Alfred Hitchcock's Vertigo (1958)
Vertigo - Aus dem Reich der Toten
Alfred Hitchcock's Vertigo (1958) Vertigo - Aus dem Reich der Toten
Oder: Je höher, dest schwindliger
Detective John Ferguson (James Stewart) muss erkennen, dass er seinen Dienst quittieren muss, als er an einem Hausdach hängt und ein Kollege beim Rettungsversuch ums Leben kommt. Ferguson leidet unter Höhenangst und macht sich daheim bei seiner ehemaligen Verlobten Midge (Barbara Bel Geddes) breit. Als er von einem ehemaligen Kollegen angerufen und um Hilfe gebeten wird, läuft er schnurstracks in ein Abenteuer, das sein Leben entscheidend verändern wird.
Madeleine (Kim Novak) heisst die Dame, die er überwachen soll. Und die Frau wandert ganze Nachmittage lang durch San Francisco, besucht Galerien und Friedhöfe, ohne sich danach daran zu erinnern. Ihr Mann hat das Gefühl, dass die Gattin von einem Geist aus der Vergangenheit besessen sei. John Ferguson soll das untersuchen. Zu allem Übel verliebt sich der Detektiv in die Frau und wird dadurch in einen Strudel an Verwirrungen gezogen, die seine Vorstellungskraft übersteigen und seine Höhenangst zur tödlichen Gefahr werden lassen.
DVD-Rating
Alfred Hitchcock hat einige tolle Filme geschaffen, Klassiker gedreht und Geschichten für die Ewigkeit erzählt. Einer seiner besten Werke heisst Vertigo, wurde für zwei Oscars nominiert und baut bereits in den ersten Minuten eine ungeheure Spannung auf, die sich erst im weltberühmten Finale im Glockenturm auflöst.
James Stewart, der schon in The Man who knew too much und Rear Window mit Meister Hitchcock zusammen gearbeitet hat, verkörpert den Detektiv optimal. Anfänglich ein bisschen zögerlich, dann neugierig und mit fortlaufender Filmdauer immer dramatischer und spannender, entwickelt sich sein Charakter hervorragend und trägt viel zur Spannung bei. Da darf auch gerne mal wortlos ein paar Minuten lang überwacht und verfolgt werden, mit Unterstützung der tollen Musik kriegt man die Augen fast nicht vom Bildschirm weg.
Kim Novak und Ex-Dallas-Mutti Barbara Bel Geddes sind die "üblichen" Schönheiten in Hitchcock-Filmen, von denen erstere aber fleissig bei der Verschwörung mithilft und somit die klar interessantere Figur der beiden übernommen hat.
Fazit: Über Vertigo gäbe es viel zu schreiben, da sich einige Anekdoten um den Film herum scharen. Die eindeutig bessere Variante ist aber, sich diesen Film anzuschauen. Ein Klassiker der Filmgeschichte, Spannung von Anfang bis Ende und ein herrlich mysteriöses Verwirrspiel garantieren Genuss durch und durch. Dazu ein Finale, das seinesgleichen sucht und an Intensität kaum zu übertreffen ist. Typisch Hitchcock eben...
Mehr Infos zu Vertigo gibt es auf der DVD zu hören, wenn wir uns den Kommentar zu Gemüte führen. Dazu kommen ein interessantes Making-of und ein kleines Booklet (4 Seiten), das der DVD beiliegt. So bekommt man einen kleinen Einblick in die Filmwelt des Alfred Hitchcock und kann fast nicht glauben, dass der Film bei der ersten Veröffentlichung ein Flop war.
Technisch bietet die vorliegende DVD den Film in schöner Bildqualität, die solche Filme der Fünfziger- und Sechzigerjahre so charmant macht. Dazu sind diverse Tonspuren abrufbar, wobei natürlich die Originale in der besten Qualität daherkommt. Die deutsche Fassung kann sich aber auch hören lassen, auch wenn sie ein bisschen dumpf tönt.
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5.1 Sterne (32 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 09.11.2006
- Bildformat: 1.85:1 (Anamorph Widescreen)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1):; Deutsch (DD 2.0); Französisch (Mono); Italienisch (Mono); Spanisch (Mono)
- Untertitel: Englisch; Deutsch; Französisch; Portugiesisch; Dänisch; Finnisch; Norwegisch; uvm.
- Extras: Making-of; Filmkommentar; Anmerkungen der Filmcrew; Trailer; Booklet



