Clash of the Titans (1981)

Kampf der Titanen

Clash of the Titans (1981) Kampf der Titanen

Oder: Papa wirds schon richten!

Clash of the Titans

"Find me Potter!"

Ärger im Paradies, respektive auf dem Olymp. Göttervater Zeus (Laurence Olivier) ist in Bedrängnis, weil er dem Meeresherrscher Poseidon einen Auftrag zur Vernichtung der Stadt Argos erteilt. Eine Monsterkrake soll für Vernichtung sorgen und das "nur" weil Zeus mal wieder lüstern unterwegs war und die Tochter des Argischen Königs geschwängert hat und dieser sich dazu gezwungen sah, seine eigene Tochter samt deren Sohn dem Meer zu opfern.

Perseus (Harry Hamlin), der Sohn Zeus', wächst zu einem stolzen und schönen Jüngling heran und Papa hoch oben blickt stolz auf dessen Haupt. Weniger Stolz ist Zeus auf den Sohn von Göttin Tethis (Maggie Smith). Der hat nämlich alle geflügelten Pferde (bis auf Eins) des Obergottes getötet und wird drum zum Sumpfmonster degradiert und auch die Hochzeit mit der schönen Andromeda fällt somit ins Wasser. Tethis, aufgebracht ab der Entscheidung von Zeus, erlässt dann einen Fluch auf Andromeda. Wenn ihr Sohn Calibos die Schönheit nicht haben kann, soll sie niemand besitzen. Da hat sie aber die Rechnung ohne Perseus gemacht.

Clash of the Titans

"Heres looking at you kid"

Dieser, inzwischen ausgestattet mit einem Schwert (das Stein schneidet), einem Helm (der unsichtbar macht) und einem Schild (das ihm "einmal helfen soll"), macht sich auf, diesen Fluch um die Schöne zu brechen. Und siehe da: Er schafft es. Das entzürnt Göttin Tethis noch mehr und sie verlangt ein Menschenopfer, das der grossen Krake zum Frass vorgeworfen werden soll. Natürlich soll es Andromeda sein.

Perseus macht sich auf, diese Opferung seiner Liebsten zu verhindern. Auf dem Weg zum Glück stellen sich ihm diverse Gestalten in den Weg. Da wären mal drei Hexen mit einem allwissenden Glasauge, ein Fährenmann des Todes, die ultragefährliche Medusa (deren Blick direkt in die Augen jedermann sofort zu Stein verkommen lässt), der zweiköpfige Hund Dioskilos, riesige Skorpione und nicht zuletzt das Geschöpf, das sauer und wütend im Sumpf sitzt. Calibos. Und auch das Meeresungeheuer ist kein Zuckerschlecken.....


DVD-Rating

Ray Harryhausen ist allen Freunden des Spezialeffektes natürlich ein Begriff. Der Mann perfektionierte die "Stop'n'Go"-Technik und hat Unmengen von Viecher, Monster und Kreaturen aller Art zum filmischen Laufen gebracht. Clash of the Titans brachte ihm die Möglichkeit, tief in der Kiste der griechischen Mythologie zu graben und Figuren wie die Medusa mit dem Schlangenhaar, das fliegende Pferd Pegasus oder auch der Sumpfkönig Calibos zu erschaffen und zu animieren. Es wurde bis heute sein letzter Auftrag. Die visuellen Effekte sind inzwischen computergeneriert und nach klassischen, alten Varianten kräht kein Hahn mehr. Ausserdem ist der Meister auch schon 86 Jahre alt.

Die Geschichte von Clash of the Titans fängt gemächlich an. Man sieht Götter (unter anderem auch Ursula Andress, die damals mit dem Hauptdarsteller Harry Hamlin liiert war), die über die Geschicke der Menschheit philosophieren. Inzwischen sind die Gesichter bekannter, damals waren ausser Ursi-National und dem Göttervater Laurence Oliver alle Castmember relativ unbekannt. Das gilt auch für Maggie Smith, die man natürlich aus Filmen wie Harry Potter and the Goblet of Fire kennt.

Erst als unser Held die göttlichen Geschenke bekommt und sein Schicksal erfährt, nimmt der Film richtig Fahrt auf und entwickelt sich zu einer fantasievollen Schnitzeljagd, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Die Hindernisse werden immer gefährlicher, die Aufgaben schwieriger und Begegnungen mit Viechern, Monstern und Bösewichten aller Art sind ein Genuss für jeden Fan des Genres "Fantasy".

Fazit: Bis zu der allseits bekannten Trilogie von Lord of the Rings war Clash of the Titans für mich DAS Meisterstück des fantastischen Films. Ein Märchen auf hohem erzählerischem Niveau mit Effekten, die vor allem bei der Begegnung auf der Insel der Toten an Spannung und Intensität kaum zu überbieten sind. Ein Glanzstück und eine Empfehlung an die Welt.

Endlich ist die DVD nun im Handel erhältlich und eigentlich wäre das ja genügend der Freude. Leider wurde es hier verpasst, diese Disc auch entsprechend der Qualität des Filmes auszustatten, denn ausser einem Gespräch mit Ray Harryhausen ist der Platz für Extras und Features leer. Die Plauderei ist zwar interessant, aber man vermisst definitiv Hintergründe zum Film, über die Mythologie und die Schauspieler. Da wurde definitiv eine grosse Chance verpasst, eine gigantische DVD zu produzieren.

4.6 Sterne 2.0 Sterne
4.6 Sterne (24 Bewertungen) | 6 Kommentare

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03.07.2006 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 26.01.2000

  • Bildformat: 1.85:1
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 2.0), Englisch (Dolby 2.0), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Tschechisch, Kroatisch, Dänisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Gespräch mit Ray Harryhausen