The Kentucky Fried Movie (1977)
The Kentucky Fried Movie (1977)
Oder: Samuel L. Bronkowitz presents...
Eine Schar lustiger Autoren und Schauspieler taten sich 1977 zusammen, um die Mutter aller Komödien ins Kino zu bringen. Der Anfang vom Ende. Die Revolution des Humors. Der Start eines Kults. David Zucker, Jim Abrahams und Jerry Zucker laden ein zu 20 Sketchen Marke "ZAZ".
Wir begleiten Öl-Manager beim Erforschen neuer Märkte. Im TV-Studio ist der Affe los und das Mikro spielt verrückt. Politische Diskussionen enden in wüsten und obszönen Angriffen und die Werbeblöcke zwischendurch setzen dem ganzen noch eins drauf. Neue Filme wie "Thats Armageddon" oder "Catholic Highschool Girls in Trouble" werden per Trailer vorgestellt, "Big Jim Slade" wird zum Frauentraum und was einem im Gericht passieren kann, ist kaum zu glauben.
Ausserdem bringt uns die "Feature Presentation" an die Seite eines unerschrockenen, asiatischen Kämpfers, der auf einer einsamen Insel einen Bösewicht dingfest machen soll und dabei mit allerhand Tücken zu kämpfen hat.
DVD-Rating
The Naked Gun, Airplane, Top Secret, Scary Movie 3 und ganz aktuell Scary Movie 4. Bei all diesen mehrheitlich saukomischen Filmen hat ein Mann seine Finger im Spiel. Ein Mann, bei dessen Filmen die Witze im Hintergrund des Bildes teils viel komischer sind, als diejenigen, um die es überhaupt in den Handlungen geht. David Zucker ist der personifizierte Lachsack, der optimale Witzbold und isst den ganzen Tag nur Gigelisuppe.
Mit Kentucky Fried Movie hat David Zucker, zusammen mit seinen Partnern, den Grund geschaffen für eine Art Humor, die man bis dahin noch nicht kannte. Waren die Filme in den 60-er Jahren von Slapstick dominiert, wurde es nun direkter, bösartiger und beissender. Da wird auch mal eine nackte Brust gezeigt, da spritzt das Kunstblut und auf sexuelle Richtlinien nahm man überhaupt keine Rücksicht. Da macht schon mal ein Rabbi mit einem schwarzen Gun-Chick rum...Wem dieser meist mit dem Holzhammer praktizierte Humor gefällt, der hat hier einen Klassiker des Genres vor sich.
Es hat keinen grossen Sinn, auf alle der angesprochenen Sketches einzugehen, denn die einen sind so genial komisch, dass jedes Wort die Freude daran schmälern würde, während andere so tief und so dämlich sind, dass es sich nicht lohnt darüber zu schreiben. Dennoch soll erwähnt sein, dass Klassiker wie "His New Car", "Feel-A-Round" oder "Sex Record" auch heute noch genial komisch sind und garantiert im Gedächtnis aller Fans dieses Humors einen festen Platz haben.
Fazit: Lustig, gröhlig, kultig und halt einfach zum ablachen. So präsentiert sich die Sketchparade aus den Siebzigern. Wer kultivierte Unterhaltung möchte oder sich von dialogstarken Dramen angezogen fühlt, der dürfte an Kentucky Fried Movie keine Freude haben. Allen anderen ist ein Blick mehr als nur ans Herz gelegt. Und wems nicht gefällt... Hey, s'dauert nur 79 Minuten und einmal erwischts jeden!
Auf der (alten) DVD sind Untertitel fehl am Platz. Entweder man hört sich die Chose im Original an (empfohlen!) oder man wählt die deutsche Synchro, die auch nicht schlecht ist. Ausser einer gelöschten (und blöden) Szene und dem Original-Trailer gibts Texttafeln zum Regisseur John Landis. Ebenfalls kann man anwählen, ob man den Film im Vollbild oder Widescreen gucken will.
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4.5 Sterne (10 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 21.08.2003
- Bildformat: 1.85:1 (Widescreen), 4:3 (Fullscreen)
- Sprachen: Deutsch (Mono 2.0), Englisch (Mono 2.0)
- Untertitel: keine
- Extras: Originaltrailer, Deled Scenes, Biographien


