The Party (1968)
Der Partyschreck
The Party (1968) Der Partyschreck
Als er bei einer grossen Hollywoodproduktion nicht nur seine Todesszene, sondern auch eine Actionsequenz und die finale Explosion versaut hat, wird der indische Schauspieler Hrundi V. Bakshi (Peter Sellers) vom Drehort verscheucht und der völlig fertige Regisseur sorgt dafür, dass dieser Tölpel keine Arbeit mehr in der Stadt bekommt. Der Studioboss schreibt sich diesen Namen auf und als seine Sekretärin die Gästeliste für eine anstehende Party sucht, nimmt sie natürlich genau die Liste, auf der auch Bakshis Namen steht. Von der Schwarzen auf die A-Liste und unser Inder macht sich auf, eine tolle Party zu crashen.
Was nun folgt, ist eine Aneinanderreihung von Missverständnissen, eine unglaubliche Pechsträhne und ein immer freundlicher Inder, der inmitten dieser pompösen Party seinen Platz sucht. Von versuchtem Small-Talk, den daraus folgenden Ignorationen, einem sprechenden Papagei ("Birdy Nam Nam"), einer Gegensprechanlage mit Tücken über verlorene Schuhe, verliebte Blicke, besoffenes Personal bis hin zum kleinen Elefanten, der die Party so richtig in Schwung bringt.
Ja, Hrundi V. Bakshi fegt sich vom unbeachteten Partygast zum heimlichen Highlight. Und das tut er keineswegs absichtlich, sondern allein durch seine freundliche, aber sehr tölpelhafte, Art. Und natürlich durch den Einfluss von Alkohol, der ihm verabreicht wird, obwohl der nette Mann das Gesöff doch so gar nicht verträgt....
DVD-Rating
Die Kombination von Regisseur Blake Edwards und Darsteller Peter Sellers kennt man vor allem von Filmen wie The Return of the Pink Panther. Der einzige gemeinsame Film der Beiden ausserhalb dieser bekannten Serie brachte Peter Sellers 1968 als Inder auf eine Party und wurde als Partyschreck weltbekannt. Das Skript soll nur gerade 63 Seiten lang gewesen sein und die Geschichte gab Peter Sellers mehr als einmal die Gelegenheit, einfach mal drauflos zu improvisieren.
Die Story an sich ist denn auch praktisch nicht vorhanden. Wir sehen, wie Hrundi V. Bakshi Dreharbeiten versaut und dann trotzdem auf der Gästeliste einer angesagten Party landet. Der Rest ist Partygetümmel, Slapstik und eine lustige Szene nach der anderen. Peter Sellers zeigt sich in Glanzform, der sich von einem Gag zum anderen hangelt und dabei kein Fettnäpfchen auslässt. Sei es die Jagd nach seinem Schuh auf einem der Bächlein, das durch die Wohnung fliesst oder die Begegnung mit einem Westernheld, der den Inder für einen "Indianer" hält.
Zwar nimmt sich der Film zwischendurch ab und zu kreative Pausen in denen nicht sonderlich viel passiert, aber über diese Momente kann man ohne weiteres hinwegschauen. Denn wenn die One-Man-Show des Peter Sellers fortgesetzt wird, dann beweist The Party, warum er in der Liste der witzigsten und lustigsten Filme aller Zeiten eine Spitzenposition einnimmt.
Fazit: The Party hat Momente für die Ewigkeit, in die man einige Momente Leerlauf geschoben hat. Das beginnt bei der Sterbeszene am Anfang und zieht sich durch den ganzen Film. Ein grandioser Peter Sellers mit herrlichem Akzent und viel Improvisation machen diesen Film zu einem richtigen Klassiker, den man einfach gesehen haben muss. Fertig.
Die DVD ist in verschiedenen Fassungen zu erwerben, wobei die Version der "Cinemathek" leider ausser dem Trailer keine Extras bietet. Die findet man beispielsweise auf der "Gold Edition", wo Making-Ofs, Werbespots oder auch Interviews mit den Stars abrufbar sind. Qualitativ wurde dieser alte Film schön aufgefrischt und zum strahlen gebracht. Ton- und Bildmässig darf man mit der Aufmachung von The Party darum mehr als nur zufrieden sein. Toller Film, schöne DVD. Was willst du mehr?
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4.6 Sterne (13 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
Cinemathek 06, erschienen am 14.12.2007
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Trailer



