Close Encounters of the Third Kind (1977)

Unheimliche Begegnung der dritten Art

Close Encounters of the Third Kind (1977) Unheimliche Begegnung der dritten Art

Oder: Farbige Flitzekugeln, langfingrige Aliens und schwebende Kathedralen.

Close Encounters of the Third Kind

Fernlicht-Terroristen?

In der Wüste Mexikos werden Navy-Flugzeuge gefunden - Jahrzehnte nach ihrem verschwinden über dem Bermuda-Dreieck. Völlig intakt. In Indien singt ein ganzes Volk die ein und die selbe Tonfolge gen Himmel. In einer asiatischen Wüste treffen Forscher um den französischen Spezialisten Lacombe (François Truffaut) auf ein Schiff...! Merkwürdige Geschehnisse bringen auch Roy Neary (Richard Dreyfuss) und andere Betroffene zusammen. Sie alle wurden nachts von geheimnisvollen Lichtern heimgesucht und können sich, fasziniert von den Erlebnissen, nicht mehr in ihr normales Leben einfinden.

Close Encounters of the Third Kind

Wie Weihnachten!

Neary, den Job verloren und von der Familie verlassen, macht sich auf den Weg, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Mit Jillian Giller (Melinda Dillon), deren kleiner Sohn vermisst wird, fährt er zum Devil's Tower, der alle Betroffenen wie ein Magnet anzieht. Was verbirgt sich hinter dem als Katastrophengebiet ausgerufenen Landesteil?


DVD-Rating

Nach dem phänomenalen Erfolg des Hai-Thrillers Jaws standen Steven Spielberg so gut wie alle Türen offen und konnte eines seiner Lieblingsprojekte realisieren.. Er tat sich mit dem Produzentenduo Julia Phillips und Michael Phillips zusammen, die mit The Sting einen Riesenhit landeten und kurz darauf für Martin Scorsese Taxi Driver produzierten.

Die Geschichte von Close Encounters of the Third Kind ist vielfältig. Vom alltäglichen Familienleben, typischen Vorstadtmenschen, Familienkrisen, cover ups der Regierung bis hin zur wundersamen Begegnung mit Ausserirdischen und der Erfüllung des Lebens. Das alles wird Jahre später in E.T. wieder aufgenommen, doch zieht Spielberg hier eher dokumentarischere und wissenschaftliche (so gut man das eben so nennen kann) Bezüge. Close Encounters of the Third Kind wurde damals gerne als Science Fact bezeichnet, das Thema UFOs, Raumschiffe und ausserirdisches Leben hatte nicht zuletzt wegen Star Wars: A New Hope eine richtige Begeisterungswelle ausgelöst. Und nun nahm sich erstmals ein Film ernsthaft des Themas an.

Der mehrfach Oscar nominierte Film versammelt einen eindrücklichen Cast, allen voran der charismatische Richard Dreyfuss oder der grosse François Truffaut in der Rolle des französischen UFO-Spezialisten. In bemerkenswerten 2.35:1 Bildern (Spielberg dreht seit Jahren nicht mehr in diesem Format), fotografiert von Vilmos Zsigmond und mit fantastischen Effekten angereichert, vermischt das damalige Wunderkind Hollywoods Fakten, Drama, Träume und Thrillerelemente. Nur wenig später kam eine sogenannte Special Editions in die Kinos, einer der ersten Director's Cuts überhaupt (es gab Kinogänger, die sich verschaukelt fühlten...). Spielberg fügte einige Szenen hinzu und nahm dafür Alltagsszenen hinaus. Die hier vorgestellte DVD bietet abermals eine neue Version, eine Mischung aus 77er Version und Special Edition, mit Szenen der ersten Version und Szenen der zweiten Version vereint. Wahrscheinlich und rückblickend ist das auch die wirklich gelungenste der nun also drei Versionen von Close Encounters of the Third Kind.

Extras: Die Edition glänzt mit einigem an Bonusmaterial, das auf der zusätzlichen DVD zu finden ist. Dabei ist das Making Of mit seinen 100 Minuten ein absolutes Glanzlicht. Hübsch auch das Featurette aus der Zeit als der Film in die Kinos kam. Nette Aufnahmen, tolle Frisuren. Zusätzlich gibt es noch diverse deleted scenes, leider ohne Kommentar (wie auch der Film, gewohnt von Spielbergschen DVD-Veröffentlichungen, ohne auskommen muss) oder Hinweise. Die Bildqualität der DVD lässt sich sehen. Leichte Schlieren bei Schwenks und Fahrten und eine gewisse Körnigkeit können das Sehvergnügen nicht schmälern. Zum Ton wieder einmal so viel: wieso ums Himmels Willen wurde eine DTS-Spur hinzugefügt, die sich kaum vom DD 5.1 Mix unterscheidet? Dieser Mix selber ist auch nicht umwerfend, aber in der Englischen Version weitaus besser gelungen als in der Deutschen.

4.7 Sterne 5.0 Sterne
4.7 Sterne (30 Bewertungen) | 7 Kommentare

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20.07.2006 / pb


DVD-Infos

Collector's Edition, erschienen am 06.06.2001

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch (DD 5.1, DTS)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Türkisch
  • Extras: DVD 2: Trailer; Making Of (100 Min.); Dokus; Entfallene Szenen; Filmografien; Animierte Menüs.