Yojimbo the Bodyguard - Yojimbo (1961)
Yojimbo - Der Leibwächter
Yojimbo the Bodyguard - Yojimbo (1961) Yojimbo - Der Leibwächter
Oder: Don't mess with this Samurai
Ein namenloser Ronin (herrenloser Samurai) kommt während der Edo-Periode (Japan im 19. Jahrhundert) in ein Dorf, welches von zwei rivalisierenden Familienclans kontrolliert wird. Die eine Familie stellt Sake her. Die andere Familie produziert Seide. Der Samurai fällt durch seine geschickte Schwertkunst im kleinen Dorf natürlich auf wie ein bunter Hund. Er sucht Unterschlupf in der neutralen Schenke, in der Mitte des Dorfes.
Im Verlaufe des Filmes macht sich der Namenlose die Feindschaft der Clans Feindschaft zu nutze und spielt beide Banden gegeneinander aus. Denn nur eine der beiden Familien hat für ihn einen wirklichen Gegner: Namentlich ebenfalls ein Samurai.
DVD-Rating
Was will man zu Yojimbo noch mehr schreiben? Ein Kurosawa-Film. Der Film besticht durch Einfachheit. Kurosawa hat es an sich, simple Stories genial zu verpacken.
Beim Durchlesen dieser Review wird dem einen oder anderen sicherlich aufgefallen sein, dass die Story einem bekannt vorkommt. Seit beruhigt. Der Film wurde bisher zweimal ge-remaked. Einmal unter dem Name A Fistful of Dollars (Clint Eastwood in seiner Parade-Rolle) und ein zweites Mal mit dem Titel Last Man Standing (Bruce Willis als saufender Mafia-Hitman).
Toshirô Mifune als namenloser Ronin ist brilliant und macht als "Anti-Samurai" so ziemlich alles was das Bushido (Gesetze der Samurai) verbietet. So zum Beispiel das unrasiert sein, offen Geld verlangen, sein Schwert verlieren und dann halt einfach mit dem Schwert eines Toden weitermachen. Genau, dieser Umstand macht es aus, dass dieser Film seinen beiden Remake überlegen ist.
Die vorliegende Version ist in japanisch gehalten und English untertitelt. Soweit ich allerdings weiss, preist derzeit Amazon eine deutsche Version an. Ob man sich das antun will/muss, ist jedem selber überlassen. Ich persönlich meine, dass es etwa so wäre, wie wenn man Fawlty Towers auf Deutsch ansieht...also SEHR ÜBEL!
Die DVD enthält einen Audio-Kommentar von Philip Kemp einem Filmhistoriker, der uns nicht nur den Sinn hinter den Bildern erklärt, sondern auch die Spezialitäten, die dem Europäer sonst verborgen bleiben würden. So wird zum Beispiel erklärt, warum es effektiv die Edo-Periode ist und nicht schon vorher und ebenfalls die obengenannten Dinge wie unrasiert usw. Denn so gut, kenn ich mich jetzt mit dem Bushido auch nicht aus.
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5.2 Sterne (9 Bewertungen) | 10 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 18.10.2005
- Bildformat: 2.35:1 (Non-Anamorphic)
- Sprachen: Japanese (Dolby 2.0)
- Untertitel: Englisch
- Extras: Audiokommentar von Phillip Kemp


