Fantastic Voyage (1966)

Die Phantastische Reise

Fantastic Voyage (1966) Die Phantastische Reise

Oder: Im Kampf gegen die Blutkörperchen

Fantastic Voyage

Lavalampen als Special Effect

Ein Wissenschaftler will 1965 in den Westen überlaufen und wird während der Aktion lebensgefährlich verletzt. Ein Blutgerinsel bildet sich in seinem Gehirn und das kann natürlich nicht auf normale Weise entfernt werden. Es muss was Aussergewöhnliches passieren.

Agent Grant (Stephen Boyd) wird einbezogen und ihm wird ein spektakulärer Rettungsplan vorgestellt. Zusammen mit Dr. Michaels (Donald Pleasence), Dr. Duval (Arthur Kennedy), dessen wohlgeformter Assistentin Cora (Raquel Welch) und Pilot Bill Owens (William Redfield) soll der Agent in ein U-Boot steigen, sich auf mikroskopische Grösse schrumpfen lassen und das Gerinsel von innerhalb des Körpers unschädlich machen.

Fantastic Voyage

Der Reissverschluss klemmt leider

60 Minuten bleibt dem Team, um dieses Problem zu lösen. Und schon bald nach Eintritt in die Blutbahn machen sich Verdächtigungen im Boot breit. Einer der Insassen scheint für die gegnerische Seite zu arbeiten und steht im Verdacht, die Operation sabotieren zu wollen. Neben diesem gefährlichen Problem stellen sich der Besatzung auch die menschlichen Abwehrkräfte (weisse Blutkörperchen) in den Weg und die Operation scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.


DVD-Rating

Filme, die man jährlich ein paar Mal am TV vorgesetzt bekommt und die dennoch nichts von ihrer Faszination verlieren, gibt es leider nicht wie Sand am Meer. Fantastic Voyage ist glücklicherweise so einer. In der heutigen Zeit belächelt man zwar die Special-Effects mehrheitlich und die sogenanten "menschlichen" Organe erinnern meist an irgendwelche technischen Fantasien der damaligen Zeit. Nichts desto Trotz durfte sich der Film 1967 zwei Oscars für Effekte und künstlerische Dekors einstreichen.

Die Geschichte ist so was wie ein früher Vorgänger der heute so populären Echtzeit-Filme oder -Serien. Die Uhr tickt und man bibbert mit dem Rettungsteam mit, das versucht, einen Mann zu retten, zu dem man keinerlei Beziehung aufbauen konnte. Dabei spielt man mit den Organen, lässt Blutkörperchen schweben, das Herz schön pumpen und wenn dann auch noch das Skalpell im OP auf den Boden fällt (und die Crew natürlich grad im Ohrkanal umherkurvt), dann rappelts auf dem Bildschirm. Klassisch, kultig und halt einfach seiner Zeit ein grosses Stück voraus.

Als Crew hat man den "Messala" aus Ben Hur als Held organisieren können. Der amerikanische Vorzeige-Agent wandelt auf den Spuren seines britischen Kollegen 007 und hat keine Probleme, den Frauen den Kopf zu verdrehen. Eine dieser Kandidatinnen ist (oder war) Busenwunder Raquel Welch. Ebenso dabei war der Mann, der Michael Myers in Halloween stetig auf der Spur war: Donald Pleasance. In einer kleinen Rolle darf auch ein junger James Brolin ein paar Minuten Screentime für sich beanspruchen.

Fazit: Ein Klassiker ists allemal, diese Reise in den menschlichen Körper, die in Innerspace 1987 ein klamaukiges Remake erhalten hat. Für die damalige Zeit eine technische Sensation, für heutige Gemüter überwiegt der Charme dieses Filmes. Spannend ists natürlich nur beim ersten Mal gucken, zu grinsen gibts aber allemal immer wieder etwas Neues.

Leider hat die vorliegende DVD keinerlei Extras zu bieten. Der Ton ist nur in Mono abspielbar und hört sich in der deutschen Fassung sehr mechanisch an. Die Originalfassung ist zwar diesbezüglich ein bisschen besser ausgestattet, aber den hohen Ansprüchen des heutigen DVD-Ohres genügt das natürlich nicht. Das Bild konnte leider auch nicht gross verbessert werden, aber bei einem so alten Film kann man durchaus mit ein paar Unklarheiten leben.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

22.02.2007 / muri

Community:

Bewertung: 4.5 (5 Bewertungen)

 

 

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