Fleisch (1979)

Fleisch (1979)

Oder: Don't Call the Ambulance

Fleisch

Lethal Ambulance

Die junge und sehr attraktive Monika (Jutta Speidel) - Deutsche Staatsbürgerin - heiratet in den Vereinigten Staaten den fröhlichen und nicht gerade betuchten Studenten Michael (Herbert Herrmann). Auf ihrer Hochzeitsreiche in den südlichen Regionen der USA, genauer in New Mexico, machen die beiden frisch verheirateten Turteltauben einen Zwischenstopp in einem sensationell günstigen Motel: die Nacht zu $ 7.50 inkl. einer Kanne voll frisch gebrühtem, schmackhaften Begrüssungskaffee.

Fleisch

Meat them

Als Monica und Michael vergnügt die nähere Umgebung des Motels begutachten, werden sie plötzlich von einem Ambulanzwagen verfolgt und eingeholt. Michael wird kurzerhand entführt, Monica entkommt nur knapp den Fängen der "Nothelfer". Völlig verstört findet sie bei einem polnischen Lkw-Fahrer namens Sierra Bill (Wolf Roth) Unterschlupf.

Zusammen nehmen sie die Spur der ominösen Entführer auf, die sich bis nach New York zieht. Dort kommen sie einer regelrechten Entführerorganisation auf die Schliche, welche in einer "Klinik" die gekidnappten jungen Menschen als lebendige "Organspender" für finanzkräftige kranke Patienten missbraucht...


DVD-Rating

Zum Film: Regisseur Rainer Erler inszenierte den TV-Film im Jahre 1979 nach seinem gleichnamigen Buch. Er lässt die Story gekonnt zwischen gesellschaftskritischen Momenten und packendem Thriller hin- und herswitchen. Dies funktioniert nicht zuletzt dank der passenden Rollenverteilung und dem gelungenen Spannungsaufbau.

Jutta Speidel, Herbert Herrmann und Wolf Roth spielen weder übertrieben kitschig, noch nach konservativ langweiliger Manier. Also bitte keine Berührungsängste oder Vorurteile gegenüber einem deutschen Fernsehfilm. Die drei genannten Schauspieler kennt man übrigens aus ettlichen deutschen Spielfilmen und Serien, welche mehrheitlich auf ARD und ZDF gezeigt wur- und werden.

Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen. Gut, ab und zu sind die Stimmen der Darsteller nicht immer synchron zu deren Lippenbewegungen. Das rührt wahrscheinlich daher, dass die Tonqualität in manchen Szenen nicht gerade das Gelbe vom Ei war, was eine Nachbearbeitung nötig machte. (= reine Annahme).

Zur DVD: Die Fleisch-Silberscheibe bietet nun wirklich nichts, was das Herz höher springen lassen könnte. Präsentiert wird eine unendlich lange Liste von Preisen und Auszeichnungen, die Rainer Erler für seinen Thriller empfangen durfte. Und das ist letztlich das einzig Interessante am Zusatzgemüse. Da es sich um eine deutsche TV-Produktion handelt, ist der Film nur in deutscher Sprache hörbar... und von fremdländischen Untertiteln fehlt - wohl auch deshalb - jegliche Spur. Ton- und Bildqualität sind genügend, so richtig a la 1979... als viele von uns noch keine Ahnung von Surround und Co. haben konnten ;)...


OutNow.CH:

Bewertung: 4.04

 

17.06.2003 / nd

Community:

Bewertung: 3.5 (9 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

3 Kommentare