The Lord of the Rings: War in the North (2011)

The Lord of the Rings: War in the North (2011) Xbox 360-Review

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The Lord of the Rings: War in the North

Qualität siegt über Quantität

Die Lord-of-the-Rings-Trilogie hat im Fantasy-Bereich Massstäbe gesetzt. Viele der von J.R.R. Tolkien eingeführten Dinge gehören heutzutage zur Grundausstattung von Büchern, Filmen und Games in diesem Genre. Auch die Filmtrilogie hat bei ihrem Erscheinen Rekorde gebrochen und die Massen erobert. Sowohl die Bücher als auch die Filme zählen zu den Grössen unter den fantastischen, epischen Geschichten.

The Lord of the Rings: War in the North erzählt eine Geschichte aus Mittelerde, die man weder aus den Büchern noch aus den Filmen kennt. Wie der Titel schon sagt, geht es in den Hohen Norden von Mittelerde. Dabei begleitet man eine kleine Gefolgschaft von Gefährten, die sich auf den Weg machen, um Saurons Truppen zurückzuschlagen, bevor sie noch mehr Unheil über den Norden bringen können. Die Entwicklung des Spiels hat mit den Snowblind Studios ein Team übernommen, das bereits viel Erfahrung im Genre der Action-Rollenspiele sammeln konnte.


Rating: Microsoft Xbox 360

Story

The Lord of the Rings: War in the North

Jetzt wird's brenzlig für den Herrn Zwerg.

Ein Krieger aus dem Volk der Zwerge, eine magisch begabte Elbe und ein Waldläufer unter dem Kommando von Aragorn schliessen sich zusammen, um es mit Agandaûr aufzunehmen. Agandaûr steht in der Befehlshierarchie von Sauron ganz weit oben und ist damit beauftragt worden, den Norden mit einer Armee aus Orks, Goblins und anderen Monstern zu übernehmen. Glücklicherweise sind die drei Gefährten nicht auf sich allein gestellt, denn im Verlauf ihrer anstrengenden Reise treffen sie auf viele bekannte Gesichter aus ganz Mittelerde. Das Flair von Mittelerde ist gut eingefangen, und es macht Spass, mehr oder weniger bekannte Regionen aus der literarischen Vorlage zu besuchen.

Die Geschichte an sich ist jedoch leider ziemlich dünn. Die drei Hauptfiguren sind blass und charakterlos. Auch die Dialoge sind öde und schlecht intoniert. Immerhin ist es cool, auf Figuren aus der Saga zu treffen, die man nicht aus den Filmen kennt. Es ist anzumerken, dass sich das Spiel auch nicht an den Filmen orientiert.

Gameplay

The Lord of the Rings: War in the North

Je mehr, desto besser...

Im Grunde ist The Lord of the Rings: War in the North ein simples Action-Rollenspiel. Es gibt keine ausgefeilten Angriffskombinationen und keine umfangreichen Talentbäume. Das Spiel versucht das aber auch gar nicht zu sein. Man übernimmt die Kontrolle über eine der drei Hauptfiguren, welche jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Aus der Third-Person-Ansicht steuert man die Spielfigur durch Schlauchlevels, während man riesige Horden an Gegnern metzelt, mit Pfeilen vollschiesst oder per Magie erledigt.

Das Kampfsystem ist dabei sehr simpel gehalten: Zwei Tasten dienen für den Nahkampf, die Trigger dienen für den gewöhnlichen Fernkampf, und eine Kombination der Tasten löst spezielle Fähigkeiten aus. Das Gameplay besteht zu etwa 90 Prozent nur aus solchen Kämpfen gegen unterschiedliche Gegnertypen. Kämpft man anfangs noch gegen mickrige Goblins, so tritt man bald gegen meterhohe Trolle oder Uruk-Hais an. Die verschiedenen Gegnerarten und abwechslungsreiche Herangehensweisen sorgen dafür, dass die Kämpfe kaum langweilig werden. Zudem ist das Spiel wirklich blutig, was eigentlich ganz gut ist. Die Buchvorlage geizt schliesslich auch nicht mit Gewalt.

The Lord of the Rings: War in the North

Man schlägt doch keine Frauen!

Der Rollenspielanteil ist auch nicht allzu umfangreich. Jede Figur verfügt über drei Talentbäume, wo man sich neue Fähigkeiten freischalten oder seine Werte verbessern kann. Was es jedoch zuhauf gibt, sind Ausrüstungsgegenstände. Ständig findet ihr neue Rüstungsteile oder Waffen, mit denen ihr eure Figur ausrüsten könnt. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man von einem Boss ein dickes Zweihandschwert findet, mit welchem man mächtig viel Schaden austeilen kann. Ebenso befriedigend ist es, seinen eigenen Charakter wachsen zu sehen, wenn man ihn ständig mit neuen und besseren Rüstungsteilen versorgt.

Multiplayer

Der kooperative Spielmodus ist ein wichtiger Teil des Spiels. Bis zu drei Spieler können gleichzeitig auf die Ork-Jagd gehen. Das geht entweder online oder mit einem anderen Spieler auch offline. Wenn man miteinander kämpfen, seine Fähigkeiten ergänzen und Gegenstände tauschen kann, dann macht der Krieg im Norden gleich doppelt oder dreifach so viel Spass.

Technik

The Lord of the Rings: War in the North

Ganz schön kalt hier im Norden...

Ein grosser Kritikpunkt sind lange Ladezeiten zwischen den Levels. Und auch die Grafik an sich ist nicht wirklich überragend. Die Charaktermodelle sind zwar detailliert, bewegen sich aber oft relativ unnatürlich. Die Umgebungen sind gut gestaltet, überzeugen aber auch nicht wirklich. Der Soundtrack hingegen ist über alle Zweifel erhaben. Bekannte Melodien aus den Filmen wurden neu eingespielt und verleihen dem Spiel einen epischen Unterton. Die deutsche Sprachausgabe wartet mit engagierten und bekannten Sprechern auf, die die belanglosen Dialoge aber auch nicht retten können.


Fazit

The Lord of the Rings: War in the North ist kein aussergewöhnliches oder innovatives Spiel. Stattdessen setzt es auf ein spassiges und unterhaltsames Gameplay, das besonders im Co-Op überzeugen kann. Wer ein Rollenspiel erwartet, wird jedoch kaum Freude haben, denn dafür ist dieser Aspekt zu dünn gehalten.

28.11.2011 / flt


Community:

Bewertung: 3.0 (2 Bewertungen)

 

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Kommentare:

1 Kommentar

Testwertung:

Bewertung: 4.04

Spielspass:

Bewertung: 5.0

(50%)

Gameplay:

Bewertung: 3.0

(25%)

Technik:

Bewertung: 3.0

(25%)



Cover zu The Lord of the Rings: War in the North

The Lord of the Rings: War in the North (Xbox 360)
 

Release:

09.11.2011

Publisher:

Warner Bros. Interactive Entertainment, Inc.

PEGI:

18

Players:

1-3 Spieler

Erhältlich für Xbox 360, PC, PS3