Deponia (2012)

Deponia (2012) PC-Review

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Deponia

Rufus und sein ganz normaler Wahnsinn

Die in den 90er Jahren so beliebten Click-and-Point-Adventures sind tot. Wie oft hat man diese Aussage schon gehört? Und trotzdem. Besonders deutsche Entwickler haben es immer wieder geschafft, mit Titeln wie die Ankh-Reihe, Jack Keane und Edna bricht aus, das exakte Gegenteil zu beweisen. Nun präsentiert Daedalic Entertainment, die Machern von Edna bricht aus, Whispered World und A New Beginning ihr nächstes Werk: Deponia.

Auf dem von Müll umgebenen Planeten Deponia jagt Rufus, der von allen Mitbewohnern als egoistischer Taugenichts verspottet wird, einem Traum nach. Er will diese stinkige Müllhalde und seinen Heimatdorf Kuvaq hinter sich lassen und wie bereits sein Vater vor ihm, in die fliegende Stadt Elysium flüchten. Leider waren jedoch alle seine Versuche, diesen Plan umzusetzen stets von Pannen, Misserfolg, Verletzungen und weiteren Katastrophen geprägt. Dieses Mal sollte aber alles anders werden und die Flucht doch noch gelingen. Als jedoch der Plan endlich aufzugehen scheint, gerät Rufus in ein weitaus grösseres Abenteuer als erwartet.


Rating: PC Games

Story

Deponia

Diese Hebel müssen etwas bewirken, oder etwa nicht?

Obwohl es die Grundelemente mit der fliegenden Stadt und dem von Abfall übersäten Planeten schon mal in deser Form gegeben hat (z.B. Astro Boy), leidet die Geschichte überhaupt nicht darunter. Deponia wird sehr liebevoll erzählt und hat mit Rufus einen abgedrehten und facettenreichen Helden. Der wird so gut und glaubhaft dargestellt, dass man oft nicht weiss, ob man ihn wirklich mögen oder wie alle anderen mit viel Schadenfreude auf den nächsten Misserfolg warten soll.

Der geamte Cast, die Hintergründe und Begebenheiten vermitteln ein buntes Bild, welches durch die extrem witzigen Dialoge und den vielen Anspielungen und Gags noch intensiver geprägt wird. Alles in allem ist der Ausflug nach Deponia ein wahrlicher Genuss - und das ungeachtet des ganzen Mülls.

Gameplay

Deponia

Nicht alle sind Rufus wohlgesonnen.

Wie es sich für ein klassisches Point-and-Click-Adventure gehört, haben die Entwickler nicht mit Humor und knackigen Rätseln gegeizt. Die grauen Hirnzellen werden arge gefordert, wenn man Rufus seinen Traum der Flucht erfüllen will.

Nicht nur Rätsel, auch die Gegenstände und deren Kombination wurden sehr sinnvoll umgesetzt, so dass man als Spieler zwar stets gefordert, jedoch nie überfordert wird.

Technik

Deponia

Abgesehen vom Müll und der bewusstlosen Frau - ein idyllischer Sonnenuntergang.

Obwohl hin und wieder gewisse Probleme bestehen können, strotzt die gesamte Präsentation - angefangen bei den liebevollen Animationen und Hintergründe bis hin zu der genialen Vertonung - nur so von Charme und Schönheit. Ebenfalls überzeugend sind die hochstehende und präzise Steuerung sowie die gelungene Inventarverwaltung.

All diese Elemente ergeben zusammen ein einzigartiges und atmosphärisch stimmiges Erlebnis, welches kaum Raum für negative Kritik offen lässt.


Fazit

Totgesagte leben länger - das gilt insbesondere für Point-and-Click. Wenngleich etwas seltener als noch in den 90er erscheinen auch heute noch Spiele, welche durchaus mit den ganz grossen Klassiker mithalten können. Deponia ist zweifelsohne eines von denen.

In diesem Spiel passt, ausser der relativen kurzen Spieldauer, einfach alles. Der erste Teil der Triologie (der zweite soll bereits im September dieses Jahres erscheinen) feiert mit der tollen Geschichte, den abgedrehten Charaktere, den irrwitzen Dialoge und natürlich den gelungenen Rätsel und Puzzles einen tollen Einstand und macht Lust auf mehr. Ein Pflichtkauf für alle Fans des Genres und nicht nur.

07.02.2012 / pan


Community:

Bewertung: 5.3 (2 Bewertungen)

 

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Testwertung:

Bewertung: 5.55.5

Spielspass:

Bewertung: 6.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 5.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 5.0

(25%)



Cover zu Deponia

Deponia (PC)
 

Release:

24.01.2012

Publisher:

Daedalic Entertainment

PEGI:

12

Players:

1 Spieler

Erhältlich für PC