The Birds (1963)
Die Vögel
The Birds (1963) Die Vögel
Oder: Wenn das Federvieh verrückt spielt
Melanie Daniels (Tippi Hedren) sucht in einem Tierfachgeschäft nach einem Vogel und macht dabei die Bekanntschaft des Anwalts Mitch Brenner (Rod Taylor), der sie erkennt und ihr einen fiesen Streich spielt. Dadurch wird die Dame jedoch neugierig auf den gutaussehenden Mann und beschliesst, mehr über ihn herauszufinden. Ausserdem will sie ihn in dessen Ferienhaus in Bodega Bay überraschen.
Melanie quartiert sich ein, trifft Bekannte des Anwalts und muss mitansehen, wie immer mehr Vögel sich in diesem kleinen Städtchen versammeln und auf einmal, ohne erkenntlichen Grund, auf die Menschen losgehen. Es wird gehackt, gekrächzt und geschrieen, und wenig später findet man sogar den ersten Toten.
Mitch Brenner verbarrikadiert sich, seine Mutter (Jessica Tandy), weitere Familienmitglieder und natürlich Melanie im Haus, aber die Barrikade hält leider den Massen der weiterhin angreifenden Vögel kaum mehr stand. Durch den Kamin, Fenster und sogar Türen schnäbeln sich die Viecher ins Haus, töten mehrere Personen und lassen den Menschen scheinbar keine Chance. Es bietet sich ein Bild des Grauens. Die Vögel haben das kleine Städtchen eingenommen und man darf sich fragen, wie um Himmels Willen diesem Wahnsinn entkommen werden kann.
DVD-Rating
Der englische Kultregisseur Alfred Hitchcock hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere viele gute Filme abgeliefert. Psychodramen, Thriller und auch Gaunerkomödien. Eines seiner bekanntesten Werke ist sicherlich The Birds, ein für die damalige Zeit recht brutaler und aufwühlender Tierhorrorfilm, der auch heute noch nichts von seiner Faszination verloren hat. Über die Fortsetzung von 1994 legen wir hingegen den Mantel des Schweigens.
Nachdem wir Hitchcocks üblichen Cameoauftritt hinter uns gebracht haben (er führt einen Pudel aus dem Tiershop), lernen wir die beiden Protagonisten der Geschichte kennen. Tippi Hedren und Rod Taylor (The Time Machine) sind schöne Menschen und sehen super aus. Mehr haben sie auch in den ersten knapp 50 Minuten nicht zu tun. Da plätschert der Film nämlich recht langatmig vor sich her (von einer kurzen Vogelattacke auf Mrs. Hedren mal abgesehen) und dreht sich um das Katz- und Mausspiel von Hedren und Taylor. Nett, aber nicht das, wofür wir The Birds mögen.
Erst als die Geburtstagsparty empfindlich gestört wird, legt der Film einen schönen Zahn zu und lässt sogar Leichen mit ausgepickten Augen in Grossaufnahme stehen. Die Spannung steigt, die Attacken häufen sich, und auch weil das Ganze einen recht chaotischen Eindruck macht, entsteht eine tolle Spannung und Intensität, von der dieser Klassiker bis in die Schlussminuten zehrt. Einzelne Szenen sind brillant (beispielsweise diejenige, in der Tippi Hedren vor der Schule wartet und sich im Hintergrund das Spielgerüst immer mehr mit Vögeln füllt), und die Schauspieler zeigen auch was fürs Geld.
Fazit: The Birds ist ein wahrer Klassiker der Filmgeschichte, überzeugt durch tollen Thrill und angsteinflössende Momente bei den Attacken der Vögel. Da das Ganze scheinbar ohne Grund geschieht, kann man nach Sichtung dieses Filmes auch noch über das "Warum" diskutieren. Ein paar mögliche Gründe werden nämlich schon seit Jahren durchs Internet getragen.
Die DVD, aus der Alfred Hitchcock Collection, bietet den Ton leider nur in Monoqualität, jedoch gibt es diverse Untertitelspuren, aus denen man auswählen kann. Natürlich sind Ton und Bild altersentsprechend nicht mit neueren und überarbeiteten Versionen zu vergleichen, aber wer will einen solchen Klassiker schon ohne Spuren im Bild und Knacken im Ton gucken? Eben.
Das Bonusmaterial hingegen ist sehr gut gelungen. Ein informatives Making-of, unveröffentlichte Szenen und ein alternatives Ende (nur als Zeichnungen verfügbar) optimieren die Story, und wenn wir den Leinwandtest von Tippi Hedren zu sehen bekommen, dann wissen wir auch, warum die Dame gecastet wurde. Eine schöne Fotogalerie ist auch noch anwählbar, und der DVD liegt ein kleines Booklet bei, das nochmals zusätzlich Infos liefert.
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5.0 Sterne (27 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 09.11.2006
- Bildformat: 1.33:1 (Vollbild)
- Sprachen: Englisch (Mono); Deutsch (Mono)
- Untertitel: Englisch; Deutsch; Niederländisch; Schwedisch; Norwegisch; Dänisch; Finnisch
- Extras: Making-of; Leinwand-Test; Pressekonferenz; Unveröffentlichte Szene; Alternatives Ende; Bildertalerien; Trailers; Booklet



