Young Frankenstein (1974)
Frankenstein Junior
Young Frankenstein (1974) Frankenstein Junior
Oder: Where Wolf? There Wolf!
Frederick Frankenstein (Gene Wilder) ist Chirurg und hat an seinem Nachnamen hart zu beissen. Denn keinesfalls will er mit den Taten seines Grossvaters in Verbindung gebracht werden, der damals versuchte, in tote Materie Leben einzuhauchen. Deshalb besteht Frederick auch darauf, dass man ihn mit "Froonkensteen" anspricht.
Als allerdings ein Anwalt das Vermächtnis seines Opas überbringt, macht sich Frederick auf nach Transsylvanien. In das Schloss seines Grossvaters. Am Bahnhof triff er auf den Diener Igor (Glubschauge Marty Feldman), dessen Buckel mal links und mal recht steht und dessen Namen doch bitte wie "Äigor" ausgesprochen werden soll. Igor ist nicht allein. Sexy Assistentin Inga (Terri Garr) will ebenfalls den neuen Meister begrüssen.
Zu dritt erkunden sie das grosse Schloss und stossen auf die private Bibliothek des Dr. Frankenstein, welche Frederick sofort in den Bann zieht. Denn was Opa einst versuchte, will nun doch auch der Enkel machen. Die Apparaturen sind noch intakt und so wird ein toter Mann ausgegraben und mit neuem Hirn versehen. Natürlich ists das Falsche und das Monster (Peter Boyle) fängt an, einen eigenen Trieb zu entwickeln.
Als der Hühne dann schliesslich aus dem Schloss flieht, hat Haushälterin Frau Blücher (Cloris Leachmann) *wieher* ihre Finger im Spiel. Denn sie verbindet etwas ganz besonderes mit dem Grossvater von Frederick. Ausserdem fängt der Mob des Städtchens an, in Rage zu geraten. Da hilft auch der Polizeiinspektor (Kenneth Mars) nichts mehr. Das Chaos nimmt seinen Lauf.
DVD-Rating
Mel Brooks braucht man nicht gross vorzustellen. Filme wie Blazing Saddles oder Spaceballs sprechen eine deutliche Sprache. Der Lachsack ist mit Vorliebe politisch unkorrekt und zeigt immer wieder herrliche Anspielungen auf filmische Klassiker in seinen Filmen. In Young Frankenstein ists natürlich die Figur aus dem Roman von Mary Shelley.
Zu dem irrsinnig lustigen Geblödel, das selbst in der deutschen Synchronisation echt lustig ist, gesellen sich hervorragende Darsteller und die Tatsache, dass der Film in Schwarz/Weiss gehalten ist. Gene Wilder, der zu diesem Film zusammen mit Mel Brooks das Drehbuch geschrieben hatte und dafür für einen Oscar nominiert wurde, übertreibt mit seinem Schauspiel und seiner Dramatik herrlich. Er verliert aber nie das "ernstere" Thema aus den Augen.
An seiner Seite ist einer der lustigsten Menschen der Filmgeschichte. Der Mann mit den grossen Augen und dem frechen, englischen Mundwerk. Marty Feldman. Leider ist der gute Mann 1982 bereits verstorben und "lebt" nur noch in seinen Filmen weiter. Doch die sind meist saukomisch und auch in Young Frankenstein lässt der Kerl Sprüche von der Leine, dass es nur so knallt. Dazu ein vollkommen chaotisches Hampeln. Herrlich.
Terri Garr oder Peter Boyle (zum wiehern lustig als Monster) geben dem Film den Rest. Und das Sahnehäubchen ist ein Auftritt von Gene Hackman als blinder Mann, der versucht, mit dem Monster Freundschaft zu schliessen. Diese paar Minuten dürften ein Highlight des Films sein.
Fazit: Ja, auch wenns zwischendurch mal einige Längen hat und man sich erst an die Schwarz/Weisse Ansicht gewöhnen muss, die Lacher haben es in sich. Der Film ist eine tolle Mischung aus Anspielungen alter Klassiker, einer schönen, altmodischen Gruselgeschichte und Gags, die einfach herrlich zünden. Viel Vergnügen bei diesem Klassiker der Komödiensparte. Es lohnt sich definitiv, diesen Film einmal (wieder) zu gucken.
Dass in Schwarz/Weiss-Filmen natürlich das Bild eine entscheidende Rolle spielt, dürfte klar sein. Hier merkt man der DVD das Alter des Films an, denn manchmal muss man schon genau hingucken, um was zu erkennen. Auch der Ton, in solider aber keineswegs überragender Qualität, hinterlässt Spuren des Alters.
Als Extras gibt es ein interessantes Making-Of, in dem vor allem Gene Wilder zu Wort kommt. Zusätzlich gibts ein paar lustige Pannen und bislang unveröffentlichte Szenen. So richtig lustig ist dann aber das Interview von Marty Feldman fürs mexikanische Fernsehen. Nach anfänglicher Schüchternheit (?) legt er nach ein paar Minuten richtig los... Trailer und TV-Spots runden das solide Angebot ab.
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5.0 Sterne (9 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 07.02.2001
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Englisch (DD 2.0), Deutsch (DD 2.0), Spanisch (DD 2.0)
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Spanisch
- Extras: Filmpannen, Unveröffentlichte Szenen, Audiokommentar, 36-minütiges Making-Of, Mexikanische Interviews, Trailers, TV-Spots



