Monty Python's Life of Brian (1979)
Das Leben des Brian
Monty Python's Life of Brian (1979) Das Leben des Brian
Oder: Sie wars, sie war...er wars, er wars
Wie der Titel verrät, erzählt der Film die Geschichte von Brian, einem Juden, der zur selben Zeit wie Jesus gelebt hat. Schon bei seiner Geburt verwechseln die heiligen drei Könige den Stall, indem Jesus geboren wurde und wollen erst der Mutter Brians die Geschenke überreichen. Beim Bemerken des Fehlers, nimmt man der ollen Dame die Geschenke wieder weg und schubst sie noch über den Haufen.
Im Jahre 33 nach Christus, ist Brian erwachsen und verdient seine Brötchen als Verkäufer von allerlei Leckereien im Kolosseum von Jerusalem. Er lebt noch bei seiner tyrannischen Mutter, brilliant gespielt von Terry Jones, welche ihn unter strenger Kontrolle hält. Brian, das Weichei will aus Liebe zu Judith einem Mitglied bei der Volksfront von Judäa werden. Diese Volksfront will die römische Besatzungsmacht loswerden, macht aber ausser Schwafeln überhaupt nichts.
Doch auch die Volksfront von Judäa hat nicht nur Freunde unter den Juden in Jerusalem. An jeder Ecke lauert eine andere Organisation, wie auch deren Erzfeinde die Judäaische Volksfront. Eigentlich haben all diese Untergrundorganisationen das gleiche Ziel. Doch kommt ihnen nie in den Sinn zusammenzuspannen. Und dann passiert das Unvorstellbare. Brian wird für den Messias der Juden gehalten und landet am Ende in den Kerkern von Jerusalem mit dem Urteil 'Kreuzigung' am Hals.
DVD-Rating
Der zweite Film von Monty Python: Das Leben des Brian ist aus dem Jahre des Herrn 1979 und man merkt ihm an, dass die sechs Jungs bedeutend mehr Geld zur Verfügung hatten als noch bei der Suche nach dem heiligen Gral. Eine "etwas" bessere Story, und vor allem ein richtiger Schluss zeugen davon. Der Film besticht durch seine einmalige erzählweise der Zeit Jesu. So sehen wir einen ehemaligen leprakranken Bettler, welcher von Jesus geheilt wurde, obwohl er das gar nicht wollte. Denn jetzt ist der arme Kerl arbeitslos. Aber auch die lispelnden Römer mit brillianten Namen (Schwanzus Longus) verdienen eine besondere Bemerkung in dieser Bewertung. Oder Steinigungen von Blasphemikern durch Frauen, die sich als Männer verkleiden, weil ja nur Männer steinigen dürfen.
Der Film war ursprünglich in Norwegen wegen Blasphemie verboten und wurde erst 1980 (statt 79) gezeigt. In Schweden wurde die Gottesfürchtigkeit ihrer Nachbarn schamlos für das Filmmarketing ausgenutzt."The film that is so funny that it was banned in Norway!" zu Deutsch: 'Der Film ist so lustig, dass er in Norwegen verboten wurde!'
Das Beatles-Mitglied George Harrison hatte sich übrigens entschieden, den Film finanziell zu unterstützen, weil er dachte, dass das die einzige Möglichkeit sei, nochmals einen Monty Python-Film zu sehen. Dafür bekam er auch eine kleine Rolle im Film. Ansonsten spielen die Monty Python-Jungs wie immer nahezu alle Rollen selbst, in diesem Film alleine etwa 40 Stück insgesamt. Es soll hier auch erwähnt werden, dass die deutsche Übersetzung des Films wirklich gut gemacht ist und die Sprüche bestens übersetzt wurden, was beim Humor der sechs Jungs ja nicht wirklich einfach ist.
Wie für einen Monty Python Film gewohnt, ist auch diese DVD vollgepackt mit Zusatzmaterial. Dazu gehören Audiokommentare der sechs Jungs, ein Making of und fünf deleted Scenes, welche absolute Brüller sind. Aber eine besondere Bemerkung haben wohl die vier Original Radio British Werbungen verdient. Ich hab mir vor Lachen fast in die Hosen gemacht, als ich die zum ersten Mal gehört habe. Ein Beispiel: Eine alte Frau, welche sich als Mutter von John Cleese vorstellt, erklärt, dass man den Film Life of Brian sehen gehen sollte, weil sie sonst von ihrem Sohn auf die Strasse gestellt wird. Er habe dann kein Geld mehr für ihr Altersheim.
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5.1 Sterne (97 Bewertungen) | 52 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 07.05.2003
- Bildformat: 1.85:1 Anamorphic Widescreen
- Sprachen: English 2.0 Surround
- Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: "The Python Documentary" 50-minütiges Making-of feature, ein Audiokommentar mit Terry Gilliam, Eric Idle und Terry Jones, ein Audiokommentar mit John Cleese und Michael Palin, fünf kommentierte gelöschte Szenen, Radio Spots und der Trailer


