WWE '12 (2011)
WWE '12 (2011) Wii-Review
Rating
Gameplay
Technik
Fazit & Wertung
Die Lichter brennen, das Feuerwerk wird gezündet, deine Musik beginnt zu spielen. Du wagst den Schritt aus dem Backstagebereich und siehst dich einer schreienden Menschenmenge gegenüber, die deinen Namen brüllt und Schilder in die Luft hält. Das Adrenalin steigt, die Muskeln spannen sich an, und du weisst genau: Wenn du jetzt zum Ring läufst, musst du anschliessend die Show deines Lebens zeigen, um die Masse zu befriedigen. Doch wer soll dein Gegner sein? "Viper" Randy Orton? Oder doch eher der nervende Good-Guy John Cena? Wem willst du das Maul stopfen? Dem Plapperi The Miz oder dem fast 300 Kilogramm schweren Big Show? Oder hast du gar den Mut und trittst gegen The Undertaker in einem Stahlkäfigmatch an?
Die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt. Sei es ein Match um einen der begehrten Titel oder eine fröhliche Klopperei in der Gruppe. WWE 12 lädt ein zur grossen Wrestling-Show und hat dabei nicht nur das Roster (Angebot an Wrestlern) aufgewertet, sondern auch einen technischen Schritt gemacht, der das Game fast nicht mehr von den TV-Shows unterscheidet.
Die Glocke läutet, der Kampf kann beginnen....
Rating: Nintendo Wii
Gameplay
Wenn man WWE 12 in die Wii schiebt, hat man ein paar Möglichkeiten, die Wrestler zu steuern. Sei es klassisch mit dem Nunchuck oder mit dem altehrwürdigen Gamecube-Controller. Was besser in der Hand liegt, entscheidet der Spieler selber, aber bei beiden Varianten haben sich einige Neuerungen in Sachen Knöpfe drücken und Aktionen ausführen eingeschlichen.
So lassen wir den Control-Stick jetzt eher in Ruhe und drücken dafür, im Vergleich zu Smackdown vs. Row 2011, häufiger auf den roten B-Button. Damit werden Suplexes ausgeführt, Clotheslines angebracht und Spezialmoves ausgepackt. Das braucht ein bisschen Eingewöhnungszeit, aber wie interessant wäre ein Spiel, das man schon nach fünf Minuten im Griff hat?
Es gibt wiederum eine Unmenge von Kämpfern (und Divas) zur Auswahl. Von Alberto Del Rio bis (Woo Woo Woo, You know it...) Zack Ryder steht alles parat, was Rang und Namen hat. Da fällt die Auswahl besonders schwer, zumal die verschiedenen "Hidden Characters" ebenfalls noch im Lauf des Spiels dazukommen. Da reden wir übrigens von den legendären TagTeams "Legion of Doom" oder "Demolition". Und wenn nach dem ersten Match bereits Brock Lesnar auftaucht und die eigene Figur (mit der man grad gewonnen hat) kurz und klein schlägt, dann wächst auch die Motivation, dem Typen das Maul zu stopfen.
Doch WWE 12 bietet nicht nur willkürlich zusammengewürfelte Matches, sondern glücklicherweise weiterhin die "Road to Wrestlermania". Hier übernimmt man die Persona einer Figur und schlägt sich mit ihr durch Storylines, welche jeweils Herausforderungen bieten, die geschafft werden müssen. Eine Heldenstory sowie eine eines Bösewichts und eines Aussenseiters werden hier vorgeführt. Die Entwicklungen darin sind nicht nur interessant umgesetzt, sondern auch sehr überzeugend dargestellt. Wer zum Beispiel mit Sheamus spielt, wird bald dem Team "United Kingdom" zugeteilt, das sich als treibende Kraft der Shows entpuppt. Klasse!
Daneben ist es möglich, im WWE-Universum eigene Titelmatches zu buchen, selber Storylines zu erfinden und natürlich die Titel zu holen. Am liebsten mit dem eigens erbauten Charakter.
Apropos: Das "Create-a-Wrestler"-Tool nimmt nicht nur viel Zeit in Anspruch (man kann von der Sockenfarbe bis zum Finishingmove alles selber zuteilen), sondern unterscheidet sich auch nicht gross vom Spiel-Vorgänger. Aber wenn man als sich selber in den Ring will, muss man hier einfach durch... ;)
Technik
Für WWE 12 wurde die neue "Predator"-Technik entwickelt, welche die Bewegungen der Wrestler noch realer machen soll. Das ist ganz gut gelungen, und die Action im Ring sieht wirklich sehr nach der TV-Show aus. Da helfen auch die verschiedenen Kamera-Angles, die ebenfalls von der Fernsehsendung übernommen wurden. Es wirkt alles realer, sofern man das bei einem Game sagen kann, in dem ein kleiner Kerl (Rey Mysterio) einen Big Show im Ring rumwerfen kann....
Zudem wird nun bei den Aufgabematches auf die "Breaking Point"-Variante gesetzt. Das bedeutet heftiges Drücken auf die Knöpfe, wenn man nicht will, dass der eigene Spieler aufgibt. Ebenso merkt man den Figuren an, wenn sie keine Luft mehr haben oder angeschlagen sind. Der Charakter hinkt im Ring, pumpt sichtbar und bewegt sich nur noch langsam. Das bedeutet auch, dass die 2-Minuten-Squash-Matches nur noch sehr selten gelingen. Ausserdem wurde die KI der Gegner deutlich nach oben gesetzt, und so wird man bereits in den Anfangsphasen der verschiedenen Geschichten auf eine harte Probe gestellt. Und wenn man das erste Mal so richtig Prügel bezieht, weiss man definitiv, dass man vielleicht doch mal die Knopf-Kombinationen im Booklet hätte lesen sollen....
Fazit
Wer Smackdown vs. Raw 2011 daheim im Regal hat (und sich einen Haufen Wrestler selber erschaffen hat), kann dem Release von WWE 12 entspannt entgegenschauen. Das neue Game bietet zwar ein aufgewertetes Roster und ein paar Legenden sowie die Möglichkeit, sogar mit alten WCW-Recken zu spielen, aber so gross ist der Schritt zum Vorgänger nicht geworden.
WWE 12 ist ein schönes Game für Fans, die es gerne etwas schwieriger haben und mit neuen Figuren daddeln möchten. Dazu kommen die neue, gewöhnungsbedürftige Technik und ein paar interessante Storylines. Im Grossen und Ganzen wird aber, da der Online-Modus fehlt und somit keine Updates runtergeladen werden können, einfach eine überarbeitete Fassung des Vorgängers geboten - unter neuem Namen, mit neuen Gesichtern, aber alten Schwierigkeiten (das Publikum ist grottenschlecht animiert).
03.12.2011 / muri
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Kommentare: | ||
Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

WWE '12 (Wii) | |
Release: | 22.11.2011 |
Publisher: | THQ |
PEGI: | 16 |
Players: | 1-4 Spieler |
Erhältlich für Xbox 360, Wii, PS3 | |





