eine uralte, böse Macht gnadenlos unter den Freunden ihre Rache holt.


DVD-Rating

Es gab eine Zeit, lange vor Spider Man, da entschloss sich ein überzeugter Horrorfan, einen Film zu drehen, der in die Horrorgeschichte eingehen und seine Karriere in neue Dimensionen katapultieren sollte. Die Rede ist vom Kultshocker The Evil Dead und Spider Man-Regisseur Sam Raimi.

Nachdem Raimi im Jahre 1978 mit dem Kurzfilm Within the Woods genügend Geld angehäuft hatte, begann er mit der Produktion von The Evil Dead, welche vier Jahre andauern sollte. Während diesen vier Jahren liefen Raimi nicht nur ein Teil der Schauspieler, sondern auch ein Teil der Crew davon. Einzig Jugendfreund Bruce Campbell hielt zu Raimi und ging während den Dreharbeiten durch die Hölle. Oft war er wegen den saftigen Splattersequenzen nach einem Drehtag mit Kunstblut getränkt. Wegen den sturmlaufenden Sittenwächtern dauerte es dann auch viele Jahre, bis der Film überhaupt ungeschnitten auf den Markt kam, und selbst heute ist er noch in einigen Ländern verboten, obwohl dies heute kaum mehr gerechtfertigt ist. Dennoch hat The Evil Dead und auch Bruce Campbell über die Jahre absoluten Kultsatus erreicht, was dann auch zu zwei Sequels geführt hat.

Wenn man The Evil Dead betrachtet, ist klar ersichtlich, dass er zum einen über 25 Jahre alt und zum anderen eine Ultra-Low-Budget Produktion ist. Dies erkennt man zum Beispiel an den doch recht offensichtlichen Masken und an einigen technischen Limitierungen in Sachen Schnitte und Effekte. Dennoch, im Gegensatz zum beinahe gleichaltrigen Friday the 13th wirkt The Evil Dead viel zeitloser und dank der sehr guten Kameraführung durchaus sehr modern und lange nicht so schwerfällig. Die Krönung von The Evil Dead sind jedoch die zu der Zeit absolut genialen Splattereffekte, die beinahe liebevoll inszeniert und ein Musterbeispiel dafür sind, wie man schwarzen Humor mit viel Kunstblut verbinden kann, ohne dabei gewaltverherrlichend zu wirken. Dabei wird mit dem passenden Soundtrack und dem sehr gut spielenden Bruce Campbell eine hohe Intensität entwickelt, die The Evil Dead zur Recht zu einem Hit gemacht hat.

Fazit: Meistens ist es schwierig, über Filme dieses Jahrgangs ein Urteil zu fällen, da seither so viel Blut geflossen ist, dass man kaum mehr nachvollziehen kann, was die Filme damals für eine Wirkung gehabt haben. Bei The Evil Dead hingegen ist selbst aus heutiger Sicht klar, weshalb er Kultstatus erreicht hat und noch als einer der besten Schocker aus der Zeit gilt. The Evil Dead ist grosses Horrorkino, das jeder Horrorfan gesehen haben sollte.

Die DVD ist jedoch ein deutlicher Zeuge davon, wie alt der Film wirklich ist und präsentiert den Film in einer sehr schlechten, körnigen und unscharfer Bildqualität. Es ist aber schwierig eine ungeschnittene Version zu finden. Meistens wird die um über zehn Minuten gekürzte Version angeboten, wo viele der Schlüsselszenen stark gekürzt sind und der Film an manchen Stellen überhaupt keinen Sinn mehr ergibt. Dabei ist einfach darauf zu achten, dass der Film 82 Minuten lang ist - dann ist er uncut.

4.5 Sterne 2.8 Sterne
4.5 Sterne (25 Bewertungen) | 3 Kommentare

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13.05.2008 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 04.02.2006

  • Bildformat: 4:3
  • Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: -
  • Extras: Biografien und Filmografien der Schauspieler und Regisseurs