The Lord of the Rings (1978)
The Lord of the Rings (1978)
Oder: One Ring to....ach ihr wisst schon
Vor langer Zeit, weit entfernt, wurden Ringe geschmiedet. Sie wurden unter Menschen, Elfen und Zwergen verteilt und eigentlich hätte damit ein gleichberechtigtes und friedliches Leben beginnen können. Wenn da nicht Sauron gewesen wäre. Der Kerl wollte die absolute Macht und schmiedete sich den Überring. Ein Ring, um sie alle zu knechten...
Als dem Bösen aber dieser Ring abhanden kam, (resp. durch Isildur abgeschlagen worden war), begann die Odysse des kleinen Schmuckteils. Schlussendlich wurde er, Jahrhunderte später, von einem kleinen Kreatur namens Smeagol an sich gerissen. Der Ring übernahm den Geist des Wesens und liess ihn zu "Gollum" werden. Doch auch von ihm wurde der Ring gestohlen. Bilbo Baggins, der Abenteurer aus dem Auenland, fand das Teil und gibt es nun ab seinen Neffen Frodo weiter.
Zusammen mit Gandalf dem Zauberer wird der Ring ins Elbental gebracht, wo eine Gemeinschaft gegründet wird, welche den Ring zurück in den Schicksalsberg tragen soll, damit er dort in den ewigen Feuer endgültig vernichtet wird. Doch diese Gemeinschaft von Menschen, Elfen, Hobbits und dem Zwerg Gimli wird bald getrennt, denn Sauron lässt nichts unversucht, diesen einen Ring endlich in seinen eigenen Besitz zu bringen.
Die Reise von Frodo und seinem Gehilfe Sam wird dadurch erschwert, dass sie die Bekanntschaft von Gollum machen, der sie scheinbar durch die gefährlichen Welten von Mordor führt, dabei aber den Ring nie ganz aus den Augen lässt und in seiner Schizophrenie den beiden Hobbits gefährlich nahe kommt.
DVD-Rating
Was gibt es eigentlich über diese Mittelerdengeschichte von JRR Tolkien noch zu schreiben, was nicht bereits schon anhand der Verfilmung von Peter Jackson bekannt gemacht wurde. Das Wichtigste ist sicher der Fakt, dass The Lord of the Rings ein Zeichentrickfilm ist, der neben der klassischen Animation auch der sogenannten "Rotoskopie" Platz gibt. Das heisst, es wurden Szenen mit realen Menschen gedreht und dann mittels spezieller Technik so umgewandelt, dass es ausschaut, als ob diese Figuren ebenfalls gezeichnet wurden. Mehr über diese Technik findet ihr hier .
Die Geschichte des einen Rings ist natürlich weltbekannt und wird in The Lord of the Rings im Schnellgang erzählt. Wer den unfairen Vergleich zu The Lord of the Rings 1 anstellen will, der merkt bald mal, dass in dieser frühen Animationsumsetzung des Stoffes einige Teile fehlen oder halt nicht so ausführlich zu sehen sind. Das fängt bei der Vorgeschichte an und zieht sich durchgehend durch diesen immerin 120 Minuten langen Film. Dafür ist die musikalische Untermalung sehr gut gelungen und teils werden uns minutenlange Szenen ohne Dialog und nur mit Musik gezeigt. Speziell zwar, aber gar nicht übel.
Zudem werden Freunde von Elfen und Waldläufern zweimal gucken müssen, um ihre Lieblinge zu erkennen. Aragorn ist kein heldenhafter Kerl, Legolas kein feiner Elb, Boromir sieht eher aus wie ein Wikinger und wer die Gutmütigkeit eines Ian McKellen als Gandalf noch in Erinnerung hat, dürfte überrascht sein, wie gleichgültig und kalt der Zauberer in diesem Film dargestellt wird. Ob das nun besser, näher am Buch oder gar untreffend ist, werden wohl nur die ganz harten Fans der Geschichte beurteilen können.
Ein weiteres Manko des Filmes, neben der unspektakulären Erzählart der Geschichte, ist die Tatsache, dass der Film mitten in der Story einfach stoppt. Es existiert zwar eine indirekte Fortsetzung von The Lord of the Rings, aber die fand weder bei Fans noch bei Kritikern Anklang und ist in deutscher Fassung nur sehr schwer zu finden.
Fazit: Natürlich darf The Lord of the Rings nicht mit dem gigantischen Werk von Peter Jackson verglichen werden. Dafür ist er schlicht und einfach zu schlecht. Die Animationen sind steif und eckig, die Rotoskopie-Szenen sind eher belustigend, denn spannend und viele Teile der Geschichte wurden ausgelassen oder nur gestreift. Dennoch lohnt sich ein Blick, um zu sehen, was denn damals für eine Vision dieser grossartigen Geschichte im Umlauf war.
Die DVD ist technisch sehr schwach auf den Markt gekommen. Der Ton ist zwar im Dolby Surround abrufbar, scheppert aber vielfach und macht auch sonst keinen sauberen Eindruck. Ebenfalls bräuchte das Bild eine Überarbeitung, denn Schmierereien darin kommen regelmässig vor. Zudem ist die DVD nur mit einer Castliste als Bonusmaterial ausgestattet.
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3.1 Sterne (8 Bewertungen) | 6 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 05.11.2001
- Bildformat: 1.85:1 (19:9)
- Sprachen: Englisch (Dolby Surround); Deutsch (Dolby Surround); Kroatisch (Dolby Surround); Spanisch (Mono); Türkisch (Stereo)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Spanisch; Holländisch; Finnisch; Französisch; etc.
- Extras: Filmcast



