Tarantula (1955)
Tarantula (1955)
Oder: Itsy bitsy spider....
Im Labor von Professor Deemer (Leo G. Carroll) wird mit Wachstumsbeschleuniger experimentiert. Damit will man das Hungerproblem der ständig wachsenden, menschlichen Bevölkerung auf dem Planeten zu Leibe rücken. Einige Fortschritte wurden erzielt, doch auch misslungene Experimente gibt es zu beklagen. Als sich zwei Angestellte des Professors dieses "Wunderserum" spritzen, sterben sie nur kurze Zeit später. Jedoch hat einer von ihnen dem Doktor selber eine Spritze verpasst und dieser erlebt nun die Auswirkungen am eigenen Leib.
Bei einem Brand im Labor konnte ausserdem eine Tarantula entfliehen, die nun zu gigantischer Grösse anwächst. Das Vieh ist bald immens gross und verspührt (natürlich) einen dementsprechend grossen Hunger. Zum Glück ist da eine Kleinstadt in der Nähe, wo ganz viele leckere Menschlein rumrennen.
Diese leckeren Menschlein sind aber keineswegs untätig, sondern rufen die amerikanische Luftwaffe zu Hilfe, die das riesige, achtbeinige Spinnenvieh mit Napalm-Bomben unschädlich machen sollen.
DVD-Rating
Wie schon in The incredible Shrinking Man schafft es "B-Gott" Jack Arnold aus einer kindlich simplen Ausgangslage einen (für damalige Zeiten) revolutionären Film zu drehen. Man nimmt einfach das Insekt, vor dem die meisten Menschen sich ekeln, bläst es auf gigantische Grösse auf und lässt es die Menschheit angreifen. Simpel, aber herrlich unterhaltsam.
Natürlich erwartet man keine ausgeklügelten Spezialeffekte oder irgendwelche grossen Spannungsbogen, aber dennoch bietet Tarantula eine schöne Geschichte, eine normalgrosse Spinne die visuell vergrössert wurde und mit Luftgebläse in die richtige Richtung geschickt wurde und herrlich ahnungslose, sowie uninteressante menschliche Charaktere. Der Grund, warum man sich diesen Film anguckt, ist die Spinne. Nichts anderes. Einfach ein grosses Krabbelviech, dass über die Landschaft trippelt und bedrohlich aussieht. Mehr brauchts definitiv nicht.
Dass am Schluss der Mensch gegen seine eigene Kreatur eine tödliche Vernichtungswaffe einsetzen muss, ist voraus zu sehen. Dass diese aber vom damals noch jungen und unbekannten Clint Eastwood persönlich abgefeuert wird, ist ein Detail, das Filmfreunde sicherlich zusätzlich interessieren wird.
Fazit: Tarantula ist alt, cool und für Freunde des Tierhorrors (auch wenn man die Auftritte der Spinne kaum als "Horror" bezeichnen kann) absolut sehenswert. Ein Klassiker, der es verdient hat, eine Neuauflage auf DVD zu bekommen. Die Story zwischendurch, also immer wenn die Spinne nicht zu sehen ist, ist quatsch, aber das stört bei Filmen wie diesem hier, weiss Gott keinen.
Die DVD enthält leider keine Extras und auch das Bild und der Ton zeugen von einer Zeit, in der man "Surround" noch nicht mal richtig buchstabieren konnte. Cool ists trotzdem
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4.8 Sterne (11 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 11.04.2006
- Bildformat: 1.33:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 2.0 Mono), Englisch (Dolby 2.0 Mono)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Holländisch, Französisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch
- Extras: Keine



