Jason and the Argonauts (1963)

Jason und die Argonauten

Jason and the Argonauts (1963) Jason und die Argonauten

Oder: Reise der Hoffnung

Ungleicher Kampf?

Ungleicher Kampf?

Jason (Todd Armstrong) ist der Sohn eines Königs, der vor zwanzig Jahren von einem üblen Burschen namens Pelias (Douglas Wilmer) ermordet wurde. Nun steht Jason dem Mörder seines Vaters gegenüber, der sich nicht zu erkennen gibt und den Jungen ermutigt, das mysteriöse goldene Vlies zu suchen, damit er mit dessen Hilfe auf den Thron zurückkehren kann. Bevor die grosse Reise des Jason losgeht, wird das beste Schiff aller Zeiten sowie die ultimative Crew (unter anderem Herkules, Hylas oder Acastus) rekrutiert. Denn die Suche nach diesem Vlies ist nicht nur brandgefährlich, sondern auch kaum durchführbar.

Helden tragen Bart

Helden tragen Bart

Schon bald leiden Jason und seine Argonauten Hunger, und nur durch die göttliche Hilfe von Hera (Honor Blackmann) schaffen sie es zu einer Insel. Durch eine Unachtsamkeit Herkules' wird jedoch der Titan Talos geweckt. Und dieser eiserne Gigant ist nur der Anfang des Monsterreigens, der auf die heldenhafte Menschenschar einprasselt. Krächzende Furien, die todbringende Hydra und sogar eine Armee aus Skeletten stellen sich ihnen in den Weg. Und nur wenn Jason all diese Gefahren übersteht, hat er eine Chance, sein Ziel zu erreichen.


DVD-Rating

Ray Harryhausen ist eine Legende im Bereich des Spezialeffekts. Seine "Stop-Motion"-Bewegungen waren (und sind noch immer) cool, witzig und halt einfach kultig. Filme wie Clash of the Titans oder The Seventh Voyage of Sinbad sprechen eine deutliche Sprache. Ein weiteres Glanzstück dieser Epoche ist Jason and the Argonauts, der zwar eine bekannte Geschichte erzählt, aber tricktechnisch für sein Produktionsjahr 1963 hervorragend gelungen ist.

Die Geschichte von Jason und seiner Gefolgschaft und deren Begegnungen mit illustrer Monsterschar mag zwar nicht detailgetreu sein, bietet aber praktisch vom Filmstart an hervorragende Unterhaltung auf tollem Niveau. Es fehlen die langwierigen Momente, die Plauderstunden oder kitschigen Sequenzen. Glücklicherweise, denn die Story hat ein angenehmes Tempo drauf und hat mit den Harryhausen-Effekten zusätzlich einen grossen Pluspunkt.

Die Arbeit von Meister Harryhausen ist dann auch das Sahnehäubchen dieses Filmes. Der grosse Titan aus Eisen, die krächzenden Furien und natürlich die (etwas klein geratene) Hydra sind toll. Und auch die fast fünfmonatige Arbeit an der Skelett-Armee hat sich definitiv gelohnt. Die Knochengerüste kämpfen "lebensecht" und haben einen starken Auftritt. Vor allem, wenn sie aus der Erde kraxeln...

Fazit: Jason and the Argonauts ist ein knalliger und bunter Abenteuerfilm, der mit viel Charme und schönen Menschen überzeugt. Zwar werden die Argonauten (allen voran Herkules) als etwas bedeppert dargestellt, aber für die Hauptarbeit ist ja eh Jason zuständig. Die Spezialeffekte jedenfalls waren (und sind noch immer) klasse.

Die DVD hat leider technisch nicht wirklich berauschende Qualität zu bieten, sondern rauschenden Mono-Ton und verschmiertes Bild, das in einigen Szenen vor schwarzen Flecken nur so strotzt. Schade, aber irgendwie passt das noch zu diesen alten Schinken...

Im Bonusmaterial wird Ray Harryhausen natürlich in den Mittelpunkt gestellt. Sei es mittels Interview oder einer interessanten Chronik über den Meister. Der Trailer und ein paar wenige Filmografien runden das Angebot ab. Für Fans sicherlich einen Blick wert, auch wenn hier die Qualität erneut den "modernen" Ansprüchen kaum genügt.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

22.03.2010 / muri

Community:

Bewertung: 4.6 (7 Bewertungen)

 

 

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