Friday the 13th (1980)

Freitag, der 13.

Friday the 13th (1980) Freitag, der 13.

Oder: Toter Sohn, noch tödlichere Rache

Friday the 13th

Aaach komm, ich werde schon nicht übertreiben....

Auf dem Feriencamp "Camp Crystal Lake" lastet ein tödlicher Fluch. Erst ertrinkt ein kleiner Junge namens Jason Vorhees im See, der sich direkt vor dem Camp befindet, und einige Jahre später werden zwei Campbetreuer brutal ermordet. Diese Ereignisse handelten dem Camp nicht nur den Übernamen "Camp Blood" ein, sondern auch den Ruf, dass jeder, der dorthin geht, ermordet wird.

Friday the 13th

... hoffentlich, war ja eine grosse Sauerei das letzte Mal.

Dies schreckt jedoch Steve Christy (Peter Brouwer) nicht ab, er will das Camp wieder aufbauen und zu einer florierenden Feriendestination machen. Also stellt er einige neue Campbetreuer an, die ihm helfen, das Camp wieder herzurichten und anschliessend das Ferienlager schmeissen. Alles läuft gut, und so trifft die junge Hilfe auch rechtzeitig ein, um dem Campleiter zur Seite zu stehen.

Während sie noch auf Anny (Robbi Morgan) warten, welche für das Lager kochen soll, machen sich die Jungen mehr schlecht als recht an die Arbeit. Keiner von ihnen glaubt an den Fluch, der auf Camp Crystal Lake lastet, doch das schützt sie nicht vor ihrem Untergang. Eine unaufhaltbare Mordserie beginnt, welche ein Campbetreuer nach dem anderen niederstreckt. Werden sie das Monster noch rechtzeitig stoppen können?


DVD-Rating

Im Jahre 1980 revolutionierte ein kleiner ultra-low-budget Horrorfilm namens Friday the 13th das ganze Genre, indem er eine zu diesem Zeitpunkt noch unverbrauchte Form des Horrors salonfähig machte. Nachdem Halloween und The Last House on the Left bereits ähnlich gearbeitet hatten, setzte auch Regisseur Sean S. Cunningham seinen Cast kurzerhand aus einigen günstigen sowie ehrgeizigen Jungschauspielern zusammen und legte so den Grundstein des Teenieschocker-Genre.

Zu der Zeit wusste jedoch noch niemand, was für einen Bekanntheitsgrad der Film erreichen würde und dass er nicht nur neun Sequels, sondern auch unzählige Klone nach sich ziehen sollte, welche genau dem gleichen Schnittmuster folgten. Friday the 13th sorgte zudem auch auch dafür, dass sich gewisse Regeln im Horrorgenre etablierten: Hat man Sex, wird man getötet, raucht oder schluckt man Drogen, wird man getötet und es überleben nur die, welche sauber und jungfräulich sind. Dies war damals noch neu, genau so, wie die sehr plakativ dargestellten Splatter-Szenen, welche noch nur zu schocken wussten, sondern auch dafür sorgten, dass die Zuschauer in Scharen in die und aus den Kinos stürmten.

Der Film spielt bis rund in die Hälfte am helllichten Tag und nutzt die Zeit, um die Schablonenfiguren vorzustellen: Den Bad Boy, den nervenden Spinner, die harmlose Jungfrau und das hormonüberschüttete Paar. Alle sind vorhanden, geben sich auch recht Mühe in ihren Rollen und werden gleichzetig zur Charakterpalette für die kommenden Friday-Sequels. Der Handlungsverlauf verbleibt linear und konzentriert sich primär darauf, erstmals den Cast nacheinander umzubringen, um sich dann dem grossen Finale mit Alice (Adrienne King) zuzuwenden. Die Mordsequenzen fallen jedoch berechenbar aus und kombinieren sich aus "geh nicht dort hinein" und "schau dort nicht nach." So bleibt die gesamte Handlung bis auf die finale Auflösung sehr linear und überraschungslos. Einige Szenen werden jedoch mit Hilfe der Musik recht intensiv.

Fazit: Ob man Friday the 13th jetzt als Begründer des Teenieslasher-Genres und als Kultschocker betrachtet, oder einfach als simpel gestrickter Slasher mit schlechten Schauspielern, seine Wirkung auf das Horrorgenre ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch, so unerwartet die finale Auflösung auch ist, und obwohl er von Zeit zu Zeit durchaus intensive Momente entwickelt, bleibt er aus heutiger Sicht ein sehr voraussehbarer und linearer Slasher, der einige miese Schauspieler mit recht billigen Goresequenzen kombiniert. Trotz allem, hat er seinen Ehrenplatz im Horrorregal doch verdient.

Die DVD bietet den Film in überraschend guter Qualität, und bis auf etwas Schnee deutet kaum etwas auf sein Alter hin. Einzig der sehr platte Ton ist ein klarer Hinweis darauf, wie lang der Slasher schon auf dem Markt ist. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf ein Making of und auf den Trailer. Das Making of gibt einen guten Einblick in die Entstehung des Filmes.

3.8 Sterne 3.4 Sterne
3.8 Sterne (24 Bewertungen) | 11 Kommentare

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16.02.2008 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 17.10.2003

  • Bildformat: Widescreen 1.85:1 Anamorph
  • Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch: Dolby Digital 1.0 (Mono), Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, italienisch; Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Hebräisch, Isländishc, Norwegishc, Schwedisch, Kroatisch, Slowenisch, Griechisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Dokumentation 'Return to Crystal Lake: The Making of...', Original Kommentar, Trailer