Winnetou - 2. Teil (1964)

Winnetou - 2. Teil (1964)

Oder: Prügeln mit Mario

Leutnant Merril (Mario Girotti, aka. Terence Hill) und seine Männer aus dem Fort überleben einen Angriff üblen Gesindels. Forrester (Anthony Steel) und seine Halunken machen den Friedensbemühungen der Weissen und den Indianern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Als Zeichen für den Frieden meldet sich Merril bei seinem Vater mit einer ungewöhnlichen Bitte. Er will die schöne Ribanna (Karin Dor), eine Indianerin, heiraten und somit ein Bund zwischen den Völkern eingehen.

Winnetou - 2. Teil

Wo ist bloss Bud, wenn man ihn braucht?

Winnetou (Piere Brice) ist verliebt. Nicht nur in sein Ross und sein Gewehr, sondern auch in eine schöne Indianerin namens Ribanna. Noch mehr als auf die Zusammentreffen mit seinem Blutsbruder Old Shatterhand (Lex Barker) freut sich der Apachen-Häuptling auf die jeweilige Rückkehr ins Tipi zu seiner Geliebten. Dass sie jetzt allerdings ausgerechnet als gutes Beispiel vorangehen muss und einen Weissen heiraten soll, bricht dem weisen Indianer das Herz. Aber im Namen des Friedens ist er bereit, dieses grosse Opfer auf sich zu nehmen.

Während dessen hat sich ein Mitglied der bösen Forrester-Bande, ein Mann namens Luke (Klaus Kinski) ins Fort geschlichen und berichtet die Neuigkeiten brühwarm seinem Boss. Der überfällt mit seinen Männern einen Siedlertreck und schiebt den Indianern die Tat in die Schuhe. Kommt hiermit das endgültige Aus für den Frieden zwischen Rot und Weiss?


DVD-Rating

Nachdem der erste Teil die Figuren solide und interessant eingeführt hat, ging man nun daran, nur ein Jahr später, eine spektakuläre Geschichte zu erzählen. Der Leidensweg der Hauptfigur, die unglücklich verliebt ist und seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle dem Sinn nach Frieden unterordnen sollte. Leider geht die Rechnung bei diesem Teil der Trilogie so gar nicht auf. Denn nicht nur ist die Geschichte noch vorhersehbarer als normal, sondern das "grande" Finale in der Tropfsteinhöhle ist schlichtweg langweilig und uninteressant. Wieso verfrachtet man einen Western in eine dunkle Höhle? Wieso nicht Showdowns mit Staub und Schiessereien? Nein, dieser Teil ist und bleibt der Schlechteste der Reihe.

Allerdings hat man für diesen zweiten Teil wieder interessante Charaktere ausgegraben. Neben den üblichen Verdächtigen gesellt sich hier ein blutjunger Mario Girotti dazu, dessen stahlblaue Augen später an der Seite von Bud Spencer in der Form des Grossmauls Terrence Hills wieder fanden. Hier wird er verprügelt. Später durfte er selber den Dampfhammer rauslassen. Ebenfalls immer einen Blick wert ist Klaus Kinski, der aber nur andeutungsweise sein Können zeigen darf und immer wieder in die zweite Reihe verschwinden muss. Natürlich darf der übliche Clown nicht fehlen. Hier ist es Eddi Arent auf Schmetterlingssuche. Er taucht immer dann auf, wenns am brenzligsten wird und die verständnisvollen Westernhelden nehmen ihn auch immer brav mit auf ihre Abenteuer.

Fazit: Der Mittelteil der Trilogie ist zwar solide produziert und kann mit illustren Namen im Cast aufwarten, hat aber inhaltlich grosse Mängel und zeigt ein Finale, dass diese Bezeichnung nicht verdient. Ansonsten hat man vieles bereits in Teil 1 gesehen und wird somit nicht gross überrascht.

Auch hier sind "nur" Trailer auf der DVD als Extras angegeben, da die eigentlichen Bonusfeatures im dritten und letzten Teil der Saga behandelt werden.

3.1 Sterne 1.0 Stern
3.1 Sterne (20 Bewertungen) | 2 Kommentare

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28.05.2006 / muri


DVD-Infos

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Deutsch (Dolby 2.0), Englisch (Dolby 2.0)
  • Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
  • Extras: Trailer

Winnetou - 2. Teil (1964)
Bewertung: 3.1 (20 Bewertungen)
3.1 Sterne » BewertenWinnetou - 2. Teil (1964)3.0952420

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