NCIS (2011)

NCIS (2011) Wii-Review

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NCIS

NCIS ist nun auch im Videospiel den Verbrechern auf der Spur.

Nachdem die unzähligen Polizei- und Spurensicherungsserien das Fernsehprogramm buchstäblich erobert haben, startet Ubisoft nach ein paar eher mageren CSI-Adaptionen einen weiteren Versuch, das beliebte TV-Format videospieltauglich zu machen. NCIS (Naval Criminal Investigative Service) basiert auf der gleichnamigen TV-Serie, in der alle Art von Verbrechen geklärt werden, welche in Verbindung mit der Navy oder dem Marine-Korps stehen.

Treu der Vorlage warten insgesamt vier originelle NCIS-Episoden mit interessanten Fällen. In Form eines Point&Click-Abenteuers, bei dem alle Charaktere des sechsköpfigen Teams spielbar sind, klärt man der Reihe nach erst einen spektakulären Casinoüberfall, danach eine merkwürdige Geiselnahme in einer Bank, einen Mord an einem Offizier im Irak und zuletzt einen Doppelmord in einem Luxus-Hotel in Dubai. Haben diese scheinbar zusammenhanglosen Fälle am Ende doch noch einen gemeinsamen Nenner?


Rating: Nintendo Wii

Story

NCIS

Auch eine Leiche kann "sprechen"...

Die vier Episoden sind bei weitem nicht oscarverdächtig, bieten aber trotz gewisser Ungereimtheiten genügend Abwechslung und Spannung. Inhaltlich kann man den Fällen nicht viel vorwerfen, insgesamt leidet NCIS jedoch dramaturgisch enorm unter dem trägen Tempo, den lose zusammenhängenden Szenen und der enttäuschend schwachen Atmosphäre. Anders als in der TV-Serie wirkt alles steril und blass, einzig und allein in den Zwischensequenzen wird der typische Charme und Humor bemerkbar, was bei weitem zu wenig ist. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen.

Gameplay

NCIS

Das Kombinieren von Beweisen gehört zu den interessanteren Aufgaben.

Gespielt wird NCIS als Point&Click-Abenteuer, wobei alle Mitglieder des Teams spielbar sind: Tatorte werden als Agent Ziva oder Agent DiNozzo untersucht, Beweise mit Hilfe von Abby im Labor forensisch analysiert, allfällige Autopsien von Ducky durchgeführt. McGee ist für die Technik zuständig, und mit Agent Gibbs werden schliesslich die Verdächtigen verhört.

Leider wirkt dieses Schema aufgrund fehlender Freiheiten auf Dauer eintönig. Sicher, zu Beginn machen Aufgaben wie Beweise sammeln, diese zu untersuchen und erfolgreich zu kombinieren durchaus Spass. Das Spielvergnügen nimmt dann aber rapide ab. Dies liegt vorwiegend daran, dass alle Bereiche streng getrennt sind und man dadurch stets nach einem festen Schema von einem Mitglied zum nächsten wandert, ohne wirklich selbst was bestimmen zu können. Die Rätsel sind zwar durchdacht, aber nie sonderlich schwer, und so hat man nach vier Stunden nicht nur das Spiel beendet, sondern auch bereits alles gesehen.

Technik

NCIS

Nicht mal im Game sicher: McGee wird wiedermal von DiNozzo hochgenommen.

Die Technik von NCIS kann man bestenfalls als durchschnittlich bezeichnen. Grobe Schnitzer gibt es zwar keine, und sowohl Umgebungen als auch Figuren sehen ihren Vorbildern sehr ähnlich, und trotzdem: Die Technik wirkt auf Dauer aufgrund seltsamer Bewegungsabläufe, langweiliger Musik, diverser Logikfehler und kleineren Ungereimtheiten eher schlecht als recht.


Fazit

NCIS ist eines dieser typischen Lizenzspiele, bei denen zu vieles unfertig und uninspiriert wirkt. Trotz der grossartigen TV-Vorgabe und der guten Idee mit dem Point&Click-Abenteuer enttäuscht das Spiel mit mässiger Präsentation, kaum vorhandenem Schwierigkeitsgrad und steril wirkender Handlung.

Mit etwas mehr Feinschliff, knackigeren Rätseln und mehr Freiheiten hätte Navy CIS um ein Vielfaches besser sein können, als es am Ende ist: ein akzeptables Spiel mit viel verschenktem Potential.

17.11.2011 / pan


Community:

Bewertung: 3.0 (1 Bewertung)

 

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Testwertung:

Bewertung: 3.03

Spielspass:

Bewertung: 3.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 3.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 3.0

(25%)



Cover zu NCIS

NCIS (Wii)
 

Release:

27.10.2011

Publisher:

UbiSoft Entertainment SA

PEGI:

16

Players:

1 Spieler

Erhältlich für Xbox 360, Wii, 3DS, PC, PS3