Der Schatz im Silbersee (1962)

Der Schatz im Silbersee (1962)

Oder: Der Anfang des Kults

Der Schatz im Silbersee

Goldige Aussichten

Fred Engel (Götz George) wartet in einem kleinen Städtchen auf seinen Vater, der mit der Postkutsche eintreffen soll. Das macht er dann auch, allerdings leblos. Die Kutsche wurde überfallen, und die Hälfte eines Plans, den Engels Vater auf sich trug, befindet sich nun in den Händen des Banditen Brinkley (Herbert Lom). Auf der Suche nach den Mördern seines Vaters trifft Fred auf Old Shatterhand (Lex Barker) und dessen Blutsbruder, den Häuptling der Apachen, Winnetou (Pierre Brice). Man einigt sich, gemeinsam den Tod des alten Engel zu rächen und sich auf Schatzsuche zu begeben.

Der Schatz im Silbersee

Und jetzt?

Zusammen mit der schönen Ellen (Karin Dor) sowie Sam Hawkins (Ralf Wolter, wenn ich mich nicht irre, *hihihi*) beginnt eine aufregende Suche. Während der sich die Banditen rund um Brinkley Geiseln holen und verfeindete Indianerstämme zum Duell auffordern, schmiedet unser Häuptling einen gefährlichen Plan, um vor den Bösewichten am Ziel zu sein.


DVD-Rating

Karl May kennt jedes Kind. Und wer nicht seine Bücher gelesen hat, kennt zumindest die Filme. Im damaligen Jugoslawien vor herrlicher Kulisse gedreht und mit dem damals noch unbekannten Pierre Brice besetzt, war Der Schatz im Silbersee der Startschuss der Filme rund um Winnetou. Dass das eigentliche Kennenlernen von Shatterhand und dem Häuptling der Apachen erst ein Jahr später verfilmt wurde, störte niemanden. Genauso wenig wie die Tatsache, dass man es mit dem Buchinhalt für den Film nicht so genau nahm. Egal, Der Schatz im Silbersee wurde ein Riesenhit und ist bis heute eine der besten Verfilmungen der ganzen Reihe.

Die Geschichte wird glücklicherweise ohne grosses Trara schnell lanciert. Wir sehen einen aufgeregten und ungestümen Götz George (Der Sandmann), grinsen über den Schmetterling fangenden Eddie Arent (Der Hexer) und freuen uns über die stolze Darstellung von Pierre Brice. Der wollte zwar etwas mehr Dialog als Hauptfigur, wurde aber von Regisseur Harald Reinl davon abgehalten. Würdevolles Dreinschauen und edles Nicken seien wichtiger als grosse Dialoge. Die überliess man Lex Barker und dem anderen Star des Films, Herbert Lom. Dieser musste sich dann später mit den Problemen rund um den Pink Panther rumschlagen.

Fazit: Der Schatz im Silbersee ist der beste Film rund um Winnetou und seine Brüder. Die Story passt wie die Faust aufs Auge, ist spannend erzählt und hat mit dem Soundtrack von Martin Böttcher einen weiteren Pluspunkt. Dazu gibt es herrliche Bilder der Gegend, anschleichende Indianer, zweikämpfende Greenhorns und ein paar flotte Sprüche. Nur Mirko Boman als reimender "Gunstick Uncle" nervt gewaltig.

Die DVD von Der Schatz im Silbersee kommt in einer Box der "Karl May DVD Collection" daher und bietet die deutsche Fassung in schön abgemischtem Dolby-Digital-Sound. Dazu kriegt man ein überwiegend klares Bild zu sehen, das allerdings nicht ganz verheimlichen mag, dass der Film auch schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Die Extras dieser Collection setzen sich aus Interviews mit den Stars von damals, Berichten der Wochenschau und einem schönen Booklet zusammen. Für Fans des bei uns wohl bekanntesten Indianerhäuptlings führt kein Weg daran vorbei.

4.2 Sterne 4.0 Sterne
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25.04.2011 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 29.04.2005

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 2.0 Mono); Deutsch (DD 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte; Englisch
  • Extras: Interviews; Ausschnitte der Wochenschau; Fotogalerie; Booklet