James Bond - Moonraker (1979)

James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim

James Bond - Moonraker (1979) James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim

Oder: Ab ins All!

James Bond - Moonraker

Schni-Schna-Schnappi

Es gibt einen Ort, wo James Bond (Roger Moore) bislang noch nicht war und die Welt gerettet hat. Der Weltraum. Und genau da passiert etwas gar Schlimmes. Ein Space-Shuttle wird vom Rücken einer Boeing entführt. Dieses spektakuläre Unterfangen lässt natürlich auch "M" (Bernard Lee) aufhorchen und sofort wird der Lieblingsagent ihrer Majestät auf den Fall angesetzt.

Die Ermittlungen führen Bond auf die Spur einer Firma "Drax", deren Namensgeber (Michael Lonsdale) er in Kalifornien besucht und sich schon bald von einem Killer verfolgt sieht. Natürlich ist dieser Mister Drax ein grössenwahnsinniger Kerl, der geplant hat, eine neue Rasse von Menschen zu züchten, welche die von ihm ausgelöschte Erde schon in naher Zukunft neu besiedeln soll.

James Bond - Moonraker

Clint Eastbond?

Doch bis dahin ist der Weg für den Bösewicht lang, denn James Bond entpuppt sich als hartnäckiger Gegner, der einfach nicht sterben will. Erst als sich Drax den "Beisser" (Richard Kiel) an seine Seite holt, bekommt unser Agent Probleme. Denn dieser Riese beisst ohne weiteres Gondelkabel durch, ist ein Bär von einem Mann und scheinbar immun gegen Boxhiebe in jegliche Körperteile.

Drax hat indessen seine Raketen mit der Besatzung komplettiert und düst ins All. Mit seinen perfekten Menschen sieht er sich am Ziel seiner Träume. Natürlich hat sich aber James Bond auch einen Raumanzug geschnappt und mischelt dort oben, weit oben, munter mit, wenn es darum geht, die Welt zu retten, am Leben zu bleiben und die schöne Dr. Goodhead (Lois Chilles) ins schwerelose Bett zu zerren.

Und dann bekommt 007 sogar noch ganz unerwartet Hilfe.....


DVD-Rating

Was macht eine der erfolgreichsten Filmserien der Welt, wenn die Konkurrenz plötzlich die Erde hinter sich lässt und in den Weiten des Weltalls für Furore sorgt? Was passiert mit James Bond, wenn Star Wars an den Kinokassen einschlägt und auch Star Trek Erfolg verspricht? Genau. Man schickt den bekanntesten Geheimagenten der Welt ins Weltall. Was dabei heraus kommt, beweist Moonraker.

Der vierte Auftritt von Roger Moore als 007 fängt eigentlich recht spannend an. Wann hat man schon mal gesehen, dass ein Spaceshuttle direkt auf einem fliegenden Flugzeug startet? Eben. Die Voraussetzungen für einen recht coolen Agententhriller sind also gegeben. Daraus gemacht wurde leider nicht viel. Moonraker kommt nie so richtig aus den Startlöchern und wenn sich der Agent im grossen Finale auch noch selber in den Raumanzug zwängt und in der Schwerelosigkeit in Kampfposition geht, darf man sich durchaus mal wundern, was der ganze Zirkus eigentlich soll.

Roger Moore mimt den Agenten Bond dieses Mal recht souverän und ohne grossen Schnickschnack. Dass er selber kein begnadeter Schauspieler ist, dürfte ihm dabei helfen. Denn gross in Action treten muss er hier nicht. Auch der Gebrauch von Waffen wurde für einmal ein bisschen in den Hintergrund gesetzt.

Die coolsten Figuren in einem Bondfilm sind ja seit jeher die Bösewichte. Grosse Namen wurden jeweils engagiert und deren Handlanger setzten dem Film meist das Sahnehäubchen auf. In Moonraker lernen wir Michael Lonsdale kennen. In Frankreich bekannt (und darum in dieser Co-Produktion auch als Bösewicht verpflichtet), muss der "normale" Kinofan doch ein bisschen graben, bis er einen Film findet, in der dieser Monsieur dabei war. Spätestens bei Der Name der Rose oder Munich findet man aber was. Trotzdem bleibt er als Bond-Bösewicht eher blass und uninteressant. Er mag zwar dem Agenten intellektuell überlegen sein, aber körperlich ist er ein armes Würstchen.

Das Highlight von Moonraker ist sicherlich der zweite Auftritt des "Beissers" (Richard Kiel), der ein weiteres Mal beweist, wie schnell man Kabel durchbeissen kann und was für Probleme beim Metalldetektor am Flughafen auftauchen können.

Fazit: Moonraker ist eine gigantische Materialschlacht, welche die eigentliche Story in den Hintergrund drängt und somit auch bald mal recht uninteressant wird. Ein paar schöne Einfälle (Hetzende Schäferhunde, Gondel-Kampf) machen den Braten auch nicht mehr besonders feiss. Darum ist Moonraker einer der schwächsten Bonds und der Anfang vom Ende für Roger Moore.

Schöne Bonusfeatures gibt es trotzdem zu entdecken. Sei es die Dokumentation über die Dreharbeiten zu Moonraker oder ein Bericht über die Spezialeffekte aller Bondfilme. Beide Filme sind sehr interessant und bieten auch für den eingefleischten Fan ein paar neue Details zu sehen. Die Trailers und die schöne Galerie sind dann eine angenehme Zugabe. Natürlich darf der fast schon obligate Audiokommentar nicht vergessen werden, der wie immer recht informativ daherkommt.

Technisch kann vor allem die Originalversion in schön abgerundetem Dolby Digital Sound punkten. Die deutsche Synchro dagegen kommt ein bisschen dumpf rüber. Das Bild ist schön angepasst worden und zeigt schöne und klare Konturen und Farben. Keine Beschwerde hier.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.52.5

 

23.10.2008 / muri

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