The Longest Day (1962)

Der Längste Tag

The Longest Day (1962) Der Längste Tag

Oder: D-Day mit Stars und Sternchen!

The Longest Day

Vor oder zurück?

Am 6. Juni 1944 leitete die Invasion der Alliierten in der Normandie das Ende der Nazi-Herrschaft ein. Beteiligt an der Attacke waren 3.000.000 Männer 11.000 Flugzeuge und 4.000 Schiffe. Begleitet werden aber nicht nur die Alliierten in ihren Vorbereitungen und beim Warten auf besseres Wetter, auch die Deutsche Seite und der französische Widerstand, der durch die codierten Radioansagen auf den Plan gerufen wird, werden gezeigt.


DVD-Rating

The Longest Day, bei uns in der Fernsehstube unter Der längste Tag bekannt, feiert seine deutschsprachige Digitalpremiere. Endlich kann man diesen monumentalen, mit 2 Oscars (Kamera, Spezialeffekte) ausgezeichneten Kriegsfilm nicht nur im Original, sondern auch noch als opulente Widescreen-Version geniessen. Und dann beginnt der Film auch noch mit einer Szene, die ich noch in keiner Version gesehen habe. Es scheint als hätten hier die Zensoren ihre Schere gezückt.

Mit einem riesigen Staraufgebot, angeführt von John Wayne, Robert Mitchum, Curd Jürgens über Henry Fonda, Paul Anka und in kleineren Rollen Richard Burton, Gert Fröbe oder Rod Steiger und vielen anderen bekannten Gesichtern (Sean Connery vor seinem grossen Erfolg als Bond 007) berichtet diese Mammutproduktion, die mit 8 Millionen Dollars zu den teuersten Schwarzweiss-Produktionen aller Zeiten zählt, ausgiebig von der bevorstehenden und schliesslich tatsächlichen Invasion in der Normandie.

Gedreht wurde das aufwändige Werk gleich von mehreren Regisseuren, die sich die Aufnahmen Nationalitäten getrennt aufteilten. Es entstand ein Film, in dem von Schauplatz zu Schauplatz gewechselt wird, Charaktere huschen durch das Bild und tauchen wieder auf. Dennoch bleibt immer etwas Zeit sich mit den Eigenheiten der Protagonisten anzufreunden, was The Longest Day trotz der allseits präsenten, kriegerischen Thematik Frische und eine recht angenehm Leichtigkeit verleiht.

Nicht das akribische Darstellen einzelner Schicksale oder das Herausstellen von Grausamkeit und Unmenschlichkeit, sondern eine möglichst komprimierte, wenn auch vereinfachte Aufarbeitung der Ereignisse rund um D-Day (Vergleiche mit Filmen wie Saving Private Ryan sind fehl am Platz, technischer und erzählerischer Seits), beleuchtet in mehreren Parallelerzählungen, zeichnen The Longest Day aus. Es macht Spass all die grossen Namen in einem Film vereint zu sehen, auch wenn sie sich kaum je gegenüber stehen, und die kleinen Nebengeschichten zu verfolgen. The Longest Day ist ganz klar mehr Unterhaltungsware als kritische Auseinandersetzung, in dem man sich zwar Mühe gibt, nicht nur eine Seite zu zeigen, der "normale Deutsche Soldat" neben all den grossen Tieren dennoch eher anonym behandelt wird. Nun, man bleibt eben doch lieber beim Sieger als beim Besiegten, zumindest 1962.

Die DVD enthält leider keinerlei Extras. Empfohlen ist die Originaltonspur in DD 5.1, hier ist auch der Mehrsprachigkeit des Films Beachtung getan (die Franzosen reden französisch, die Deutsche deutsch usw.). Noch nie habe ich The Longest Day in einer so schönen Bildfassung gesehen (mal ganz abgesehen von der grausam eingefärbten Version, die kabel 1 ab und an zeigt). Die Schärfe ist okay, wenn auch nicht überragend, klar im schwarz-weiss Kontrast, recht sauber mit einigen Kratzern.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

18.07.2005 / pb

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