Pirates of Black Cove (2011)
Pirates of Black Cove (2011) PC-Review
Rating
Story
Gameplay
Technik
Fazit & Wertung
Wer hat nicht schon einmal von einem Trip in die Karibik geträumt? Türkisblaues Wasser, helle Sandstrände, die Sonne, die unaufhaltsam die Haut braun-rot brutzelt. Zusätzlich zu all dem gibt es in Pirates of Black Cove natürlich noch bis an die Zähne bewaffnete Piraten. In diesem Spiel geht es jedoch nicht um die schönsten Urlaubsziele, sondern es handelt sich dabei um den neuen RPG-Strategie-Mix RPG-Strategie-Mix aus dem Hause Paradox Interactive.
Rating: PC Games
Story
Alles fängt ganz nett, wenn auch gleich mit einer Meuterei an, nach der man sich mit einem von drei Freibeutern auf die Suche nach den vergessenen Piraten einer schwarzen Höhle macht. Um Hinweise auf deren Verbleib und ihren legendären Schatz zu bekommen, muss man seinen Respekt erhöhen. Dies geschieht durch das Annehmen von Aufgaben, die einen durch die halbe Karibik führen. Ab diesem Moment verlieren die Piraten ihren Reiz. Denn obwohl mit Gefechten zu Wasser sowie Landausflügen, bei denen man seinen Säbel schwingt und mit seinen angeheuerten Kameraden die Gegend erforscht, erfolgsversprechende Mechaniken integriert wurden, bleibt die Umsetzung sehr trocken.
Gameplay
Der Spieler darf sich zu Beginn zwischen drei anführenden Charakteren entscheiden, mit denen er dann die Geschicke der eigenen Räuberbande lenken kann. Jeder hat seine eigenen Stärken. Der eine schiesst besonders gut, während ein anderer ein starker Nahkämpfer ist. Jedem das Seine. Man beginnt sein Abenteuer auf der Insel der Piraten, in einer von drei Fraktionen, bei denen man sich anbiedern muss, um sie schlussendlich zusammenzuführen und ihr König zu werden. Jedenfalls fängt man erst mal ganz klein bei den Piraten an, die ziemlich abgewrackt daherkommen. Sie sind so etwas wie die Prügelpenner der Karibik - kein Vergleich zu den arroganten Bukaniern oder den Korsaren. Hier erhält man die ersten Aufträge, mit denen man den eigenen Ruf steigern kann, und dann beginnt das Spiel auch schon zu langweilen. Aber eins nach dem anderen...
Es gibt zwei Ansichten: Die eine spielt sich mit Schiffen auf dem Meer ab, bei der anderen kämpfen Piraten der Insel gegeneinander. Die Insel selbst ist mit Gebäuden ausbaubar, sodass man beispielsweise Truppen anheuern kann. Anheuern oder auch Kaufen sind überhaupt gute Stichwörter. Mit Gold, welches man sich natürlich ergaunert, lassen sich neue Gebäude kaufen, das eigene Schiff verbessern, Truppen anheuern und Zaubertränke zusammenmischen. Das unterstreicht den Open-World-Charakter des Spieles, denn Gold bekommt der Spieler in erster Linie durch das Überfallen von anderen Schiffen und kleinen Siedlungen. Wie, was und wo, das bleibt einem überlassen. Zwar ist das eine gute Idee, aber das Goldbeschaffen schwappt relativ schnell zu einem nervigen "Farmen" über, zumal die Abläufe immer die gleichen sind. Daher ist auch der fehlende Multiplayer ein grosses Manko. Dieser hätte sehr gut zum Spielprinzip gepasst und den Wiederspielwert vermutlich erheblich gesteigert.
Technik
All das oben Genannte klingt nach dem typischen, spannenden Leben eines Piraten. So richtig spannend wird es aber leider nie. Schuld ist der viel zu niedrig angesetzte Schwierigkeitsgrad, denn es macht beispielsweise keinen Unterschied, ob man das eigene Schiff höherlevelt oder es im Basis-Zustand lässt, denn die Seeschlachten stellen keinerlei Herausforderung dar und sind mit ständigen Hämmern auf die Maustaste kein Problem. Der Wind beeinflusst nicht einmal die Navigation des Schiffes.
Obwohl die Landschlachten mit heftigen KI-Aussetzern zu kämpfen haben, sind sie ebenfalls sehr leicht zu meistern, weil das Spiel im Grunde praktisch null Taktik erfordert. Während man bei Sid Meier's Pirates! auch nach der hundertsten Seeschlacht nicht die Lust am Spiel verliert, geht einem die Lust bei Pirates of Black Cove leider schon nach wenigen Spielstunden verloren. Die Idee, eine günstige Alternative zu Pirates! zu entwerfen, ist an sich ja durchaus interessant, allerdings hätten die Entwickler alles etwas konsequenter umsetzen müssen. So ist das Spiel ein Mix aus Light-RPG und Light-Strategie, fordert den Spieler keineswegs und macht somit auch nur bedingt Spass.
Fazit
Kurz gesagt: Pirates of Black Cove ist technisch verhältnismässig gut gelungen, kann aber spielerisch aufgrund des eintönigen Spielablaufs, der schlechten KI und des niedrigen Schwierigkeitsgrades nicht überzeugen. In Anbetracht des geringen Preises (knapp die Hälfte eines Vollpreis-Titels) können Piraten-Fans zwar über eine Anschaffung nachdenken, schlussendlich werden sie aber mit ähnlichen Titeln wie zum Beispiel Sid Meier's Pirates! in vieler Hinsicht besser bedient sein.
12.09.2011 / lul
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Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |
Pirates of Black Cove (PC) | |
Release: | 04.08.2011 |
Publisher: | Paradox Interactive |
PEGI: | 12 |
Players: | 1 Spieler |
Erhältlich für PC | |




